FAQ Psychotherapie-Reform

Antworten auf häufige Fragen

Akutbehandlung ist eine zeitnahe, psychotherapeutische Intervention zur kurzfristigen Verbesserung der Symptomatik und strebt keine umfassende Bearbeitung der zugrundeliegenden ätiopathogenetischen Einflussfaktoren an.

Nicht zwingend gefordert, aber aus berufs- und haftungsrechtlicher Sicht ist die somatische Abklärung im Rahmen der Behandlung unbedingt zu empfehlen.

Nach Ablauf des aktuellen Quartals, in dem die letzte Akutbehandlung stattfand, plus drei weitere Quartale. 

Ja. Es kann eine Kurzzeittherapie oder eine Langzeittherapie beantragt werden. Die Sitzungen der Akutbehandlung sind auf das Therapiekontingent einer Richtlinientherapie anzurechnen.

Bei Therapeutenwechsel kann neu begonnen werden, entweder mit Akutbehandlung oder Probatorik (Psychotherapeutische Sprechstunde muss nicht beim selben Therapeuten stattgefunden haben). Die bisher erfolgte Akutbehandlung bei einem Kollegen bleibt unberücksichtigt.

Sofern keine „Rezidivprophylaxe“ angezeigt wurde, ist grundsätzlich ein neuer Antrag zu stellen (ggf. Einzelfallentscheidung der Krankenkasse.) Eine notwendige erneute Therapie ist gutachterpflichtig zu beantragen.

Bei der Kurzzeittherapie erhält lediglich der Patient die Bewilligung der Kasse. Wir empfehlen die Vorlage der Bewilligung durch den Patienten. Allerdings wird bei Nichtgenehmigung einer Kurzzeittherapie sowohl der Patient als auch der Therapeut von der Krankenkasse informiert.

Grundsätzlich gelten Anträge nach Ablauf einer Drei-Wochen-Frist auch ohne Bescheid als bewilligt.

 Ja, wie bisher. Eine erneute Kurzzeittherpie innerhalb von zwei Jahren ist gutachterpflichtig. Das erste Kontingent der Langzeittherapie (Erstantrag oder Umwandlungsantrag) ist immer gutachterpflichtig. Bei Fortführungsanträgen entscheidet die Kasse, ob sie einen Bericht an den Gutachter möchte. Eventuelle Leistungen der Rezidivprophylaxe bleiben unberücksichtigt, das heißt die Zwei-Jahres-Frist beginnt mit der letzten der Krankenkasse als Therapieende gemeldeten Sitzung vor der Rezidivprophylaxe.

Die Genehmigung der Krankenkasse ist grundsätzlich abzuwarten. Es können allerdings die verbleibenden probatorischen Sitzungen bis zum Vorliegen der Genehmigung abgerechnet werden.

Der Konsiliarbericht kann bereits in den Psychotherapeutischen Sprechstunden angefordert werden. Die Kasse benötigt den Konsiliarbericht bei der ersten Antragstellung KZT oder LZT, insgesamt also ein Mal.

Der Wortlaut „in besonderen Fällen“ ist in der neuen Richtlinie entfallen. Es gibt jetzt nur noch zwei Bewilligungsschritte. Im Übrigen können weiterhin auch Kontingente über die Höchstgrenze beantragt werden, wenn dies notwendig ist.

Das ist auf dem Antrag PTV 1 und PTV 2 nicht vorgesehen. Die Teilnehmerzahl für Gruppen wurde für alle Verfahren auf drei bis neun Teilnehmer festgesetzt.

Bei Einbeziehung der Bezugsperson ist die Einzeltherapiesitzung anzusetzen. Erfolgt die Einbeziehung der Bezugsperson im Rahmen der Gruppenbehandlung, ist die Gruppennummer abzurechnen (jeweils mit „B”-Kennzeichnung).

Die Formulare sind wie gewohnt beim Kohlhammer Verlag zu beziehen und müssen vom Therapeuten aktiv bestellt werden.

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Derzeit nein, unabhängig von der Prüfung sind die psychotherapeutischen Sprechstunden verpflichtend vorzuhalten. Bei Nichteinhaltung der Sprechstunden sind disziplinarische Maßnahmen grundsätzlich möglich.

Hier muss nichts zusätzlich angeboten werden. Es bleibt bei den 100 Minuten für den Anstellenden (voller Versorgungsauftrag).

Derzeit nein. Ab dem 1. April 2018 sind Psychotherapeutische Sprechstunden vor einer anschließenden Behandlung (Akutbehandlung, Probatorik oder Richtlinien-Psychotherapie) verpflichtend durchzuführen, jedoch nicht zwingend beim selben Therapeuten.

Unabhängig davon sind ab 1. April  2017 Psychotherapeutische Sprechstunden anzubieten.

Ab dem 1. April 2018: Im Quartal der ersten Behandlung und/oder den drei vorherigen Quartalen, müssen insgesamt mindestens 50 Minuten Psychotherapeutische Sprechstunde erfolgt sein.

Die begrenzte Zahl der Psychotherapeutischen Sprechstunden bezieht sich auf den jeweiligen Therapeuten. Es besteht für den Therapeuten  keine Pflicht der Kontrolle von bisher durchgeführten Sprechstunden.

