WIRTSCHAFTLICHE ÜBERLEGUNGEN BEI DER KOOPERATION
Betriebswirtschaftliche Vorteile sind bei Überlegungen zur Kooperation von entscheidender Bedeutung. Die Auswirkungen auf den Umsatz, die Kosten und den Gewinn müssen bedacht werden. Vor dem Hintergrund begrenzter finanzieller Mittel in deutschen Gesundheitswesen bleibt der Kostendruck in den Praxen bestehen und zwingt diese letztlich zu einer möglichst effizienten Leistungserbringung. Umsatzsteigerungen sind nur in bestimmten Kooperationsformen und bedingt durch RLV und weiterer Budgetierungsmaßnahmen nur in überschaubarer Höhe zu erwarten. Interessant erscheinen Kooperationen unter dem Gesichtspunkt, Umsatzausweitungen des nicht budgetierten Honorars wie z.B. der ambulanten Operationen, belegärztlichen Leistungen etc. oder der Möglichkeit, Leistungen für Privatpatienten oder Selbstzahler wie z.B. individuelle Gesundheitsleistungen anzubieten oder gar neue Felder, wie z.B. die konsiliarärztliche Tätigkeit, zu erschließen.
Interessante Kooperationsformen sollten auch auf ihr Potential zur Realisierung von Einsparpotentialen hin geprüft werden. Synergieeffekte lassen sich insbesondere bei den fixen Kosten wie Raum-, Personal und Gerätekosten als langfristige Effekte darstellen, wobei die variablen Kosten z.B. bei einer höheren Nutzungsintensität tendenziell das Einsparpotenzial reduzieren. In der Regel wird das Gesamtergebnis insbesondere bei engen Kooperationen wie Berufsausübungsgemeinschaften oder Praxisgemeinschaften positiv beeinflusst werden.
Jeder Arzt sollte sich eingehend mit seinen persönlichen Motiven zur Zusammenarbeit beschäftigen, bevor er eine Kooperation umsetzt. Konkret formulierte Ziele sind die Basis für eine erfolgreiche Kooperationsstrategie. Ihre Fragen zu den betriebswirtschaftlichen Auswirkungen einer geplanten Kooperation beantworten Ihnen die Berater des Praxisservice.
Für all das hat die KVBW Fachberater, auf deren Wissen Sie bauen können.




