Frist für die TI-Bestellung endet am 31. März 2019

Vermeiden Sie Honorarkürzungen

Der Gesetzgeber hat im SGB V § 291 Ärzte und Psychotherapeuten verpflichtet, sich nunmehr an die sogenannte Telematikinfrastruktur (TI) anzuschließen. Die Frist für die Bestellung der TI in Ihrer Praxis läuft schon Ende dieses Monats aus – Grund genug für uns, Sie noch einmal mit den wichtigsten Hinweisen zum Thema zu versorgen, damit Ihnen keine vermeidbaren Nachteile entstehen.

Praxisinhaber, die gesetzlich zum Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) verpflichtet sind, müssen bis zum 31. März 2019 alle technischen Komponenten (Konnektoren, Kartenlesegeräte, SMC-B) verbindlich bestellt haben und ab dem 1. Juli 2019 den Online-Abgleich der Versichertendaten (VSDM) auf der elektronischen Gesundheitskarte durchführen. Anderenfalls schreibt der Gesetzgeber eine Honorarkürzung von einem Prozent vor – und das rückwirkend ab dem 1. Januar 2019. Zwar hat der Gesetzgeber die ursprüngliche Frist zur TI-Installation verlängert, diese Fristverlängerung aber ausdrücklich an die rechtzeitige TI-Bestellung bis zum 31. März 2019 gebunden.

Was bedeutet das für Sie?

Alle Praxen, die das VSDM erfolgreich durchführen, erhalten ihre festgelegten Pauschalen für die Erstausstattung und den laufenden Betrieb ganz bürokratiearm von der KVBW durch einen automatischen Prüfnachweis in der Quartalsabrechnung. (Hinweis: Die TI-Bestellfrist bezieht sich nur auf mögliche Honorarkürzungen, nicht aber auf den grundsätzlichen Anspruch auf Kostenerstattung laut Finanzierungsvereinbarung).

Auf alle Praxen, deren Quartalsabrechnung 2/2019 keinen VSDM-Prüfnachweis enthält, kommen wir ab dem dritten Quartal 2019 schriftlich zu. Das Nachweisverfahren für die TI-Bestellung führen wir in Form einer verbindlichen, vorformulierten Eigenerklärung durch. Bitte reichen Sie keine Vertragsdokumente unaufgefordert bei uns ein, sondern bewahren Sie die Bestellunterlagen zu Prüfzwecken sorgfältig auf.

Bei Vertragsärzten ohne persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt (z. B. Labore, Pathologen), Anästhesisten und Ermächtigten Ärzten gelten teilweise abweichende TI-Regelungen. Bitte informieren Sie sich bei uns.

Nach Auskunft des Bundesdatenschutzbeauftragten und der KBV endet die datenschutzrechtliche Verantwortung des Arztes am Konnektor, d. h. Sie sind, wie bisher auch, nur für die Systeme innerhalb der Praxis verantwortlich, auf die Sie unmittelbaren Einfluss haben.

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