Aktuelle Störung beim Einlesen der neuesten elektronischen Gesundheitskarten (eGK 2.1, NFC-fähig)

Bei nicht lesbaren Karten erfassen Praxen die Patientendaten im Ersatzverfahren

Beim Einlesen der neuesten elektronischen Gesundheitskarten (eGK 2.1, NFC-fähig) kommt es in den Praxen derzeit häufig zu Störungen an den Kartenlesegeräten und/oder den TI-Konnektoren. Darüber informiert die gematik durch aktuelle Statusmeldungen in ihrem TI-Fachportal. Patienten benötigen eine NFC-fähige elektronische Gesundheitskarte der neuesten Generation etwa für die Nutzung des eRezepts via App.

Neustart des Kartenterminals kann helfen

Laut KBV-Informationen könnten bundesweit mehrere Millionen eGKs in Kombination mit einem Großteil der in den Praxen vorhandenen Kartenterminals betroffen sein. Werden NFC-fähige eGKs in ein bestimmtes Kartenterminal eines zugelassenen Herstellers gesteckt, kann es zu einer elektrostatischen Entladung kommen, die das Kartenterminal lahmlegt. Dies lässt sich nach bisherigen Erkenntnissen nur durch einen kompletten Neustart beheben, der jedes Mal durchgeführt werden muss, wenn die genannten Karten gesteckt worden sind. Es ist deshalb von erheblichen Verzögerungen in Ihrem Praxisablauf auszugehen.

Auch wenn Sie alle TI-Komponenten in der Praxis immer auf dem aktuellen Software- bzw. Firmwarestand halten, können Probleme beim Einlesen der eGK auftreten. Bitte setzten Sie sich in diesem Fall mit Ihrem Systembetreuer bzw. dem PVS-Hersteller in Verbindung, um Maßnahmen zur Entstörung zu ergreifen.

Zusätzlich können Sie Fehlermeldungen und Störungen direkt im Forum der gematik unter https://www.gemmunity.de/community melden.

Wenn sich die Karte nicht einlesen lässt

Sollte eine elektronische Gesundheitskarte nicht lesbar sein, müssen in einem Ersatzverfahren vom Patienten folgende Daten erhoben werden:

  • Bezeichnung der Krankenkasse
  • Name und Geburtsdatum des Versicherten
  • Versichertenart
  • Postleitzahl des Wohnorts
  • nach Möglichkeit die Versichertennummer

Der Versicherte bestätigt im Ersatzverfahren durch seine Unterschrift auf dem Abrechnungsschein (Vordruckmuster 5), dass er gesetzlich krankenversichert ist. Dies gilt nicht für das Vordruckmuster 19 (Notfalldienst).

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