Terminservicestelle (TSS)

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Wissenswertes für die Praxis zu unserem eTerminservice

Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben zum 23. Januar 2016 Terminservicestellen eingerichtet. Dies hat der Gesetzgeber mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) festgelegt (§ 75 Abs. 1a SGB V). Aufgabe der Terminservicestellen ist es, gesetzlich Krankenversicherten mit einer dringenden Überweisung zum Facharzt einen Termin zu vermitteln.

Das regelt der neue Paragraf unter anderem:

  • Terminvermittlung innerhalb einer Woche
  • Überweisung als Voraussetzung
    (Ausnahme: Augen- und Frauenärzte)
  • Wartezeit bis zum Termin maximal vier Wochen
    (Ausnahme: Routineuntersuchungen und Bagatellerkrankungen)
  • kein Anspruch auf Termin bei einem bestimmten Arzt („Wunscharzt“)
  • zumutbare Entfernung
  • Behandlungstermin im Krankenhaus, falls fristgerechte Terminvermittlung scheitert

Was Fachärzte wissen müssen:

  • Bitte nutzen Sie das Webportal eTerminservice der KVen, um Termine einzutragen, die Sie für Patienten freihalten, die sich an unseren Terminservice wenden (Richtwert: mindestens drei Termine pro Arzt und Woche). In Ausnahmefällen können Sie uns Termine auch per E-Mail oder Fax melden.
  • Zugangsdaten für den eTerminservice der KVen liegen für Sie im Dokumentenarchiv im Mitgliederportal der KVBW bereit (Aktentyp: Zugangsdaten).
  • Terminmangel kann teuer werden. Gelingt es nicht, fristgerecht Termine an die Patienten zu vermitteln, verlangt der Gesetzgeber die ambulante Versorgung durch das Krankenhaus, bezahlt von den niedergelassenen Fachärzten.
  • Patienten der Terminservicestelle sind wie sonstige Patienten zu behandeln und werden gleichermaßen honoriert (keine extrabudgetäre Vergütung).
  • Vorerst vermittelt der Terminservice noch keine Psychotherapeuten-Termine. Das ist erst dann vorgesehen, wenn die psychotherapeutische Sprechstunde etabliert ist.

Antworten auf die häufigsten Fragen zum eTerminservice finden Sie unter FAQ.

Was Überweiser wissen müssen:

  • Sie entscheiden, ob eine Überweisung dringlich ist!
  • Verschiebbare Untersuchungen sind insbesondere
    • Früherkennungsuntersuchungen
    • Verlaufskontrollen bei medizinisch nicht akuten Erkrankungen
    • Untersuchungen zur Feststellung der körperlichen oder psychischen Leistungsfähigkeit.
  • Eine Bagatellerkrankung liegt vor, wenn ein Zuwarten von mehr als vier Wochen hingenommen werden kann.
  • Der Überweisende macht auf der Überweisung durch das Aufbringen eines Überweisungscodes deutlich, ob es sich um eine dringliche Überweisung handelt.
  • Die Überweisungscode-Etiketten können Sie bei uns per E-Mail anfordern. (Hinweis: Den Aufkleber oben links auf den Bögen mit den Überweisungscodes bitte nicht verwenden. Er gibt das Gültigkeitsdatum an.)

Direktkontakt

eTerminservice (Kontakt für Ärzte)
Letzte Aktualisierung: 09.08.2016