Verbandstoffe und Teststreifen

Rational und günstig verordnen

Verbandstoffe

Zu den Verbandstoffen zählt eine schier unüberschaubare Menge an Produkten. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie formal zulasten der GKV verordnet werden können, wenn sie zur Versorgung einer behandlungsbedürftigen Wunde medizinisch notwendig sind. Die Verordnung erfolgt wie bei Arzneimitteln auf Muster 16 ohne Diagnoseangabe, die Kosten fließen ins Arzneimittel-Richtgrößenvolumen ein.

Die Auswahl geeigneter Verbandstoffe erfolgt immer unter ärztlicher Kontrolle und unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit, das heißt die Kosten und medizinisch-praktische Aspekte (z. B. Verbandswechsel-Intervalle, Exsudatmanagement, Förderung der Wundheilung und Vor-/Nachteile in der Handhabung) müssen im Einzelfall gegeneinander abgewogen werden.

Zu den Hauptgruppen der Verbandstoffe zählen

  • Hydrokolloidverbände
  • wirkstofffreie Hydrogele
  • Alginatkompressen
  • Schaumstoffverbände
  • Saugkompressen
  • antimikrobielle Wundauflagen
  • Fettgazen
  • sterile und unsterile Folien.

Preisliste

Um Ihnen einen Überblick über das aktuelle Preisgefüge von verschiedenen Verbandstoffen zu ermöglichen, stellen wir Ihnen eine (nicht abschließende!) Preisliste zur Verfügung.

Hauptindikationen, bei denen die Lokaltherapie chronischer Wunden erforderlich sein kann, sind

  • die chronisch-venöse Insuffizienz
  • arterielle Durchblutungsstörungen
  • diabetische Folgeschäden (z. B. diabetischer Fuß) und
  • Druck-/Dekubitalulzera.

Teststreifen

Harn- und Blutteststreifen nehmen im Bereich der GKV eine Sonderrolle ein, denn sie werden formal wie Arzneimittel (Muster 16 ohne Diagnoseangabe) verordnet (nicht als Hilfsmittel), sind aber von der Zuzahlung befreit. Falls medizinisch notwendig können sie in der erforderlichen Menge zulasten der GKV verordnet werden. Die Kosten fließen in das Arzneimittel-Richtgrößenvolumen ein.

Bei nicht-insulinbedürftigen Typ-2-Diabetikern sind Blutzucker-Teststreifen nur noch bei instabiler Stoffwechsellage verordnungsfähig (bis zu 50 Teststreifen je Behandlungs­situation). Diese kann gegeben sein bei interkurrenten Erkrankungen, Ersteinstellung auf oder Therapie­umstellung bei oralen Antidiabetika mit hohem Hypoglykämie­risiko.

Letzte Aktualisierung: 24.05.2016
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