Terminservicestelle (TSS)

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Wissenswertes für die Praxis zu unserem eTerminservice

Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben zum 23. Januar 2016 Terminservicestellen eingerichtet. Dies hat der Gesetzgeber mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) festgelegt (§ 75 Abs. 1a SGB V). Aufgabe der Terminservicestellen ist es, gesetzlich Krankenversicherten mit einer dringenden Überweisung zum Facharzt einen Termin zu vermitteln. Seit 1. April 2017 müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen den Patienten auch freie Termine bei Psychotherapeuten vermitteln.

Das regelt der Paragraf unter anderem:

  • Terminvermittlung innerhalb einer Woche
  • Überweisung als Voraussetzung
    (Ausnahme: Augen- und Frauenärzte sowie Psychotherapeuten)
  • Wartezeit bis zum Termin maximal vier Wochen
    (Ausnahme: Routineuntersuchungen und Bagatellerkrankungen)
  • kein Anspruch auf Termin bei einem bestimmten Arzt oder Therapeuten („Wunscharzt“)
  • zumutbare Entfernung
  • Behandlungstermin im Krankenhaus, falls fristgerechte Terminvermittlung scheitert

Neues Benachrichtigungssystem ab 1. Mai

Rückmeldung über Termine, die unsere Terminservicestelle an Patienten vergeben hat, erhalten Praxen ab 1. Mai 2017 automatisiert aus der Software eTerminservice. Wichtig für Fachärzte und Psychotherapeuten: Bitte richten Sie in Ihrem Praxis­profil unbedingt einen Benachrichtigungs­k­anal (E-Mail oder Fax) ein. Die bisherige manuelle Fax-Benachrichtigung bei TSS-Terminbuchungen  entfällt.

Was Fachärzte & Psychotherapeuten wissen müssen:

  • Bitte nutzen Sie das Webportal eTerminservice der KVen, um Termine einzutragen, die Sie für Patienten freihalten, die sich an unseren Terminservice wenden (Richtwert: mindestens drei Termine pro Arzt und Woche, bei Psychotherapeuten 50 Minuten Sprechstunde pro Woche, 50 Minuten Akutbehandlung pro Monat.) In Ausnahmefällen können Sie uns Termine auch per E-Mail oder Fax melden.
  • Zugangsdaten für den eTerminservice der KVen liegen für Sie im Dokumentenarchiv im Mitgliederportal der KVBW bereit (Aktentyp: Zugangsdaten), siehe auch FAQ Wie ist der eTerminservice zu erreichen?.
  • Terminmangel kann teuer werden. Gelingt es nicht, fristgerecht Termine an die Patienten zu vermitteln, verlangt der Gesetzgeber die ambulante Versorgung durch das Krankenhaus, bezahlt von den niedergelassenen Fachärzten.
  • Patienten der Terminservicestelle sind wie sonstige Patienten zu behandeln und werden gleichermaßen honoriert (keine extrabudgetäre Vergütung).
  • Ab 1. April 2017 vermittelt der Terminservice auch Psychotherapeuten-Termine.

Antworten auf die häufigsten Fragen zum eTerminservice finden Sie unter FAQ.

Was Überweiser wissen müssen:

  • Sie entscheiden, ob eine Überweisung dringlich ist!
  • Verschiebbare Untersuchungen sind insbesondere
    • Früherkennungsuntersuchungen
    • Verlaufskontrollen bei medizinisch nicht akuten Erkrankungen
    • Untersuchungen zur Feststellung der körperlichen oder psychischen Leistungsfähigkeit.
  • Eine Bagatellerkrankung liegt vor, wenn ein Zuwarten von mehr als vier Wochen hingenommen werden kann.
  • Der Überweisende macht auf der Überweisung durch das Aufbringen eines Überweisungscodes deutlich, ob es sich um eine dringliche Überweisung handelt.
  • Die Überweisungscode-Etiketten können Sie bei uns per E-Mail anfordern. (Hinweis: Den Aufkleber oben links auf den Bögen mit den Überweisungscodes bitte nicht verwenden. Er gibt das Gültigkeitsdatum an.)

Direktkontakt

eTerminservice (Kontakt für Ärzte)
0711 7875-3960
eTerminservice (Kontakt für Psychotherapeuten)
0711 7875-3949
Letzte Aktualisierung: 31.05.2017