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FAQ - HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

An dieser Stelle haben wir Antworten auf häufig gestellte Fragen (Frequently Asked Questions) für Sie zusammengestellt. Wählen Sie eine Kategorie aus, um sich alle Fragen zu einem bestimmten Themenbereich anzeigen zu lassen. Gleichzeitig können Sie innerhalb unserer FAQs auch nach bestimmten Stichwörtern suchen.

 

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Was ist eine Arzneimittelvereinbarung?Details

Jedes Jahr treffen die Verbände der (gesetzlichen) Krankenkassen und die Ersatzkassen mit der Kassenärztlichen Vereinigung eine Arzneimittelvereinbarung auf Landesebene für das jeweils folgende Kalenderjahr. Nach § 84 Abs. 1 SGB V wird damit die Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung mit Arznei- und Verbandmitteln gewährleistet.

Vereinbart werden unter anderem

  • ein Ausgabenvolumen für die insgesamt von Vertragsärzten nach § 31 SGB V veranlassten Leistungen,
  • Versorgungs- und Wirtschaftlichkeitsziele und konkrete, auf die Umsetzung dieser Ziele ausgerichtete Maßnahmen, insbesondere Verordnungsanteile für Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen im jeweiligen Anwendungsgebiet (Zielvereinbarungen) und
  • Kriterien für Sofortmaßnahmen zur Einhaltung des vereinbarten Ausgabenvolumens innerhalb des laufenden Kalenderjahres.

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Arzneimittelvereinbarung 2014

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Was sind Zielvereinbarungen?Details

Im Jahr 2007 vereinbarten Krankenkassen und KV in Baden-Württemberg erstmalig Zielvereinbarungsgruppen. Es wurden Wirkstoffgruppen definiert, in denen durch die Verordnung vereinbarter Leitsubstanzen Einsparpotentiale zu erzielen sind. Im Lauf der Jahre wurden die Gruppen sukzessive angepasst oder erweitert.

Derzeit gelten in Baden-Württemberg 16 verschiedene Zielvereinbarungsgruppen, die sich hinsichtlich der Art der Zielerreichung unterscheiden. Dabei werden drei verschieden Regelungsarten unterschieden (Leitsubstanzquotenregelung, Mindestquotenregelung, Höchstquotenregelung).


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Arzneimittelvereinbarung 2014

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Was ist ein Zielwert?Details

Der Zielwert gibt innerhalb einer Zielvereinbarungsgruppe einen vordefinierten Schwellenwert an, den der Vertragsarzt – abhängig von der Regelungsart – über- oder unterschreiten sollte. Bei der  Leitsubstanzquotenregelung sowie die Mindestquotenregelung sollte der Zielwert erreicht oder überschritten werden. Im Gegensatz dazu sollte der Zielwert bei den Höchstquotenregelungen unterschritten werden.

Ausgedrückt wird der Zielwert als prozentualer DDD-Anteil (defined daily dose) – siehe Dokument unten.

Um weiterhin Spielraum für Verordnungen anderer Wirkstoffe zu haben, beträgt der Zielwert in keinem Fall 100 Prozent.


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Verordnungsstatistiken – Alles Wissenswerte rund um Ihre Daten

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Was ist eine Leitsubstanzquotenregelung?Details

Bei dieser Regelungsart werden für die Zielvereinbarungsgruppe Leitsubstanzen definiert, die die Ärzte gegenüber den anderen Substanzen dieser Gruppe favorisieren sollen. Die Gruppe gilt als erreicht, sobald der vorgegebene Zielwert eingehalten oder überschritten wird.

Beispielhaft sei die Gruppe der Statine erwähnt. Die Wirkstoffe Simvastatin oder Pravastatin müssen in der Gruppe der Statine mindestens einen DDD-Anteil von 87 Prozent ausmachen. So wird eine kostengünstige und evidenzbasierte Therapie gefördert sowie bei gegebener Indikation die Wirtschaftlichkeit der Verordnung gesichert.

Verordnungen von Wirkstoffen, die medizinisch und hinsichtlich ihrer Kosten mit den Leitsubstanzen vergleichbar sind, werden nicht zu Lasten des Arztes bewertet.


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Was ist eine Mindestquotenregelung?Details

Bei dieser Regelungsart wird für die Zielvereinbarungsgruppe eine Kenngröße (zum Beispiel Generikaanteil von oralem Morphin, Hydromorphon und Oxycodon bei oralen Opioiden) definiert. Der Vertragsarzt sollte so verordnen, dass innerhalb dieser Gruppe der Zielwert der Kenngröße nicht unterschritten wird.


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Was ist eine Höchstquotenregelung?Details

Bei dieser Regelungsart wird für die Zielvereinbarungsgruppe eine Kenngröße definiert, deren Verordnungsanteil auf einen prozentualen Höchstwert begrenzt sein soll. Der Vertragsarzt sollte so verordnen, dass innerhalb der Zielvereinbarungsgruppe der Zielwert der Kenngröße nicht überschritten wird.

Beispielhaft sei die Gruppe „Renin-Angiotensin-System“ Monopräparate genannt, bei der Sartane und Aliskiren nur bis zu einer Höchstquote von 20 Prozent verordnet werden dürfen.


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Was versteht man unter den Begriffen Richtgröße/Richtgrößenvolumen?Details

Die Arzneimittelrichtgröße bzw. die Heilmittelrichtgröße errechnet sich aus den Jahresausgaben einer Fachgruppe dividiert durch die Behandlungsfallzahl und wird getrennt für Mitglieder/Familienangehörige (M/F) sowie Rentner (R) ermittelt. Die Richtgröße wird vor Beginn eines neuen Jahres veröffentlicht und berechnet sich aus den zu diesem Zeitpunkt aktuell vorliegenden Verordnungsdaten.

Das Richtgrößenvolumen ist das Geldvolumen welches die Vertragsarztpraxis zur Verordnung von Arznei- und Verbandmittel zur Verfügung hat. Es errechnet sich aus der Behandlungsfallzahl multipliziert mit der jeweiligen Richtgröße der Praxis.

Es fließen nur ambulant kurative Fälle ein. Reine Vorsorgefälle (z. B. Impfung) werden nicht berücksichtigt.

Die Definition der Fallzahlen, die im Verordnungsbereich relevant sind, werden im Dokument „Verordnungsstatistiken: Alles Wissenswerte rund um Ihre Daten“ (siehe unten) beschrieben.


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Verordnungsstatistiken – Alles Wissenswerte rund um Ihre Daten


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Was versteht man unter Prüfgruppe/Vergleichsgruppe?Details

Um das Verschreibungsverhalten einer Arztpraxis beurteilen zu können, werden adäquate Vergleichspraxen benötigt. Je nach Analysetiefe (also je nachdem, wie differenziert man einzelne Verordnungsgebiete betrachtet), werden unterschiedliche Anforderungen an eine Vergleichsgruppe gestellt.

Die KVBW ist dazu übergegangen, die einzelnen Fachgruppen in weitere Prüfgruppen (PGR, synonym Vergleichsgruppe) zu unterteilen. Dort sind Vertragsärzte zusammengefasst, die vom Leistungsspektrum miteinander vergleichbar sind.

 


Jede Praxis und jeder Arzt wird eindeutig einer Prüfgruppe zugeordnet. Über diesen Weg wird dem Verordner auch die entsprechende Richtgröße zugeteilt. Bei der Bildung von Richtgrößen werden in der Regel mehrere Prüfgruppen zusammengefasst, die bezüglich ihrer Arznei- und Heilmittel-Verordnungsweise vergleichbar sind.

Bei der Betrachtung einzelner Therapiegebiete (siehe Frühinformation Arzneimittel – Indikationsgruppenvergleich) ermöglicht diese Eingruppierung einen wertvollen Gewinn an Vergleichbarkeit innerhalb einer Fachgruppe.


