Fieberambulanz Karlsruhe schließt ab 9. Juni

Hausärzte und Corona-Schwerpunktpraxen versorgen COVID-Patienten

Die Fieberambulanz in Karlsruhe wird ab Dienstag, 9. Juni, geschlossen. Durch die mittlerweile gute Ausstattung mit eigener Schutzausrüstung betreuen die meisten Hausarztpraxen ihre COVID-Patienten inzwischen selbst.

Zudem hat die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) für die Versorgung der Patienten flächendeckend über 200 sogenannte Corona-Schwerpunktpraxen (CSP) etabliert. Die CSP stellen definierte Zeitslots für die Untersuchung, Behandlung und Abstriche von COVID-Verdachtsfällen zur Verfügung. So ist sichergestellt, dass alle Patienten in Baden-Württemberg bei Bedarf Abstriche erhalten. 

Die KVBW reagiert mit der Schließung der Karlsruher Fieberambulanz auf die zurückgehenden Infektionszahlen. Durch die damit deutlich sinkenden Patientenzahlen sei deren weiterer Bestand nicht mehr zu rechtfertigen. Allerdings sei sie auf eine mögliche zweite Infektionswelle vorbereitet, sodass, falls erforderlich, Fieberambulanzen auch schnell wiedereröffnet werden könnten.

Sinkende Infektionszahlen

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVBW, Dr. Johannes Fechner, bedankte sich bei allen Beteiligten: „Uns ist es gelungen, innerhalb sehr kurzer Zeit mit den Fieberambulanzen eine Struktur zu schaffen, die einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, dass wir gut durch die Pandemie gekommen sind, was die Versorgung der Bevölkerung angeht. Das ist der engen Zusammenarbeit mit den Landratsämtern und Bürgermeistern, aber auch dem großen Engagement der Ärztinnen und Ärzte und des medizinischen Fachpersonals zu verdanken. Gleichzeitig konnten wir den Krankenhäusern den Rücken freihalten, damit sie ihre Kapazitäten für die schweren Fälle einsetzen können. Dafür gebührt allen Beteiligten unser herzlicher Dank!

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