Corona-Impfung: Zertifikate für Auffrischimpfungen

Ausstellen über Praxissoftware demnächst möglich

Impfzertifikate für Auffrischimpfungen können Ärzte demnächst direkt aus dem Praxisverwaltungssystem heraus ausstellen. Die Softwarehersteller werden dazu kostenfrei ein entsprechendes Update bereitstellen.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat Anfang September den PVS-Herstellern, die im Sommer an der BMG-Ausschreibung für Impf- und Genesenenzertifikate teilgenommen haben, die Anforderungen an die Zertifikate für Auffrischimpfungen zur Verfügung gestellt. Die Implementierung soll unverzüglich erfolgen, hieß es.

Das entsprechende Update wird – nach der Abnahme durch das BMG – von den PVS-Herstellern bereitgestellt. Die Kosten für das Update werden vom Bund finanziert.

Alternativ kann der Impfzertifikatsservice des Robert Koch-Instituts (RKI) genutzt werden. Die Eingabe der Daten wie Name der Person, Geburtsdatum, Impfstoff, Impfdosis und Impfdatum erfolgt hier manuell, bevor der QR-Code erstellt werden kann. 

Übersicht zur Abrechnung von COVID-19-Schutzimpfungen

Die Erstellung des Zertifikats via PVS-Modul wird mit zwei Euro vergütet. Wer den RKI-Impfzertifikatsservice nutzt und die Daten händisch eingibt, erhält wegen des höheren Aufwands sechs Euro.

Eine Vergütung in Höhe von zwei beziehungsweise sechs Euro wird auch für nachträglich ausgestellte Impfzertifikate und bei Abhandenkommen einer bereits erstellten Ausfertigung gezahlt, wenn die Person in der Praxis geimpft wurde.

Arztpraxen können Impfzertifikate auch für Personen ausstellen, die sie nicht selbst geimpft haben. Dafür erhalten sie generell sechs Euro.

Quelle: KBV