Fieberambulanz Emmendingen schließt

Letzter Dienst am 12. Juni: Hausärzte und Corona-Schwerpunktpraxen übernehmen

Die Fieberambulanz in Teningen-Köndringen wird geschlossen, der letzte Dienst findet am Freitag, 12. Juni 2020, statt. Durch die mittlerweile gute Ausstattung mit persönlicher Schutzausrüstung betreuen die meisten Hausarztpraxen ihre COVID-Patienten inzwischen selbst.

Für die Praxen, die aus welchen Gründen auch immer (z. B. selbst Angehörige vulnerabler Patientengruppen), COVID-Patienten nicht versorgen können, hat die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) flächendeckend über 200 sogenannte Corona-Schwerpunktpraxen (CSP) etabliert. Die CSP stellen definierte Zeitslots für die Untersuchung, Behandlung und Abstriche von COVID-Verdächtigen zur Verfügung. So ist sichergestellt, dass alle Patienten in Baden-Württemberg bei Bedarf Abstriche erhalten.

Sinkende Infektionszahlen

Die KVBW reagiert damit auf die zurückgehenden Infektionszahlen und damit die deutlich sinkenden Patientenzahlen in der Fieberambulanz, die den weiteren Bestand nicht rechtfertigen würden. Allerdings ist sie auf eine mögliche zweite Welle vorbereitet, so dass, wenn erforderlich, die Fieberambulanz auch schnell wieder eröffnet werden könnte.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVBW Dr. Johannes Fechner bedankte sich bei allen Beteiligten: „Uns ist es gelungen, innerhalb sehr kurzer Zeit mit der Fieberambulanz eine Struktur zu schaffen, die einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, dass wir gut durch die Pandemie gekommen sind, was die Versorgung der Bevölkerung angeht. Das ist der engen Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und den Vertretern der Stadt, aber auch dem großen Engagement der Ärztinnen und Ärzte und des medizinischen Fachpersonals zu verdanken. Gleichzeitig konnten wir den Krankenhäusern den Rücken freihalten, damit sie ihre Kapazitäten für die schweren Fälle einsetzen können. Dafür gebührt allen Beteiligten unser herzlicher Dank.“

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