Praxisbesonderheiten

Diagnosen mit Sonderrolle im Richtgrößen-Prüfverfahren

Praxisbesonderheiten sind Heilmittel für schwer kranke Patienten, die in der Regel für einen begrenzten Zeitraum, jedoch in intensivem Ausmaß, notwendig sind. Sie lösen hohe Verordnungskosten aus, die in der Vergangenheit vielfach das Richtgrößen­volumen des verordnenden Arztes überschritten, verbunden mit einem entsprechenden Regressrisiko. Seit 2013 ist das Risiko eines Regresses bei den Praxisbesonderheiten nur noch theoretisch gegeben.

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben eine Liste von Diagnosen vereinbart, die bundesweit als Praxisbesonderheiten anerkannt sind. Welche Diagnosen mit entsprechenden ICD-10-Codes und Indikationsschlüsseln den Praxisbesonderheiten zuzuordnen sind, geht aus der tabellarischen Anlage zur Heilmittel-Richtgrößenvereinbarung hervor.

Diagnosenkatalog Heilmittel-Praxisbesonderheiten

Heilmittel-Praxisbesonderheiten der Vorjahre finden Sie unter Verträge von A – Z.

Informationen zum Verfahren bezüglich der Praxisbesonderheiten 2009 bis 2012 können Sie nachlesen in den Heften 11, 13, 16 und 21 unserer Publikation Verordnungsforum.

Sonderausgabe Verordnungsforum

Die Regelungen gelten bundesweit seit dem 1. Januar 2013. Als sie in Kraft getreten sind, haben wir zum besseren Verständnis eine Sonderausgabe unserer Publikation Verordnungsforum veröffentlicht:

Indikationsschlüssel und ICD-10-Kodierung

Sämtliche Heilmittelverordnungen, die als Praxisbesonderheiten anerkannt sind, muss die Prüfstelle von Ihren Verordnungskosten abziehen, bevor sie ein Prüfverfahren einleitet. Wichtig ist, dass Sie neben einem exakten Indikations­schlüssel die Diagnose ICD-10-kodiert auf dem Rezept angeben. Nur so lassen sich Verordnungen als Praxis­besonderheiten identifizieren. Seit Juli 2014 muss der ICD-10-Code auf allen Heilmittel­­verordnungen angegeben werden, auch wenn es sich nicht um eine Praxisbesonderheit oder Langfristverordnung handelt.

Letzte Aktualisierung: 22.12.2016