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Was muss ein Berufsausübungsgemeinschaftspartner bei einer praxisinternen „Vertretung“ seines Berufsausübungsgemeinschaftspartners berücksichtigen?Details

Es müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Leistungen, für die spezielle Qualifikationsnachweise erforderlich sind, können nur erbracht und abgerechnet werden, wenn die hierfür erforderlichen Qualifikationen auch beim BAG-Partner, der die Behandlungen übernimmt, vorhanden sind. (BSG-Urteil v. 14.12.11, B 6 KA 31/10 R).
  • Der BAG-Partner muss die gleiche Gebietsbezeichnung wie der „vertretene“ BAG-Partner führen und im selben Versorgungsbereich zugelassen sein.
  • Sofern in den Abrechnungsbestimmungen die Leistungserbringung (und deren Abrechnung) bestimmten Arztgruppen zugewiesen ist, ist auch der Vertreter hieran gebunden.

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Was sind Selektivverträge?Details

Selektivverträge sind Verträge, die parallel zum Kollektivvertragssystem
zwischen Krankenkassen, Vertragsärzten und zum Teil auch den KVen abgeschlossen werden können:

  • z.B. in den Verträgen zur sog. Hausarztzentrierten Versorgung gemäß § 73b SGB V oder  
  • den qualifizierten Facharztverträgen nach § 73c SGB V (z. B. AOKFacharztprogramm, dieses umfasst z. Z. Kardio/Gastro/PNP) oder
  • den Verträgen zur sog. Integrierten Versorgung nach § 140a ff. SGB V.

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Ich bin Hausarzt und als solcher in den HzV-Vertrag eingeschrieben. Da ich bisher (noch) keine Patienten eingeschrieben habe, stellt sich die Frage, welche Auswirkungen meine HzV-Teilnahme hat.Details

Unabhängig von der Tatsache, dass Sie keine Patienten in den HzV-Vertrag eingeschrieben haben, sind Sie als an der HzV teilnehmender Arzt folgendermaßen betroffen:
a)    Evtl. Anpassung des Honoraranspruches durch Bereinigung des RLV/QZV-Gesamtvolumens
b)    Regelwerksprüfung: Werden bei einem in einen HzV-Vertrag eingeschriebenen Versicherten Leistungen aus diesem Selektivvertrag über die KV abgerechnet, so erfolgt eine Streichung.


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Kann ich als Nicht-Selektivvertragsteilnehmer Patienten behandeln, die in einem Selektivvertrag eingeschrieben sind? Wenn ja, wie kann ich diese abrechnen?Details

Sollten weder Sie noch - falls vorhanden – Ihr Praxispartner in einem Selektivvertrag eingeschrieben sein, ändert sich für Sie nichts. Diese Versicherten können von Ihnen wie jeder andere Versicherte derselben Kasse behandelt und gegenüber der KV abgerechnet werden.


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Warum erfolgt eine Regelwerksprüfung für das AOKFacharztprogramm?Details

Auf Wunsch der Vertragspartner der fachärztlichen Selektivverträge (AOK Baden-Württemberg, HÄVG und MEDIVERBUND AG) sowie in Abstimmung mit den betreffenden Berufsverbänden, wird die KVBW ab 01.07.2013 (also ab der Quartalsabrechnung des 3. Quartals 2013) prüfen, ob für in das AOK FacharztProgramm eingeschriebene Patienten eine unzulässige Abrechnung von in den 73c-Verträgen vereinbarten Leistungen gegenüber der KVBW erfolgt. Das Ziel dieser Prüfung ist die frühzeitige Berichtigung durch die KVBW, um zeitversetzte langwierige Prüfverfahren und Korrekturen bei doppelter Abrechnung zu vermeiden.


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Welche Auswirkungen hat die Einführung der Regelwerksprüfung für das AOKFacharztprogramm auf meine Praxis?Details

Sofern Sie oder Ihr Praxispartner nicht in einem Selektivvertrag der AOKBW eingeschrieben sind, ändert sich für Sie nichts.
Wenn Sie aber als Selektivvertragsteilnehmer einen in das AOKFacharztprogramm eingeschriebenen Versicherten behandeln, dann dürfen Sie keine Leistungen aus dem Gesamtziffernkranz der AOKBW über die KVBW abrechnen. Dies gilt ebenfalls für alle Ärzte, die ggf. mit Ihnen in einer BAG oder MVZ tätig sind.


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Ich nehme an keinem Selektivvertrag teil, aber mein Praxispartner ist im AOKFacharztprogramm eingeschrieben. Wieso werden mir dann Leistungen gestrichen?Details

Werden bei im AOKFacharztprogramm eingeschriebenen Versicherten Leistungen erbracht, die Bestandteil des Gesamtziffernkranzes der AOKBW sind, so können diese weder vom eingeschriebenen Facharzt selbst noch von einem anderen Arzt der selben BAG/MVZ mit der KV abgerechnet werden.


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Ab wann muss ich online abrechnen?Details

Die IT-Richtlinie der KBV verpflichtet Vertragsärzte und Psychotherapeuten bereits seit dem ersten Quartal 2011 zur Online-Abrechnung. Diese Regelung gilt bundesweit, wurde jedoch für die Mitglieder der KV Baden-Württemberg bislang nicht umgesetzt. Ab dem 1. Quartal 2013 wird die Online-Abrechnung auch in der KVBW Pflicht.

Die Onlineeinreichung ist ab 2013 Standard. Eine Ausnahme von der Pflicht zur Online-Abrechnung müssen Sie gesondert beantragen. Für eine solche Ausnahme von der Online-Pflicht erhebt die KV ab Quartal 1/2014 für den besonderen Bearbeitungsaufwand einen Zuschlag von 1.000 Euro pro Quartal.


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Was muss ich tun, um online abrechnen zu können?Details

Um die technischen Voraussetzungen für eine sichere Online-Abrechnung zu schaffen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

Über unser Mitgliederportal können Sie Ihre vorab gespeicherte Abrechnungsdatei per Datei-Upload hochladen. Als Zugriffsvarianten können Sie zwischen KV-SafeNet* und KV-Ident wählen.

Bei D2D (Doctor-to-Doctor) wird ein Softwaremodul direkt in Ihr Praxisverwaltungssystem integriert, sodass Sie Ihre Abrechnung direkt aus Ihrem PVS heraus übermitteln können.

Bei der 1-Click-Abrechnung mit KV-Connect werden die Daten direkt aus dem Praxisverwaltungssystem via KV-SafeNet* übermittelt.

In welcher Form sie sich online anbinden, entscheiden KV-Mitglieder selbst. Je nach Praxiskonstellation haben die Varianten unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Falls Sie lediglich Ihre Abrechnung elektronisch übertragen möchten, ist das KVBW-Mitgliederportal mit der Zugangsvariante KV-Ident für Sie die günstigste Lösung. Die Zugangsdaten, die Sie für das Mitgliederportal benötigen, bekommen Sie per Post von Ihrer KV. Zusätzlich ist eine KV-Ident-Karte für die Sicherheitsabfrage erforderlich, die Sie über einen online erreichbaren Teilnahmeantrag beantragen.


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Wie bekomme ich die Zugangsdaten für die Online-Abrechnung über das Mitgliederportal?Details

Die Zugangsdaten, die Sie für das Mitgliederportal benötigen, bekommen Sie per Post von Ihrer KV. Sollten diese nicht mehr vorliegen, können sie jederzeit erneut anfordert werden.

Im Zuge der Verpflichtung zur Online-Abrechnung senden wir allen Mitgliedern, die noch nicht im aktuellen Mitgliederportal angemeldet waren, im Februar 2013 automatisch Benutzername und Freigabe-Kennwort per Post zu.

Wählen Sie die Übertragungsmöglichkeit durch KV SafeNet*, müssen Sie sich um einen Providervertrag kümmern. Der Anbieter muss die Blackbox bei Ihnen eingerichtet haben, damit Sie Ihre Online-Abrechnung übertragen können.

