Außerklinische Intensivpflege: Verordnung aus Häuslicher Krankenpflege-Richtlinie herausgelöst

Übergangsregelung bis zum 30. Oktober 2023

Patienten mit einem besonders hohen Bedarf an medizinischer Behandlungspflege haben Anspruch auf außerklinische Intensivpflege (AKI). Die AKI betrifft überwiegend die Versorgung von schwerstkranken Menschen, welche beispielsweise beatmet werden oder eine Trachealkanüle haben. Diese werden bisher nach den Regelungen der Häuslichen Krankenpflege Richtlinie (HKP-RL) versorgt. 

Zum 1. Januar 2023 wurde die AKI in eine eigenständige Richtlinie über die Verordnung von außerklinischer Intensivpflege (AKI-RL) überführt. Daher gelten für die Verordnung von AKI ab Januar 2023 neue Regelungen und Anforderungen. Über diese werden wir Sie zeitnah gesondert informieren. 

Verordnung vorerst weiterhin über Muster 12 möglich

Um aufgrund der Überleitung der Leistung vorsorglich mögliche Engpässe in der Versorgung dieser vulnerablen Patienten zu vermeiden, ist eine Übergangsregelung vorgesehen: Ärzte sollen ab Januar 2023 zwar nach den Regelungen der neuen AKI-RL verordnen, jedoch sind Verordnungen nach den Regelungen der HKP-RL auch nach dem 31. Dezember 2022 weiterhin möglich.

Im Rahmen dieser Übergangsregelung können die Verordnungen für die AKI ohne besondere Genehmigung weiterhin über die Verordnung für häusliche Krankenpflege (Muster 12) vorgenommen werden. Die Übergangsregelung gilt bis zum 30. Oktober 2023. Danach müssen alle Verordnungen außerklinischer Intensivpflege nach den neuen Regelungen erfolgen.