Fieberambulanz in Neckarsulm startet

Weg für die Patienten erfolgt über die Hausärzte

Zur weiteren Optimierung der Versorgung von Corona-Patienten richtet die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) mit Unterstützung der Stadt Neckarsulm, des Landkreises Heilbronn und der Stadt Heilbronn eine Fieberambulanz in Neckarsulm ein. Ab Mittwoch, 8. April 2020, werden dort alle Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion oder mit fieberhaften Infekten untersucht und behandelt. 

Die Fieberambulanz in der Sulmturnhalle in Neckarsulm wird Montag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr geöffnet sein. In der Ambulanz untersuchen Ärzte Infektionspatienten, nehmen bei Bedarf einen Abstrich vor und entscheiden je nach Symptomen und Krankheitsbild, ob die Patienten in häusliche Quarantäne geschickt werden oder bei schwerem Verlauf stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Der Weg für die Patienten in die Corona-Ambulanz führt über die Hausärzte Auf keinen Fall sollen Patienten direkt ohne vorherige Anmeldung in die Fieberambulanz kommen. 

Zusammen mit der Fieberambulanz in Bad Rappenau, die am 6. April in Betrieb gegangen ist, versorgt die Einrichtung in Neckarsulm den gesamten Landkreis und die Stadt Heilbronn. Darüber hinaus stehen die Corona-Schwerpunktpraxen im Landkreis bereit. Hier bieten bestehende Arztpraxen zu bestimmten Zeiten eine Infektionssprechstunde für Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion an. Auch hier erfolgt die Anmeldung über die Hausärzte.

„Als größte Stadt im Landkreis stellen wir uns der Verantwortung und unterstützen alle erforderlichen Maßnahmen, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherzustellen“, betont der Oberbürgermeister der Stadt Neckarsulm, Steffen Hertwig. „Die Fieberambulanzen tragen auch dazu bei, die Hausarztpraxen und Krankenhäuser zu entlasten.“ 

Die medizinische Verantwortung in der Fieberambulanz Neckarsulm tragen die Hausärzte Dr. Mark Schreiner aus Neckarsulm und Dr. Martin Uellner aus Heilbronn. „Beiden Medizinern danke ich für die Bereitschaft, in dieser schwierigen Situation die Hauptverantwortung zu übernehmen“, so Steffen Hertwig.