Entscheiden Sie sich für KV-Ident, denken Sie bitte daran, rechtzeitig Ihre persönliche KV-Ident-Karte zu beantragen.


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Online? Aber sicher! - Zugangswege zum Mitgliederportal

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Kann ich meine Sammelerklärung auch online einreichen?Details

Nein. Denken Sie bitte daran, uns neben Ihrer online übermittelten Abrechnung wie bisher die unterschriebene Sammelerklärung einschließlich notwendiger Unterlagen - wie die Scheine der Sonstigen Kostenträger - postalisch zuzusenden.

Damit auch die Sammelerklärung elektronisch eingereicht werden kann, ist eine qualifizierte elektronische Signatur erforderlich. An entsprechenden Lösungen wird noch gearbeitet.

Unten finden Sie die Sammelerklärung als PDF-Formular zum Download. Vor dem Drucken bitte zunächst Quartal und BSNR eintragen.


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Abrechnungsberatung
Telefon: 0711 7875 3397
abrechnungsberatung@kvbawue.de

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Abrechnung: Wie, was, wohin?
Sammelerklärung

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Welche Abrechnungsdatei muss ich übertragen und wo auf meinem Computer finde ich diese?Details

Je nach Praxisverwaltungssoftware wird Ihre Abrechnungsdatei in unterschiedlichen Ordnern auf Ihrem Computer abgelegt. Falls Sie die Datei nicht finden, wenden Sie sich bitte an den Hersteller Ihrer Praxisverwaltungssoftware.

 

Die richtige Abrechnungsdatei ist die mit der Dateiendung .con.xkm (nur mit .xkm am Ende ist die Abrechnung auch verschlüsselt). Alternativ können Sie Ihre Abrechnung wie bisher auch auf Diskette oder einem Wechseldatenträger generieren lassen. Sie finden dann nach Betätigen der ''Durchsuchen''-Funktion unter Ihrem Arbeitsplatz das Diskettenlaufwerk (A:) bzw. den Wechseldatenträger (X:) (die Laufwerksbezeichnung für Wechseldatenträger kann von System zu System unterschiedlich sein). Anschließend wird Ihre .con.xkm-Datei angezeigt und Sie können diese an die KVBW übermitteln.


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Ich habe mich im Mitgliederportal angemeldet. Wo kann ich meine Abrechnung übertragen?Details

Auf der Startseite des Portals finden Sie auf der linken Seite ein Auswahlmenü. Wählen Sie den Menüpunkt „Datenübertragung zur KV“ Klicken Sie anschließend auf „Datei(en) einreichen“. Wählen Sie nun den Dateityp „Abrechnung“ aus.


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Anleitung Mitgliederportal

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Kann ich meine Abrechnung direkt an den KV-Standorten einreichen?Details

Sie können Ihrer Pflicht zur Onlineabrechnung auch nachkommen, indem Sie Ihre Abrechnung auf einem Datenträger in die KV bringen. Wir stellen für Sie an jedem KV-Standort einen PC bereit, an dem Sie während der üblichen Öffnungszeiten auf das Mitgliederportal zugreifen können, um Ihre Online-Abrechnung einzureichen. Diese Variante ist kostenfrei. Bei hohem Andrang kann es allerdings zu Wartezeiten kommen.

Folgendes sollten Sie unbedingt dabei haben:
a) die Diskette, CD-ROM oder den USB-Stick mit Ihrer verschlüsselten Abrechnungsdatei
b) Ihre Benutzerkennung für das KVBW-Mitgliederportal (Benutzername und Freigabe-Kennwort, falls es Ihre erste Anmeldung am Portal ist, andernfalls Benutzername und Anmelde-Kennwort)


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Ich kann mich mit dem Kennwort, das ich von der KVBW erhalten habe, nicht am Mitgliederportal anmelden. Woran kann das liegen?Details

Von der KV Baden-Württemberg erhalten Sie Ihren Benutzernamen und das Freigabe-
Kennwort in getrennter Post zugesandt. Bei Ihrer ersten Anmeldung im Mitgliederportal legen Sie selbst ein Anmelde-Kennwort fest.

Wenn Sie bereits einmal am Portal angemeldet waren, gilt ausschließlich Ihr selbst erstelltes Anmelde-Kennwort für den Login. Falls Sie dieses Anmelde-Kennwort vergessen haben, wenden Sie sich bitte an die Benutzerbetreuung.


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Ist meine Praxisverwaltungssoftware mit dem geschützten Mitgliederportal der KVBW kompatibel?Details

Der Zugang zum geschützten Mitgliederportal der KVBW erfolgt völlig unabhängig von der in Ihrer Praxis eingesetzten Praxisverwaltungssoftware. Es handelt sich um eine Webanwendung, bei der Sie lediglich einen aktuellen Internetbrowser benötigen.


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Welche Anbindungswege gibt es an das KVBW-Mitgliederportal?Details

Das Mitgliederportal ist über zwei Wege erreichbar: entweder über KV-SafeNet* (www.portal.kvbw.kv-safenet.de) oder über KV-Ident (www.portal.kvbawue.de).


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Warum ist der Zugang zum Mitgliederportal nur noch mit einem KV-SafeNet* oder KV-Ident möglich?Details

Da die Online-Übertragung von hochsensiblen Patientendaten besondere Anforderungen an den Datenschutz stellt, können sie nicht ohne besondere Schutzmaßnahmen gesendet werden. Es bedarf daher zeitgemäßer Verfahren zur Absicherung der Zugangswege.

KV-Ident (Grid Card) ist ein so genanntes „starkes Authentisierungsverfahren“. Es beruht auf einer doppelten Identitätsprüfung des Anwenders ähnlich wie beim Online-Banking. Das KV-SafeNet* ist ein Konzept zur Anbindung von Teilnehmern über ein virtuelles privates Netzwerk und bietet ein Optimum an Datenschutz und Datensicherheit.


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Wie gelange ich ins Mitgliederportal mit KV-SafeNet*?Details

Um auf das Mitgliederportal über KV-SafeNet* zuzugreifen, öffnen Sie an einem Rechner, der mit dem KV-SafeNet* verbunden ist, den Internetbrowser.

Nutzen Sie bitte diese Adresse: www.portal.kvbw.kv-safenet.de.

Daraufhin erscheint eine Anmeldemaske, in der Sie Ihre persönliche KVBW-Benutzerkennung in Form Ihres Benutzernamens und Ihres Anmeldekennworts eingeben. Nach erfolgreicher Anmeldung befinden Sie sich auf der Startseite vom Mitgliederportal und können alle angebotenen Funktionen nutzen.

Bitte beachten Sie, dass der Zugang zum KVBW-Mitgliederportal KV-SafeNet* in der Version 3.0 voraussetzt.


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Gibt es Unterschiede hinsichtlich der Sicherheit der Praxisrechner bei Nutzung von KV-Ident und KV-SafeNet*?Details

Der Vorteil von KV-Ident liegt in der einfachen, günstigen und ortsunabhängigen Anbindung an die KVBW. Im Gegensatz zu KV-SafeNet* sind Sie für die Absicherung Ihres Rechners gegen beispielsweise Trojaner, Viren und den Zugriff durch unbefugte Dritte selbst verantwortlich. Wenn Sie für Ihren eigenen Verantwortungsbereich, das heißt für Ihre Rechner, das Risiko nicht selbst tragen möchten, ist für Sie die Anbindung über KV-SafeNet* mit der Gewährleistung der Absicherung der eigenen Rechner die bessere Option, um die Online-Dienste der KVBW zu nutzen.


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Woher bekomme ich meine Zugangsdaten für das Mitgliederportal?Details

Die Zugangsdaten, die Sie zur Nutzung des Mitgliederportals benötigen, bekommen Sie von Ihrer KV. Sollten Ihnen Benutzername und Kennwort nicht mehr vorliegen, können Sie diese jederzeit bei unserer Mitgliederportalbetreuung anfordern.

