Ab 1. Oktober 2017: Elektronische Gesundheitskarten der ersten Generation nicht mehr einlesbar

Kartengeneration „G1“ der eGK mittlerweile ungültig

Elektronische Gesundheitskarten (eGK) der Generation 1 – so genannte „G1“ eGK – sind mittlerweile ungültig. Das hat die Gesellschafterversammlung der gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte) mit Wirkung zum 1. Juli 2017 beschlossen. Nach Aussage der Krankenkassen sind keine bzw. nur noch sehr wenige eGK dieser Kartengeneration im Umlauf.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat alle Praxisverwaltungssystem-Hersteller daher aufgefordert, ihre Systeme so anzupassen, dass „G1“ eGK ab 1. Oktober 2017 nicht mehr eingelesen werden können. Ab diesem Zeitpunkt dürfen nur noch eGK der Generationen 1 plus und 2 eingesetzt werden.

Was bedeutet diese Anpassung für Sie in der Praxis?

Ab 1. Oktober 2017 können Versichertenstammdaten nur noch dann über ein Kartenlesegerät in Ihr Praxisverwaltungssystem (PVS) eingelesen werden, wenn die Versicherten im Besitz einer „G1 plus“ oder „G2“ eGK sind. „G1“ eGK können nicht mehr eingelesen werden.

Das bedeutet allerdings nicht, dass betroffene Patienten kein gültiges  Versichertenverhältnis mehr haben.

Hinweis: Der Aufdruck „G1“ oben rechts auf der eGK ist kein eindeutiges Indiz dafür, dass die Karte der Generation 1 entstammt. Karten der Generation 1 plus enthalten ebenfalls nur den Aufdruck „G1“.

Was ist zu tun, wenn ein Patient eine „G1“ eGK vorlegt?

Wenn Ihr PVS Sie darauf hinweist, dass die eingelesene eGK ungültig ist bzw. nicht zur Abrechnung verwendet werden darf, sollten Sie den Patienten auf die Ungültigkeit seiner Karte hinweisen und ihn bitten, sich schnellstmöglich an seine Krankenkasse zu wenden, um eine neue eGK zu beantragen.

Anschließend können Sie das Ersatz­verfahren anwenden, also die  Versicherten­stamm­daten manuell erfassen. In diesen so genannten „G1 eGK Fällen“ ist nicht erforderlich, dass die Patienten eine gültige eGK oder einen Anspruchsnachweis nachreichen.