Ende der kostenlosen Bürgertests für jedermann ab 11. Oktober

Schwangere, Kinder und weitere Impfunfähige sowie Infizierte nach Absonderung haben weiter Anspruch auf Schnelltests

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat seine Coronavirus-Testverordnung (TestV) geändert. Wesentlichen Neuerungen ab 11. Oktober 2021: Die kostenlosen Schnelltests entfallen für die große Mehrheit der Bevölkerung. Der Vorstand und die Verwaltung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg informieren in einer aktuellen Schnellinformation an die Mitglieder der KVBW über die neuen Bestimmungen zu den Schnelltests. Unsere Abrechnungsberatung hat für Sie die Abrechnungsmerkblätter aktualisiert:

Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest nach § 4a der Testverordnung (ehemals „Bürgertest“) hat nur noch ein stark eingeschränkter Personenkreis. Wer aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus geimpft werden kann – beispielsweise Organtransplantierte unter Immunsuppression, dem räumt die Testverordnung einen Anspruch auf Ausstellung eines entsprechenden ärztlichen Zeugnisses ein, mit dem er dann seinen Testanspruch nachweisen kann (Muster Attest Impfunfähigkeit laut Coronavirus-TestV). Kinder unter zwölf Jahren behalten ebenfalls ihren Testanspruch. Für Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren gibt es eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember. Zudem definiert der neue § 4a einen Anspruch auf einen Coronatest für Personen nach behördlich angeordneter Absonderung zur Beendigung der Isolation.

  • GOP 88310B Abstrich nach § 4a TestV (PoC-Antigen-Test) Gespräch, Ergebnismitteilung, Ausstellung eines Zeugnisses, einschließlich Erstellung eines COVID-19-Testzertifikats (§ 22 Abs. 7 IfSG) → 8 Euro
  • GOP 88315 ärztliche Bescheinigung von medizinischer Kontraindikation zu COVID-19-Impfungen (§ 12 Abs. 7 TestV) → 5 Euro
  • GOP 88316 Portopauschale zur GOP 88315 (§ 12 Abs. 7 TestV) → 0,90 Euro

Präventive Tests für Praxispersonal weiterhin möglich

Die Änderung betrifft nur § 4a TestV, die ehemaligen Bürgertestungen. Für alle anderen präventiven Tests für asymptomatische Personen (§§ 2, 3, 4 und 4b TestV), übernimmt der Bund nach wie vor die Kosten. Dazu gehören beispielsweise die Tests für Kontaktpersonen, von Personen vor einer ambulanten Operation oder einem Krankenhausaufenthalt oder bei einem Ausbruch in Pflegeheimen. Ebenfalls sind die Tests von Personal in Praxen weiterhin möglich (nur Sachkosten abrechenbar!).