 

Im Zuge der Verpflichtung zur Online-Abrechnung senden wir allen Mitgliedern, die noch nicht im aktuellen Mitgliederportal angemeldet waren, im Februar 2013 automatisch Benutzername und Freigabe-Kennwort per Post zu.


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Welche Dienste werden im Mitgliederportal angeboten?Details
  • Online-Abrechnung: Über den Dateieinreichungsdienst können Sie Ihre Abrechnungsunterlagen online an die KV Baden-Württemberg übermitteln.

  • Dokumentenarchiv: Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Abrechnungs- und Honorarunterlagen und RLV-Zuweisungen des aktuellen Quartals sowie vergangener Quartale (rückwirkend bis 3/2008) online einzusehen. Schon vor dem offiziellen Versand per Post lassen sich Honorar- und RLV-Bescheide im Mitgliederportal online abrufen. Für Postfachnutzer ist es künftig sogar möglich, sich per Email benachrichtigen zu lassen, sobald die aktuellen Honorarunterlagen im Portal verfügbar sind. 

  • Praxiskennzahlen: Dieser Dienst bietet Ihnen tabellarisch und grafisch aufbereitete Auswertungen aus der Honorarabrechnung, wie z. B. Fallzahlen, Kontaktverteilung und Diagnosen - inklusive der Abweichung Ihrer Kennzahlen vom Fachgruppendurchschnitt.

  • eHKS: Mitglieder, die die Genehmigung zum Hautkrebs-Screening haben, können die elektronischen Dokumentationen zum Hautkrebs-Screening über das Portal einreichen.

  • eKoloskopie: Für die elektronische Dokumentation der Früherkennungs-Koloskopie steht der Übertragungsweg über unser Portal künftig ebenfalls zur Verfügung.

  • eDialyse: Die Übermittlung der Dokumentationsdaten für die Dialyse kann ab sofort über das Portal erfolgen.

  • e-Dokumentation: Direkt im Online-Formular elektronisch dokumentieren (Hörgeräteversorgung, Sozialpsychiatrie und Molekulargenetik).

  • DMP-Dokumente: Über unser Dokumentenarchiv haben Sie die Möglichkeit, Ihre DMP-Feedbackberichte online anzusehen. Die Übermittlung der DMP-Dokumentationsdaten über das Portal ist ebenfalls möglich.

  • Bequemer und zentraler Empfang der Mitteilungen Ihrer KVBW in Ihrem persönlichen elektronischen Postfach.

  • Notfalldienstplanung mit BD Online Vertretungs-/Termintauschbörse hilft, Einsätze im Bereitschaftsdienst zu organisieren.

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Was passiert bei Falscheingabe der Benutzerkennung für das KVBW-Mitgliederportal?Details

Nach fünfmaliger Falscheingabe Ihrer Benutzerkennung oder des Codes Ihrer KV-Ident-Karte erfolgt die Sperrung Ihrer Benutzerkennung beziehungsweise Ihrer KV-Ident-Karte. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an unsere Mitgliederportalbetreuung.


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Wie reiche ich bei der Übermittlung der Online-Abrechnung die unterschriebene Sammelerklärung bei der KVBW ein?Details

Derzeit besteht noch nicht die Möglichkeit, die Sammelerklärung online - das heißt elektronisch signiert - einzureichen. Daher müssen Sie die ausgefüllte und eigenständig unterschriebene Sammelerklärung in Papierform an die KVBW schicken. Auch die Scheine für die sonstigen Kostenträger müssen derzeit noch in Papierform eingereicht werden.

Unten finden Sie die Sammelerklärung als PDF-Formular zum Download. Vor dem Drucken bitte zunächst Quartal und BSNR eintragen.


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Abrechnung: Wie, was, wohin?
Sammelerklärung

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Wie gelange ich zur Abrechnungsfunktion im Mitgliederportal?Details

Melden Sie sich am Mitgliederportal an. Wählen Sie den Menüpunkt Datenübertragung zur KV. Sie werden nun zum Online-Dateieinreichungs-System weitergeleitet. Zum Einreichen Ihrer Abrechnungsdatei(en) wählen Sie den Menüpunkt „Datei(en) einreichen“ sowie den Untermenüpunkt „Abrechnung“.


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Was ändert sich für D2D-Anwender?Details

Die Online-Abrechnung können Sie auch weiterhin nicht nur über das KVBW-Mitgliederportal sondern alternativ auch über D2D (Doctor-to-Doctor) direkt aus der Praxissoftware einreichen. Alle bisher im Bereich der KVBW eingesetzten D2D-Anwendungen sind künftig weiterhin uneingeschränkt möglich.


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Wie finde ich die indikationsspezifischen Berichte (Feedbackberichte) zu den DMP im Mitgliederportal?Details

Die indikationsspezifischen Berichte zu den DMP werden halbjährlich (Brustkrebs in der Regel jährlich) betriebsstättenbezogen erstellt und den koordinierenden DMP-Ärzten individuell und vertraulich online im Mitgliederportal zur Verfügung gestellt. Melden Sie sich mit Benutzername, Kennwort und gegebenenfalls Ihrer KV-Ident-Karte im KVBW-Mitgliederportal an. Wählen Sie auf der linken Seite den Menüpunkt „Dokumentenarchiv“.  Sie gelangen zu einer Suchmaske. Wählen Sie als Aktentyp „Disease Management Programme“ aus und klicken Sie auf „Suchen“. Die übrigen Felder (Benutzername, BSNR, Halbjahr) können Sie einfach leer lassen, sofern Sie die Suchergebnisse nicht gezielt einschränken möchten.

Ergebnis des Suchlaufs ist eine Liste mit einer oder mehreren Akten. Das Aktenzeichen jeder Akte besteht aus dem Kürzel des Aktentyps (FDB für Feedbackbericht), der BSNR, Ihrer Portal-Benutzerkennung und dem Halbjahr sowie einer fortlaufenden Nummer am Ende. Die angezeigten Akten können Sie per Klick auf das unterstrichene Aktenzeichen öffnen. Innerhalb der Akten können ein oder mehrere PDF-Dokumente liegen, die sich per Klick auf das rote Adobe-PDF-Symbol anzeigen und falls gewünscht ausdrucken lassen.


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Wie funktioniert der KV-SafeNet*-Router (die Blackbox)? Welche Aufgaben werden von dem Gerät übernommen?Details

Der nicht manipulierbare KV-SafeNet*-Router (die Blackbox) wird zwischen den Telefonanschluss und den Praxisrechner (beziehungsweise das Praxisnetzwerk) geschaltet. Der Router baut einen „sicheren Tunnel“, ein sogenanntes virtuelles privates Netzwerk (VPN), auf. Das VPN schottet die Verbindung vom Internet ab und gewährleistet einen sicheren Datenaustausch mit dem Rechenzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Die Daten gehen immer direkt in das Rechenzentrum der KV – dies ist der fest definierte Tunnel-Endpunkt.


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Haben Ärzte und Psychotherapeuten, die KV-SafeNet* einsetzen, die vollständige Kontrolle darüber, wie und wo ihre Patientendaten verarbeitet werden?Details

Welche Daten der Arzt oder Psychotherapeut über KV-SafeNet* überträgt, liegt in seinem Ermessen. KV-SafeNet* stellt lediglich die technischen Grundlagen bereit, um dem hohen Schutzbedarf der medizinischen Daten gerecht zu werden und deren Übertragung zu ermöglichen.

Welche Dienste der Arzt/Psychotherapeut nutzen will, kann er selbst entscheiden, da die Nutzung von Diensten gesondert beantragt werden muss. Nach Beantragung und Bewilligung durch den Dienstbetreiber werden ihm personalisierte Logindaten zur Verfügung gestellt, über die die Anmeldung am betreffenden Dienst erfolgt. Daher hat der Arzt bzw. Psychotherapeut die vollständige Kontrolle darüber, wie und wo Patientendaten verarbeitet werden.