Für Erwachsene sind maximal drei Psychotherapeutische Sprechstunden (Einheit von mindestens 25 Minuten, insgesamt 150 Minuten im Krankheitsfall) vorgesehen. Für Kinder- und Jugendliche sind maximal fünf Psychotherapeutische Sprechstunden (Einheit von mindestens 25 Minuten, insgesamt 250 Minuten im Krankheitsfall) vorgesehen.

In diesen Fällen wären die ICD Z70 bis Z76 (z. B. Z71 „Person mit Furcht vor Krankheit, bei der keine Diagnose gestellt wird”)  jeweils als gesicherte Diagnose (G) einschlägig. Grundsätzlich sind auch Verdachts- oder Ausschlussdiagnosen denkbar.

Grundsätzlich nein, ggf. sind weitere Betriebsstätten beim Zulassungsausschuss zu beantragen.

Eine bereits begonnene Probatorik kann auch nach dem 1. April nach den bisher geltenden Regelungen (5 Sitzungen für TP und VT, 8 für AP) beendet werden. Demnach wäre auch nach vier probatorischen Sitzungen im März eine weitere Sitzung im April möglich.

Der Antrag kann frühestens gestellt werden, wenn die zweite probatorische Sitzung terminiert ist (besser: nach Durchführung der zweiten Sitzung.)

Bei Kurz- und Langzeitzeittherapien, die vor dem 1. April 2017 beantragt wurden, gelten die „alten” Regelungen (Richtlinie und Psychotherapievereinbarung).

Soll eine vor dem 1. April 2017 beantragte Kurzzeittherapie ab dem 1. April 2017 in eine Langzeittherapie umgewandelt werden, gelten für die LZT die neuen Regelungen.

Bei der Fortführung einer vor dem 1. April 2017 beantragten Langzeittherapie kann ab dem 1. April 2017 die Höchstgrenze der für das Verfahren vorgesehenen Sitzungskontingente nach den neuen Vorgaben beantragt werden.

Für Richtlinientherapie ist keine Vertretung möglich. Bei vertretungsbegründender Abwesenheit muss die Vertretung zur psychotherapeutischen Sprechstunde und Erreichbarkeit durch einen entsprechend qualifizierten Vertreter sichergestellt und auf diesen verwiesen werden.

Leistungen des Fachgruppenkapitels inklusive Gesprächsleistungen und Psychotherapeutische Sprechstunde. Inwieweit Akutbehandlung erbringbar ist, kommt auf die Notwendigkeit der Erbringung im Vertretungsfall an.

Ja. Die Meldung der Vertretung bei Urlaub, Krankheit, Mutterschaft und Wehrübung erfolgt über die Sammelerklärung (Punkt 2 und 3). Ab dem 8. Abwesenheitstag ist die Abwesenheit mittels der Abwesenheits-/Vertretermeldung der KVBW anzuzeigen.

Dokumente zum Download

Nein, da bei Richtlinientherapie keine Vertretung möglich ist. Die Vertretung erfolgt ausschließlich bei psychotherapeutischer Sprechstunde und Akutbehandlung.

Die Meldung der telefonischen Erreichbarkeit ist obligat.

Ja, die telefonische Erreichbarkeit wird über die LANR des jeweiligen Praxispartners gemeldet und erscheint somit für jeden gesondert in der Arztsuche der KVBW.

Bitte melden Sie uns auf freiwilliger Basis 50 (25) Min. pro Monat für die Psychotherapeutische Akutbehandlung bei einem vollen (hälftigen) Versorgungsauftrag über die eTerminservice-Software.

Die Notwendigkeit der Akutbehandlung innerhalb des Vier-Wochen-Terminfensters wird durch das Aufbringen eines Code-Aufklebers auf dem Formular PTV11 gegenüber der Terminservicestelle (TSS) kenntlich gemacht.

Ja – selbstverständlich kann der Therapeut, bei dem der Patient in der Sprechstunde war, eine gegebenenfalls erforderliche Akutbehandlung auch selbst durchführen.

Die Terminmeldung erfolgt über die eTerminservice-Software. Eine Benutzeranleitung finden Sie unten.

Ja – bitte melden Sie der Terminservicestelle nicht wahrgenommene Termine (egal ob entschuldigt oder unentschuldigt).

Direktkontakt

eTerminservice (Kontakt für Psychotherapeuten)
0711 7875-3949

Die benötigten Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) finden Sie als PDF-Dokument im Dokumentenarchiv im KVBW-Mitgliederportal (Aktentyp: Zugangsdaten). Bitte bewahren Sie die Zugangsdaten für den eTerminservice an einem sicheren Ort auf – diese berechtigen auch für die spätere Nutzung des Kommunikationskanals KV-Connect.

So finden Sie Ihre Zugangsdaten:

 

  1. Melden Sie sich wie gewohnt am Mitgliederportal der KVBW an.
  2. Wählen Sie im Menü den Unterpunkt „Dokumentenarchiv“ aus.
  3. Wählen Sie den Aktentyp „Zugangsdaten“ aus und klicken Sie ohne Eingabe von BSNR und Quartal auf „Suchen“.
  4. Klicken Sie das generierte Suchergebnis an.
  5. In der Akte „Zugangsdaten“ klicken Sie das PDF-Dokument (rotes Symbol) an.
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Letzte Aktualisierung: 17.03.2017