Suche: 
Nur Wörter mit zwei oder mehr Zeichen werden akzeptiert (maximal 200 Zeichen). Groß- und Kleinschreibung ist irrelevant.
Ein Leerzeichen zwischen den Begriffen entspricht einem UND (+): Jeder der Begriffe muss enthalten sein.
Ein Komma zwischen den Begriffen heißt ODER: Mindestens einer der Begriffe muss enthalten sein.
Ein Minuszeichen (-), das einem Wort vorangestellt wird, heißt NICHT: Dieser Begriff darf nicht enthalten sein.
Setzen Sie mehrere Wörter in Anführungszeichen („“), wird nach der ganzen Wortgruppe in exakt dieser Reihenfolge gesucht.
Ein Sternchen (*) vor oder hinter ein Suchwort dient als Platzhalter. Die Suche erfasst alle Begriffsvariationen, die diesen Wortbestandteil enthalten.
 
Direktkontakt

HOHE QUALITÄTSANFORDERUNGEN BEIM MAMMOGRAPHIE-SCREENING (MS)

Strukturierte Programme zur Früherkennung des Mammakarzinoms eröffnen 50- bis 69-jährigen Frauen die Möglichkeit, alle zwei Jahre an einer systematischen Brustkrebsvorsorge teilzunehmen. Besondere Merkmale des Programms sind:

 

  • Die persönliche Einladung aller anspruchsberechtigten Frauen.

  • Die verpflichtende Doppelbefundung aller Mammographie-Aufnahmen.

  • Die kontinuierliche Qualitätssicherung aller Teilschritte des Mammographie-Screenings von der ersten Untersuchung bis zur interdisziplinären Besprechung vor Therapiebeginn.

Die geringe Prävalenz beim Mammographie-Screening erfordert eine besondere Qualifikation der befundenden Ärzte. Im Gegensatz zur kurativen Mammographie ist im Screening mit wenigen Verdachtsfällen bei den untersuchten Frauen zu rechnen. Zudem ist eine andere Tumorstadienverteilung zu erwarten. Diese programmtypischen Rahmenbedingungen erfordern ein anderes Vorgehen in der Interpretation von Screening-Aufnahmen. Befundende Ärzte müssen daher im regelmäßigen Turnus spezielle Fortbildungen absolvieren und Fallsammlungen beurteilen. Um darüber hinaus die erforderliche Routine bei der Befundung zu gewährleisten, ist folgende Frequenzregelung vorgesehen:

 

  • Pro Jahr muss der Arzt die Mammographien von mindestens 5.000 Frauen befunden.

  • Kann diese Forderung nicht erfüllt werden, müssen im darauf folgenden Jahr die Aufnahmen von 3.000 Frauen unter Supervision befundet werden.

  • Der Nachweis ist ein Jahr nach Aufnahme der Tätigkeit im Screening-Programm zu erbringen.

Besondere Qualifikation wird auch von den programmverantwortlichen Ärzten erwartet. Unter ihrer Anleitung und Aufsicht werden die Screening-Aufnahmen erstellt, die obligate Doppelbefundung organisiert und im Rahmen der Abklärungsdiagnostik (Assessment) die Diagnosesicherung vorgenommen. Neben speziellen Fortbildungsveranstaltungen und der regelmäßigen Beurteilung einer Fallsammlung wird von diesen Ärzten vor Aufnahme ihrer Tätigkeit im Screening-Programm eine nachgewiesene vierwöchige Tätigkeit in einem Referenzzentrum erwartet. In dieser Zeit müssen sie unter anderem die Screening-Aufnahmen von 3.000 Frauen beurteilen.

Letzte Aktualisierung: 01.06.2011