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Was ändert sich mit den neuen Schutzimpfungsvereinbarungen, die seit 1. September 2012 gelten?Details
NEU
 

Seit dem 1. September 2012 gibt es getrennte Schutzimpfungsvereinbarungen für Pflicht- und Satzungsleistungen. Für Pflichtleistungen ist es weiterhin möglich, Impfstoffe aus dem Sprechstundenbedarf zu entnehmen. Impfstoffe für Satzungsleistungen werden seit 1. September 2012 auf Namen des Patienten (Kassenrezept) verordnet (siehe auch Fragen „Was bedeuten die Formulierungen Pflichtleistung sowie Satzungsleistung?“ und „Was ist bei der Verordnung von Impfstoffen zu beachten?“). Die Impfleistungen des Arztes sind in beiden Fällen über die Krankenversichertenkarte abzurechnen.

Diese eindeutige Trennung im Verordnungsweg wurde notwendig aufgrund der Vorgabe des Gesetzgebers – also weder durch die KV noch durch die Krankenkassen –, dass die pharmazeutischen Hersteller den gesetzlichen Krankenkassen Abschläge für Impfstoffe zu gewähren haben, sofern es sich um Pflichtleistungen handelt, nicht jedoch für Satzungsleistungen.

Beide Schutzimpfungsvereinbarungen gelten bedauerlicherweise nicht automatisch für jede einzelne Krankenkasse.

Sie gelten wie bisher für die Versicherten der

  • AOK
  • Ersatzkassen
  • IKK classic
  • LKK
    einschließlich der Krankenkasse für den Gartenbau
  • Knappschaft
  • beigetretenen Kassen des IKK- bzw. BKK-Systems

 

Zum jetzigen Zeitpunkt (Stand Juli 2014) sind folgende Krankenkassen der Vereinbarung für die Pflichtleistungen nicht beigetreten:

  • BKK Basell
  • BKK KEVAG Koblenz


Die Vereinbarung für die Satzungsleistungen gilt zusätzlich nicht für die Versicherten der BKK VBU und der IKK gesundplus.

 

Achtung: Impfstoffe für Versicherte nicht beigetretener Krankenkassen werden auf Privatrezept verordnet, die Impfleistung wird privat liquidiert.


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Was bedeuten die Formulierungen „Pflichtleistung“ sowie „Satzungsleistung“?Details
NEU
 

Pflichtleistungen sind Leistungen auf Basis der Schutzimpfungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Diese Impfungen müssen von den Krankenkassen übernommen werden.

 

Die Krankenkassen in Baden-Württemberg bieten über die G-BA-Richtlinie hinaus als freiwillige Satzungsleistung die Schutzimpfungen gegen Hepatitis B und Influenza für alle ihre Versicherten an.

Die Hepatitis-B- und Influenza-Impfungen können je nach Patient als Pflicht- oder als Satzungsleistung durchgeführt werden: Liegen beim Patienten die in der Schutzimpfungs-Richtlinie benannten Indikationen oder Empfehlungen für eine Standardimpfung vor (siehe auch Frage zu Hepatitis B), wird die Impfung als Pflichtleistung durchgeführt. Liegt keine Pflichtleistung vor, kann die Impfung (s.o.) als Satzungsleistung auf Basis einer öffentlichen Empfehlung des Sozialministeriums Baden-Württemberg angeboten werden (siehe auch Frage zu Hepatitis B, hier auch nähere Erläuterungen zu den Impfungen nach Arbeitsschutzgesetz).

Die Unterscheidung zwischen Pflicht- und Satzungsleistungen ist erforderlich für die korrekte Wahl der Impfziffer und des Verordnungswegs bei der Impfung gegen Hepatitis B und Influenza. Das heißt, Impfstoffe für Pflichtleistungen sind über SSB, für Satzungsleistungen auf Namen des Patienten zu verordnen (siehe Fragen „Was ist bei der Verordnung von Impfstoffen als Pflicht- bzw. Satzungsleistung zu beachten?“, "Warum gibt es so viele Impfziffern?").

Achtung: Alle anderen Impfungen, die von den Krankenkassen als Satzungsleistung angeboten werden, jedoch nicht in einer Vereinbarung zwischen Krankenkassen und KVBW geregelt sind, werden auf Privatrezept verordnet und ebenso privat liquidiert (z.B. Reiseimpfungen). Für den Patienten besteht die Möglichkeit, das Privatrezept und die Rechnung zur Kostenerstattung bei der Krankenkasse einzureichen.


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Welches Institutionskennzeichen ist bei der Verordnung von Sprechstundenbedarf auf dem Rezept anzugeben?Details
NEU
 

Die Angabe des regionalspezifischen Institutionskennzeichens (IK) ist bei der Verordnung von Impfstoffen als Sprechstundenbedarf (SSB) obligat. Im Gegensatz zur Verordnung von Impfstoffen ist die Angabe des IK der AOK bei der Verordnung des übrigen Sprechstundenbedarfs freiwillig. Es wird empfohlen, das IK auch hier zu verwenden. So müssen Sie nur einen Pseudopatienten „SSB“ für Ihre Sprechstundenbedarfsverordnungen anlegen.


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Was ist bei der Verordnung von Impfstoffen als Pflicht- bzw. Satzungsleistung zu beachten?Details
NEU
 

A Verordnung von Impfstoffen für Pflichtleistungen
Siehe hierzu auch Ausfüllhilfe für die Praxissoftware.

Achtung: Dies gilt nur für Versicherte der den Vereinbarungen beigetretenen Krankenkassen.
Impfstoffe für Versicherte nicht beigetretener Krankenkassen (BKK Basell und BKK KEVAG Koblenz) sind auf Privatrezept zu verordnen.

(siehe auch Frage „Schutzimpfungsvereinbarungen seit 1. September 2012“)

  • Die Verordnung bei Pflichtleistungen erfolgt als Sprechstundenbedarf stets zulasten der AOK BW
  • Im Feld „Kassen-Nummer“ ist verpflichtend folgendes Kostenträger-Institutionskennzeichen (IK) anzugeben:

    Vertragsärzte mit Betriebsstättensitz im Bereich der KV-Bezirksdirektion
    Freiburg (Südbaden):

    IK 107615532 (gültig bis 30. Juni 2013)
    IK 108095249 (neu ab 1. Juli 2013)

    Karlsruhe (Nordbaden):IK 107018414
    Stuttgart (Nordwürttemberg):IK 107815727
    Reutlingen (Südwürttemberg):IK 107815807

    Das Kostenträger-IK richtet sich nach dem Sitz der Haupt- oder Nebenbetriebsstätte, in der die Verordnung ausgestellt wird.
  • Statt des Namens des Versicherten soll „SSB BW“ oder „Sprechstundenbedarf BW“ eingetragen werden
  • Markierungsfelder „8“ (Impfstoffe) und „9“ (Sprechstundenbedarf) durch Eintragung der Ziffern 8 und 9 kennzeichnen
  • Impfstoffe müssen vom übrigen Sprechstundenbedarf getrennt auf einem gesonderten Rezeptblatt (Vordruck Muster 16) verordnet werden.


Ausnahme:
HPV-Impfstoff: Die Verordnung erfolgt auf den Namen des Patienten auf dem normalen Muster 16 (rosa Rezept). Bitte achten Sie auf die Kennzeichnung des Felds „8“ für Impfungen auf dem Rezeptformular. In diesen Fällen ist dann das IK des Patienten ausreichend, wie dies automatisch bei Rezepten auf den Namen des Patienten durch die EDV angegeben wird.

