Ausnahme: Ärzte dürfen nun Corona-Impfstoffe weitergeben

Gesundheitsministerium flexibilisiert Regeln für die Impfkampagne

Normalerweise ist die Weitergabe von Impfstoffen verboten. Jetzt hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Vorgaben gelockert, damit kein wertvoller Corona-Impfstoff ungenutzt bleibt oder gar verfällt. Damit ist der Weg für die Weitergabe von Corona-Impfstoffen zwischen verschiedenen Ärzten bzw. zwischen Ärzten und Impfzentren frei, sofern die Kühlkette eingehalten wird und niemand damit Geld verdient. Zu diesem Thema informiert der KVBW-Vorstand auch in einer aktuellen Schnellinformation.

Die neu gefasste „Allgemeinverfügung zur Sicherstellung der flächendeckenden Verteilung von Impfstoffen gegen COVID-19 an Arztpraxen und Betriebsärztinnen und Betriebsärzte“, die ab 15. Juli 2021 gilt, erlaubt, überschüssige  COVID-19-Impfstoffe an andere Ärzte abzugeben, die ihn zweckgemäß verwenden.

Laut der neuen Ausnahmevorschrift zur flexiblen Verteilung von Impfstoffen (Punkt 5.3) dürfen Arztpraxen, Betriebsärzte oder Impfzentren nun, Corona-Impfstoffe „ausnahmsweise an andere [...] impfbereite und in räumlicher Nähe liegende Leistungserbringer abgeben, wenn sie ihn nicht selber verimpfen können“. Damit werden nun auch kreative Impfaktionen leichter möglich.

Dabei ist sicherzustellen, dass die Impfstoffe durchgehend zuverlässig und unter Einhaltung der Transportvorgaben (vgl. Infoblätter der Hersteller zur Handhabung unten) abgegeben werden, dies gilt insbesondere für die empfindlichen mRNA-Impfstoffe. Es dürfen ausschließlich unangebrochene Vials weitergegeben werden. Wir empfehlen, eine Dokumentation der Weitergabe.

Die Ausnahmeregel gilt bis 31. Dezember 2021, sofern sie nicht vorher aufgehoben wird.