CoCare

Logo Projekt Cocare

Innovationsfondsprojekt zur Verbesserung der Pflegeheimversorgung in Baden-Württemberg

Am 1. April 2017 startet das Innovationsfondsprojekt CoCare in Baden-Württemberg unter der Leitung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. Neben allen gesetzlichen Krankenkassen sind das Zentrum für Geriatrie und Gerontologie Freiburg (ZGGF) und die Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung (SEVERA) des Universitätsklinikums Freiburg sowie die nubedian GmbH in Kooperation mit dem Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe am Projekt beteiligt.
Das Projekt wird über einen Zeitraum von drei Jahren aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert.

Zielsetzung und Inhalte des Projekts

Im Rahmen des Projekts wollen die Projektpartner Maßnahmen erproben und wissen­schaftlich untersuchen, um die ärztliche Versorgung in voll­stationären Pflege­heimen zu optimieren.

Das hauptsächliche Projektziel ist die Reduktion von vermeid­baren Krankenhaus­einweisungen und Kranken­transporten. Sie verursachen hohe Kosten im Gesundheits­wesen und stellen eine enorme Belastung für die Pflegeheim­bewohner dar.

Im Mittelpunkt stehen die intensivere Zusammen­arbeit zwischen Haus- und Fachärzten sowie den Pflege­heimen und der verbesserte Informations­fluss und Kommunikation.

Weitere Projektinhalte:
  • gemeinsame haus- und fachärztliche Visiten durch Ärzte und Pflegeheim­koordinatoren
  • Ärzteteams zur koordinierten ärztlichen Versorgung
  • fachübergreifende Fallkonferenzen
  • gemeinsame Schulungen
  • Quartals- und Jahresgespräche
  • koordiniertes Medikations- und Katheter-Management.

Gleichzeitig werden die teilnehmenden Ärzte besser für die Versorgung in den Heimen erreichbar sein.

Regionen, in denen das Projekt umgesetzt wird

Das Projekt wird ab dem 4. Quartal 2017 in den Landkreisen Böblingen, Rottweil, Ludwigsburg und dem Neckar-Odenwald-Kreis in den teilnehmenden Pflegeheimen umgesetzt. Die Teilnahme der Pflegeheime, Haus- und Fachärzte sowie Versicherten ist freiwillig und kostenlos.

Darüber hinaus werden die Landkreise Enzkreis mit der Stadt Pforzheim sowie der Zollernalbkreis als Kontrollgruppe mit regulärer Versorgung für die wissenschaftliche Evaluation in das Projekt einbezogen.

Letzte Aktualisierung: 20.03.2017