B Verordnung von Impfstoffen für Satzungsleistungen:
Die Verordnung erfolgt auf Namen des Patienten zulasten der jeweiligen Krankenkasse. Durch das Einlesen der Krankenversichertenkarte werden automatisch die Daten des Patienten wie bei jedem Rezept übernommen. Das heißt, die Verwendung oben genannter IK-Nummern für Sprechstundenbedarf ist nicht erforderlich. Das Markierungsfeld „8“ (Impfstoffe) ist durch Eintragung der Ziffer 8 zu kennzeichnen.


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Sind Impfstoffe von der Zuzahlung befreit?Details
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A Pflichtleistungen
Impfstoffe für Pflichtleistungen werden als Sprechstundenbedarf zur Verfügung gestellt und sind damit von der Zuzahlung befreit.

Eine Ausnahme davon stellt unverständlicherweise die HPV-Impfung dar: Der Impfstoff hierzu ist – obwohl es sich um eine Pflichtleistung handelt – auf den Namen des Patienten zu verordnen. Zuzahlungen für Patientinnen ab 18 Jahren sind kassenspezifisch unterschiedlich (siehe auch Frage „Darf eine Impfserie, die vor dem vollendeten 18. Lebensjahr zu Lasten der GKV begonnen wurde, auch zu deren Lasten beendet werden? Wenn ja, bis wann?“).

B Satzungsleistungen
Für Krankenkassen, die der Vereinbarung über die Impfungen als Satzungsleistungen beigetreten sind, gilt: Die Entscheidung, ob bei den Satzungsleistungen (Impfung gegen Hepatitis B sowie gegen Influenza) von Patienten ab 18 Jahren Zuzahlungen zu leisten sind, obliegt der jeweiligen Krankenkasse.

Der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg liegen zum jetzigen Zeitpunkt folgende Entscheidungen über Zuzahlungen bei Satzungsleistungen vor (Stand 19. Oktober 2012):

Influenza (Grippe)Hepatitis B
AOKkeine Zuzahlungkeine Zuzahlung
BARMER GEKkeine Zuzahlungkeine Zuzahlung
Betriebskrankenkassen
(Landesverband der BKKen)
keine Zuzahlungkeine Zuzahlung
BIG direkt gesundkeine Zuzahlungkeine Zuzahlung
DAK Gesundheitkeine Zuzahlungkeine Zuzahlung
HEK - Hanseatische Krankenkassekeine Zuzahlungkeine Zuzahlung
hkkkeine Zuzahlungkeine Zuzahlung
IKK classickeine Zuzahlungkeine Zuzahlung
IKK Nordkeine Zuzahlungkeine Zuzahlung
IKK Südkeine Zuzahlungkeine Zuzahlung
KKH Allianz (Ersatzkasse)keine Zuzahlungkeine Zuzahlung
Knappschaftkeine Zuzahlungkeine Zuzahlung
LKK BWkeine Zuzahlungkeine Zuzahlung
Techniker Krankenkassekeine Zuzahlungkeine Zuzahlung

 

 


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Was sind rabattierte Impfstoffe und wie gehen wir damit um?Details
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Analog zu den übrigen Arzneimitteln gibt es seit 1. Januar 2013 auch Rabattverträge bei den Impfstoffen. Die Krankenkassen können zur Versorgung ihrer Versicherten mit Impfstoffen Verträge mit einzelnen pharmazeutischen Unternehmen schließen (sog. Rabattverträge). „Soweit nicht anders vereinbart, erfolgt die Versorgung der Versicherten ausschließlich mit den vereinbarten Impfstoffen.“ (§ 132e Abs. 2 SGB V)
Der KVBW ist es aber gelungen, zu vereinbaren, dass bei medizinisch zu begründenden Ausnahmen andere als die rabattierten Impfstoffe verwendet werden können. Die Verordnung erfolgt produktspezifisch und wird mit einen „A“ gekennzeichnet und abgezeichnet (siehe Frage „„A“-Kennzeichnung bei der Verordnung anderer als der rabattierten Impfstoffe“). Der Verordnungsweg dieser von den Rabattverträgen abweichenden Impfstoffe bleibt jedoch gleich: Pflichtleistungen als Sprechstundenbedarf, Satzungsleistungen als Einzelverordnung (siehe Fragen „Was bedeuten die Formulierungen „Satzungsleistung“ und „Pflichtleistung“?“  und  „Muss ich immer einen rabattierten Impfstoff verordnen?“).

Die Krankenkassen haben für folgende Impfungen Rabattverträge abgeschlossen (Stand August 2012):

  • Influenza
  • FSME(siehe Anmerkung unten!)
  • Diphtherie, Pertussis, Poliomyelitis und Tetanus (4-fach-Impfstoff)
  • Meningokokken C
  • Masern, Mumps, Röteln (3-fach-Impfstoff)
  • Varizellen
  • Diphtherie, Hib, Pertussis, Poliomyelitis und Tetanus (5-fach-Impfstoff)


Die Rabattverträge treten zum 1. Januar 2013 beziehungsweise zum 1. Juli 2013 (Influenza) in Kraft.
Für FSME-Impfstoffe gelten folgende Sonderregelungen:

  • In Nord- und Südbaden gilt der Rabattvertrag für Encepur® erst ab 1. August 2013. Das bedeutet, dass bis zum 31. Juli 2013 sowohl Encepur® als auch FSME-Immun® gleichberechtigt eingesetzt werden können.
  • In Nord- und Südwürttemberg gilt der Rabattvertrag für FSME-Immun® bereits ab 1. Januar 2013. Davon ausgenommen sind Apothekenlagerbestände von Encepur®. Diese dürfen bis zum 31. Juli 2013 eingesetzt werden.

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Rabattierte Impfstoffe

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„A“-Kennzeichnung bei der Verordnung anderer als der rabattierten ImpfstoffeDetails
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In medizinisch begründeten Ausnahmefällen können nicht rabattierte Impfstoffe verordnet werden. Mit Wirkung zum 1. Mai 2013 wurde mit den Krankenkassen vereinbart, dass in diesen Fällen auf dem Rezept – rechts neben der entsprechenden Verordnungsposition für Impfstoffe – eine eindeutige Kennzeichnung durch ein handschriftliches „A“ vorzunehmen und abzuzeichnen ist. In diesen Fällen ist für die Apotheke und im Falle einer Prüfung ersichtlich, dass Sie einen nicht rabattierten Impfstoff aus medizinischen Gründen verordnet haben und der Apotheker diesen auch abzugeben hat.

Bei fehlender „A“-Kennzeichnung eines nicht rabattierten Impfstoffes, für dessen Impfstoffgruppe ein Rabattvertrag besteht, kann der Apotheker beim Arzt nachfragen, ob der verordnete oder der rabattierte Impfstoff abgegeben werden soll. Erfolgte die namentliche Verordnung irrtümlich, reicht die Apotheke die Verordnung zur Korrektur an den verordnenden Arzt zurück. Soll es aus medizinischen Gründen bei der Verordnung des nicht rabattierten Impfstoffes bleiben, vermerkt die Apotheke handschriftlich den Hinweis „gemäß Rücksprache mit dem Arzt am …“ auf dem Rezept.


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Muss ich immer einen rabattierten Impfstoff verwenden?Details
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Die Krankenkassen können zur Versorgung ihrer Versicherten mit Impfstoffen Verträge mit einzelnen pharmazeutischen Unternehmen schließen (sog. Rabattverträge). Soweit nicht anders vereinbart, erfolgt die Versorgung der Versicherten ausschließlich mit den vereinbarten Impfstoffen (siehe auch „Was sind rabattierte Impfstoffe und wie gehen wir damit um?“).

