Freiwilliger Notdienst der Orthopäden und Unfallchirurgen endet nach dem 10. Mai 2020

Großartiges Engagement der niedergelassenen Fachärzte

Der freiwillige Notdienst der Orthopäden und Unfallchirurgen, der im Zuge der Corona-Pandemie eingerichtet wurde, um die Krankenhäuser zu entlasten, endet mit dem nächsten Wochenende. Der letzte Dienst findet damit am 10. Mai 2020 statt.

Unterstützungsaktion ein voller Erfolg

Für den Vorsitzenden des Berufsverbandes der Orthopäden und Unfallchirurgen (BVOU), Dr. Burkhard Lembeck, war die Aktion ein voller Erfolg: „Wir freuen uns, dass wir in den letzten Wochen aus einer spontanen Idee heraus viele Kolleginnen und Kollegen gefunden haben, die sich dafür bereiterklärt haben. Das hat prima funktioniert, wir konnten ein flächendeckendes Netz an Praxen an den Wochenenden und Feiertagen öffnen und damit unseren Beitrag zur Versorgung der Patienten leisten und Krankenhäuser und Hausärzte entlasten. Gerade über Ostern, als die Spitze der Corona-Pandemie erwartet wurde, war das ein wichtiges Zeichen an die Krankenhäuser, dass wir sie unterstützen.” Lembeck weiter: „Jetzt sind wir in der Situation, dass sich Zahlen der Neuinfektionen auf geringem Niveau so stabilisiert haben, dass ein solcher Dienst nicht mehr erforderlich ist. Die Krankenhäuser gehen wieder in den Normalbetrieb über, gemeinsam mit den Notfallpraxen der niedergelassenen Ärzte kann die Versorgung außerhalb der Sprechstundenzeiten wie bisher auch gewährleistet werden.” Falls ein solches Angebot wieder benötigt werde, könnten die Strukturen wieder schnell aktiviert werden. Seit Anfang April hatte das Angebot bestanden, das der BVOU gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Niedergelassener Chirurgen (ANC) ins Leben gerufen hatte.

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), Dr. Norbert Metke, dankte den Organisatoren für das Engagement. „Als KVBW sind wir dankbar für dieses Angebot, das wir für ein wichtiges Signal halten. Gerade auch die Fachärzte haben gezeigt, dass sie ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten bereit sind. Das fügt sich ein in ein ausgesprochen positives Bild, das die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten gezeichnet haben und mit dem sie ihren wesentlichen Anteil daran hatten, dass Baden-Württemberg insgesamt gut durch die Pandemie gekommen ist, was das Gesundheitswesen angeht.

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