Tonsillotomie

Ambulante Teilentfernung der Gaumenmandeln

Die KVBW und ihre Vertragspartner wollen eine qualitätsgesicherte und wohnortnahe ambulante Tonsillotomie (Teilentfernung der Gaumenmandel) ermöglichen und dadurch stationäre Leistungen einsparen, die nicht notwendig sind. Ziel der Tonsillotomie-Verträge ist außerdem, die intra- und postoperative Komplikationsrate zu reduzieren und Rezidive zu vermeiden. Betroffene Kinder profitieren von der weniger risikoreichen Operation.

Um Leistungen dieses Vertrages abrechnen zu können, ist eine Genehmigung der KVBW erforderlich. Wie die Bestimmungen dazu lauten und welche Formulare Sie einreichen müssen, erfahren Sie unter Genehmigungspflichtige Leistungen.

Abrechnungsinformation Tonsillotomie-Verträge

Anästhesistische Leistungen (BKK VAG)

Die Teilentfernung der Gaumenmandel beidseitig (Tonsillotomie) ist in der Regel ergänzend zu einer Rachenmandelentfernung (Adenotomie) erforderlich. Die Tonsillotomie ist daher als Simultaneingriff zur Adenotomie (K-Leistung) zu werten. Der Narkosearzt kann somit den entsprechenden Zuschlag abrechnen.

Anästhesistische Leistungen, die im Rahmen einer Tonsillotomie (GOP 99550) erbracht werden, können Anästhesisten mit der GOP 31822T oder bei gleichzeitiger Erbringung der Adenotomie mit der GOP 31823T abrechnen.

Alle weiteren in Zusammenhang mit der erbrachten Tonsillotomie stehenden anästhesiologischen Leistungen können unter Kennzeichnung der jeweiligen GOP mit dem Buchstaben „T“ durch den Anästhesisten abgerechnet werden. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär entsprechend EBM. Materialen der Anästhesie sind über den Sprechstundenbedarf zu beziehen.

Hinweis: Die BARMER GEK, die AOK BW und die SBK vergüten die Leistungen des Facharztes für Anästhesiologie gemäß den in Anlage 5 des Vertrages aufgeführten Abrechnungs­positionen.

Letzte Aktualisierung: 11.07.2017