Von dieser gesetzlichen Vorgabe kann aus medizinischen oder leistungs- bzw. haftungsrechtlichen Gründen abgesehen werden, z. B.:

  • Vermeidung eines Impfstoffwechsels innerhalb eines begonnenen Impfzyklus.
    Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel) teilt in diesem Zusammenhang mit Datum 5. März 2012 mit:
    „Eine generische Betrachtung von biologischen Arzneimitteln entspricht nach Ansicht des PEI nicht den geltenden wissenschaftlichen Vorgaben zur sicheren Anwendung, insbesondere von Impfstoffen.“ Da die Applikation der Impfstoffe durch den Arzt erfolgt, besteht nach Aussage des PEI auch keine klassische „Aut-idem-Situation“, bei der in der Apotheke ein anderes Arzneimittel zur unmittelbaren Anwendung durch den Patienten abgegeben wird. „Der Arzt hat damit in jedem Einzelfall die Pflicht, über die individuelle Applikation des Impfstoffs zu entscheiden und somit auch darüber, ob der Impfstoff für den einzelnen Patienten geeignet ist. Dies gilt unabhängig von einer grundsätzlichen Auswahlentscheidung für einen bestimmten Impfstoff (Ausschreibung durch Krankenkassen, Bezug von Großpackungen über den Sprechstundenbedarf …)“.
    Für einen bereits begonnenen Impfzyklus bedeutet dies, dass die weiteren Impfdosen bzw. die letzte Impfdosis mit dem anfänglich verwendeten Impfstoff beendet werden sollte, auch wenn dieser nicht rabattiert ist und aktuell ein rabattiertes Konkurrenzpräparat existiert.
  • Allergie, Unverträglichkeit, Vermeidung von intramuskulär applizierten Impfstoffen bei besonderen Patientengruppen (z. B. hämorrhagische Diathese, Antikoagulation) oder andere medizinische Gründe.
  • Es ist zu beachten, dass scheinbar identische Impfstoffe unterschiedliche Alterszulassungen besitzen (z. B. Infanrix®-IPV+Hib bis zum 3. Geburtstag, Pentavac® bis 4 Jahre). Hier sollte eine Anwendung außerhalb der Zulassung (Off-Label-Use) vermieden werden. Ebenso sind die Kontraindikationen des jeweiligen Impfstoffs zu berücksichtigen (siehe Fachinformation).


Ist nach Beurteilung der Impfsituation anstelle des rabattierten die Verwendung eines Alternativimpfstoffs erforderlich, muss die produktspezifische Verordnung mit einem „A“ gekennzeichnet und abgezeichnet werden.
(Weitere Hinweise unter „Was ist bei der Verordnung von Impfstoffen als Pflicht- bzw. Satzungsleistung zu beachten?“, „Was sind rabattierte Impfstoffe und wie gehen wir damit um?“, „„A“-Kennzeichnung bei der Verordnung anderer als der rabattierten Impfstoffe“, „Was muss bei der Verordnung rabattierter Impfstoffe beachtet werden?“)


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Was muss bei der Verordnung rabattierter Impfstoffe beachtet werden?Details
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Auch hier gilt die produktspezifische Verordnung (Nennung des Produktnamens).

Der rabattierte Impfstoff  muss unter Angabe des Produktnamens verordnet werden. Dies setzt die Kenntnis der rabattierten Impfstoffe in Ihrem spezifischen KV-Bezirk voraus, denn bei produktspezifischer Verordnung kann die Apotheke – im Gegensatz zur Arzneimittelverordnung – den verordneten Impfstoff nicht gegen einen anderen Impfstoff aus derselben Wirkstoffgruppe, insbesondere auch nicht gegen einen rabattierten (cave: Wirtschaftlichkeitsgebot) austauschen!

(Siehe auch „Was sind rabattierte Impfstoffe und wie gehen wir damit um?“, „Welche Vorgehensweise wird bei Lieferengpässen der rabattierten Impfstoffe empfohlen?“)


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Welche Vorgehensweise wird bei Lieferengpässen der rabattierten Impfstoffe empfohlen?Details
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Die Krankenkassen in Baden-Württemberg haben bestätigt, dass sich die Impfstoffhersteller vertraglich zur Herstellung von ausreichenden Mengen an Impfstoffen verpflichtet haben, um die Versorgung in Baden-Württemberg sicherstellen zu können. Sie haben außerdem zugesichert, dass sie bei relevanten Lieferengpässen die Versorgung mit allen indikationsgleichen Impfstoffen freigeben werden und die KVBW entsprechend informieren werden (siehe auch „Muss ich immer einen rabattierten Impfstoff verwenden?“, „Was ist bei der Verordnung von Impfstoffen als Pflicht- bzw. Satzungsleistung zu beachten?“).


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Was muss bei der Verordnung von Impfstoffen aus denjenigen Impfstoffgruppen beachtet werden, für die keine Rabattverträge existieren?Details
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Diese Impfstoffe sind unter Angabe des Produktnamens des Impfstoffs zu verordnen. Eine indikationsbezogene Verordnung ist hier ebenfalls nicht möglich.


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Sind die STIKO-Empfehlungen weiterhin Grundlage für die Entscheidung über die Leistungspflicht der Krankenkassen?Details
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Seit Inkrafttreten der Schutzimpfungsrichtlinie des G-BA am 30. November 2007 sind die STIKO-Empfehlungen nur noch indirekt Grundlage für die Entscheidung über die Verordnungsfähigkeit zu Lasten der GKV. Maßgeblich ist die Richtlinie des G-BA (siehe Link unten) gemäß Vorgabe des Gesetzgebers (siehe auch „Wie ist die Anlage I zur Schutzimpfungsrichtlinie zu verstehen?“).


Externe Links
G-BA Richtlinie Schutzimpfung

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Wie ist die Anlage 1 zur Schutzimpfungsrichtlinie zu verstehen?Details

Die Anlage 1 zur Schutzimpfungsrichtlinie beinhaltet Einzelheiten zu Art und Umfang der Leistungen. In einer einheitlichen Tabelle sind die einzelnen Impfungen, deren Indikation sowie Hinweise zu den Schutzimpfungen bezüglich des Leistungsanspruches und weitere Anmerkungen z. B. zur Kostenübernahme aufgeführt.

Wie ist nun mit dieser Anlage 1 zu verfahren?

  1. Aufsuchen der Impfung in Spalte 1: „Impfung gegen …“
  2. Indikation der Impfungen zu Lasten der GKV in Spalte 2 aufsuchen
  3. Hinweise zu Einschränkungen und Ausschlüssen, wie z. B. berufsbedingte Impfungen zu Lasten des Arbeitgebers in Spalte 3 sowie Anmerkungen in Spalte 4 aufsuchen


Ein Beispiel finden Sie im PDF-Dokument zu den Schutzimpfungen (siehe unten)


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FAQ Schutzimpfungen

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Wie ist der Impfstoff bei berufsbedingter Impfung zu verordnen?Details

Berufsbedingte Impfungen sind Impfungen zum Schutz vor einem berufsbedingten erhöhten Infektionsrisiko. Nachschlagen in der Anlage 1 der Schutzimpfungsrichtlinie:

  • Alle Berufsgruppen, die in Spalte 2 aufgeführt sind: Impfkosten (SSB), z. B. medizinisches Personal bei Influenza-Impfung.
  • Alle Berufsgruppen, die in Spalte 3 aufgeführt sind: Privatverordnung, hier ist der Arbeitgeber in der Leistungspflicht, z. B. medizinisches Personal bei Hepatitis-B-Impfung.


Ist bei einer Impfung die Zuordnung eines Berufs sowohl unter den in Spalte 2 genannten Berufsgruppen als auch in Spalte 3 möglich, hat die Zuordnung in Spalte 3 Priorität. Der Arbeitgeber ist dann verpflichtet, die Kosten für die Schutzimpfung zu tragen und es besteht kein Leistungsanspruch gegenüber der Krankenkasse. Verordnung und Abrechnung erfolgen privat.


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Wie ist bei Versicherten der Sonstigen Kostenträger zu verfahren?Details
 
Können Impfungen nur für Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr nachgeholt werden oder gilt der Anspruch auf Nachholung von Impfungen und auf Vervollständigung des Impfschutzes auch im Erwachsenenalter?Details

Zum Erreichen eines ausreichenden Impfschutzes hat altersgerechtes Impfen unter Berücksichtigung der empfohlenen Zeitpunkte und -abstände Vorrang vor Nachholimpfungen.

