Schutzimpfungs-Richtlinie: Neufassung seit 14. Februar 2015 in Kraft

Änderungen bei HPV, Pneumokokken und Hepatitis A

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die überarbeiteten Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission STIKO von August 2014 in die Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) übernommen. Folgende Regelungen in der Neufassung der Schutzimpfungs-Richtlinie sind für Sie relevant:

  • Das empfohlene Impfalter für die HPV-Impfung wurde auf 9 bis14 Jahre vorverlegt, das heißt die Impfung ist bereits ab 9 Jahren GKV-Leistung. (Eine Nachholimpfung ist jedoch zulasten der GKV möglich, wenn die Impfserie bis 17 Jahre begonnen und spätestens innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen wird.)
  • Im Alter von 9 bis 13 bzw. 9 bis 14 Jahren (je nach Impfstoff) sollen routinemäßig nur noch zwei HPV-Impfdosen (im Abstand von 6 Monaten) verabreicht werden.
  • Bei den Pneumokokken wurden Lebererkrankungen und Cochlea-Implantate als neue Indikationen für eine Indikationsimpfung aufgenommen.
  • Die Arbeitgeber-Indikationen für die Impfungen gegen Hepatitis A, Masern, Mumps, Pertussis und Röteln wurden erweitert (und im Gegenzug berufliche GKV-Indikationen geschmälert).
  • Darüber hinaus wurde klargestellt, dass die Meningokokken-B-Impfung derzeit keine GKV-Leistung ist.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie im Verordnungsforum 34, das im April 2015 verschickt wird.