Geänderte Abrechnungsrichtlinien gelten ab April 2015

Notfalldienst: Pseudo-GOP sichert Anspruch auf Fördergeld

Bei fehlender Inanspruchnahme (keine Leistung im Notfalldienst erbracht und abgerechnet) sind diensttuende Ärzte ab April 2015 verpflichtet, einen Pseudo-Abrechnungsfall anzulegen, um eine Förderung gemäß den Regelungen der Notfalldienst-Ordnung zu bekommen.

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg hat in ihrer Sitzung vom 25. Februar 2015 eine entsprechende Anpassung der Abrechnungsrichtlinien mit Wirkung zum 1. April 2015 beschlossen. So lässt sich die Förderung gemäß Notfalldienst-Ordnung auch für Notfalldienste ohne Inanspruchnahme des Arztes automatisiert berechnen und unmittelbar über den Honorarbescheid auszahlen. Bislang konnten betroffene Ärzte ihren Anspruch nur im Widerspruchsverfahren mit entsprechendem Aufwand und Verzögerung geltend machen.

Einfache Lösung durch Abrechnung eines Pseudo-Falls

Sollte also der seltene Fall auftreten, dass Sie als diensttuender Arzt während eines Notfalldienstes nicht von Patienten in Anspruch genommen werden, legen Sie einen Pseudo-Abrechnungsfall unter Verwendung des Musters 19a der Vordruckvereinbarung mit folgenden Angaben an:

  • eigene Personalien (Angabe von Vorname, Name, Geburtsdatum und PLZ)
  • Kostenträger AOK BW
  • GOP 99999 mit ICD UUU und Uhrzeit des Dienstbeginns

Ohne die Erstellung eines solchen Pseudo-Abrechnungsfalles entfällt der Anspruch auf Förderung gemäß den Regelungen der NFD-O.

Die aktuelle Fassung der Abrechnungsrichtlinie finden Sie unten.

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