Sind altersgerechte Impfungen versäumt worden, sollten diese spätestens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr bei Jugendlichen nachgeholt werden. Gemäß § 11 Abs. 2 SI-RL (Schutzimpfungsrichtlinie) besteht für diese Nachholimpfungen ein Leistungsanspruch gegenüber der GKV.

Erwachsene haben lediglich Anspruch auf das Nachholen der empfohlenen Standardimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und Poliomyelitis als Pflichtleistungen. Ansonsten wird ein generelles Nachholen von Impfungen, die bis zum 18. Lebensjahr empfohlen werden, über das 18. Lebensjahr hinaus nicht durch die GKV getragen. Ein gesetzlicher Anspruch besteht hier nur aufgrund eines individuell erhöhten Expositions-, Erkrankungs- oder Komplikationsrisikos im Rahmen der Schutzimpfungsrichtlinie.


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Darf eine Impfserie, die vor dem vollendeten 18. Lebensjahr zu Lasten der GKV begonnen wurde, auch zu deren Lasten beendet werden? Wenn ja, bis wann?Details

Die sich aus der Anlage 1 der Schutzimpfungsrichtlinie und den entsprechenden Fachinformationen ergebenden Impftermine und -abstände sollten in der Regel eingehalten und weder unter- noch überschritten werden. Dies gilt insbesondere für Impfungen, die im Kindesalter durchgeführt werden. Deshalb hat altersgerechtes Impfen Vorrang vor Nachholimpfungen.
Zum Erreichen einer hohen Durchimpfungsrate und eines angemessenen Impfschutzes können in Ausnahmefällen Impfungen, für die ein Leistungsanspruch in der GKV bis zum vollendeten 18. Lebensjahr besteht, auch jenseits des 18. Lebensjahres zu Lasten der GKV beendet werden. Dies sollte allerdings zeitnah erfolgen.

Beispiel: HPV-Impfung: Beginn des Impfzyklus einen Tag vor dem 18. Geburtstag. Die zweite und dritte Impfung können innerhalb von 12 Monaten nachgeholt werden. Der Impfzyklus muss dann – unter Berücksichtigung der empfohlenen Impfabstände – spätestens einen Tag vor dem 19. Geburtstag abgeschlossen sein.


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Warum gibt es so viele Abrechnungsziffern?Details

Mit der Einführung der bundesweit einheitlichen Dokumentationsziffern in der Schutzimpfungsrichtlinie soll auf Wunsch des Gesetzgebers die Durchimpfungsrate der Bevölkerung erfasst werden. Dies ist nur durch eine einheitliche Dokumentation der durchgeführten Impfungen zu gewährleisten.

Die zu verwendenden Impfziffern gehen aus der Übersicht „Impfziffern Stand September 2012“ hervor und werden gleichzeitig als Abrechnungsziffern verwendet.

Wer die Logik dieser verstehen möchte – die Systematik ist wie folgt: Die Ziffernfolge 89 steht für Impfung, die nächstfolgende Ziffer für die Zahl der enthaltenen Impfstoffe, die hinteren zwei Ziffern geben in Form einer fortlaufenden Nummerierung über die Art der Impfung Auskunft. Der Buchstabe A steht für die ersten Impfdosen, der Buchstabe B für die letzte Dosis eines notwendigen Impfzyklus, der Buchstabe R für eine Auffrischimpfung.

89102A
|    |    |    |   
ImpfungEinfach-
Impfstoff
Art des
Impfstoffes
Erste oder weitere Impfungen
(Letzte Impfung eines Impfzyklus "B",
Auffrischimpfung "R"

 

Beispiel: FSME-Impfung (89102 A)
Zur Erreichung eines vollständigen Impfschutzes wird innerhalb der fest geltenden Zeiträume dreimal geimpft. Die ersten beiden Impfungen haben den Buchstaben A, die dritte (= letzte) den Buchstaben B als Zusatz. Wird nach einigen Jahren aufgefrischt, ist der Buchstabe R hinzuzusetzen.


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Können neben der Impfziffer weitere EBM-Ziffern abgerechnet werden?Details

Die Schutzimpfung (Pflicht- oder Satzungsleistung) als einzige Leistung im Quartal berechtigt neben der Abrechnung der Impfziffer nicht zum Ansatz einer weiteren EBM-Position.

Erfolgt jedoch auch eine kurative Behandlung, so ist selbstverständlich auch die Abrechnung kurativer EBM-Positionen neben den Impfziffern möglich.


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Sind Titerkontrollen notwendig?Details

Serologische Vor- bzw. Nachtestungen sind, anders als früher bei einigen Indikationen angenommen, zur Kontrolle des Impferfolgs nur noch selten erforderlich:

  • Im Rahmen der Beratung zur Empfängnisregelung wird bei unbekannter Immunitätslage gegen Varizellen bei Frauen mit Kinderwunsch eine Antikörperbestimmung empfohlen.
  • In anderen Fällen ergibt sich die Notwendigkeit aus den Vorgaben der Schutzimpfungsrichtlinie, teils auch unter Hinzuziehung der Fachinformationen der jeweiligen Impfstoffe. Geht aus diesen hervor, dass eine Titerkontrolle vor oder nach Durchführung einer Impfung empfohlen wird, ist die Titerkontrolle zulasten desjenigen Kostenträgers vorzunehmen, über den auch die Impfung erfolgt.
  • Röteln und Varizellen bei Frauen
    Die Richtlinie zur Empfängnisregelung und zum Schwangerschaftsabbruch sowie die Mutterschaftsrichtlinie wurden an die Impfempfehlungen der Schutzimpfungsrichtlinie angepasst. Bei Frauen, die zweimal gegen Röteln geimpft wurden, ist von Rötelnimmunität auszugehen. Der serologische Nachweis der Immunität ist bei diesen Frauen nicht mehr erforderlich. Die Mutterschaftsrichtlinien fordern die Bestimmung der serologischen Rötelnimmunität nur noch für Schwangere, bei denen ein Nachweis über zwei erfolgte Rötelnimpfungen nicht vorliegt.


Die Beschränkung auf den Hämagglutinationstest (HAH-Test) als zu verwendende Testmethode wurde aufgehoben, da hier inzwischen weitere international erprobte und validierte Testmethoden zur Verfügung stehen. Es entfällt damit auch die Festlegung zu den Titerstufen des HAH-Tests. Unverändert hat das den Test durchführende Labor anzugeben, ob von Rötelnimmunität auszugehen ist.

 

Neuaufnahme der Gebührenordnungsposition (GOP) 01833 in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM)
Seit 1. Oktober 2010 besteht die Möglichkeit, den Varicella-Zoster-Virus-Antikörper-Nachweis bei ungeklärter Immunitätslage im Rahmen der Empfängnisregelung zu Lasten der GKV durchzuführen. Hierzu war eine Anpassung der „Richtlinie zur Empfängnisregelung und zum Schwangerschaftsabbruch“ an die Empfehlungen der Schutzimpfungsrichtlinie erforderlich.

Demnach soll eine entsprechende Antikörper-Bestimmung gemäß Schutzimpfungsrichtlinie durchgeführt werden, wenn sich im Beratungsgespräch von Frauen mit Kinderwunsch ergibt, dass die Immunitätslage gegen Varizellen ungeklärt ist. Hierzu muss mindestens der IgG-Nachweis durchgeführt werden. Das Ergebnis der Antikörper-Bestimmung ist in einer besonderen Bescheinigung zu dokumentieren oder im Impfbuch einzutragen.

Die Immunitätslage ist als geklärt anzusehen, wenn das Ergebnis einer früheren Varizellen-Antikörper-Bestimmung den Nachweis spezifischer Antikörper erbracht hat. Eine entsprechende Bescheinigung ist von der Versicherten anzufordern. