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DIE JAHRE 2005 BIS HEUTE

Die zweite Stufe des Modernisierungs-Gesetzes schreibt mit Wirkung ab 1. Januar 2005 die Fusion der vier regionalen KVen Nordbaden, Nord-Württemberg, Südbaden und Südwürttemberg zur Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg vor. Mit 20.000 Mitgliedern und rund 1.000 Mitarbeitern die zweitgrößte in Deutschland. Für die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten beginnt auch finanziell eine neue Zeitrechnung, denn ab 1. April 2005 gilt der neue einheitliche Bewertungsmaßstab EBM 2000plus.

 

In der großen Koalition bleibt Ulla Schmidt Gesundheitsministerin. Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt sie den Gesundheitsfonds durch. Das Prinzip: Aus dem gemeinsamen Topf der GKV-Beiträge wird an jede Kasse ein gleicher Betrag pro Versichertem ausgeschüttet. Und aus Steuermitteln sollen Zuschüsse gezahlt werden. Den Rest muss eine Honorarreform richten. Zu deren Verlierern gehören die Ärzte in Baden-Württemberg, zu den Gewinnern vor allem die neuen Bundesländer. Nach der Bundestagswahl 2009 werkelt eine neue Koalitionsregierung aus CDU/CSU und FDP mit Dr. Philipp Rösler als jüngstem Bundesgesundheitsminister weiter an einer tragfähigen Struktur der Gesetzlichen Krankenversicherung. Über Reformen wie die Einführung einer Kopfpauschale und damit die Entkopplung der Gesundheitskosten von den Arbeitskosten, wird heftig gestritten. Der Ausgang ist nach wie vor offen.

Letzte Aktualisierung: 01.06.2011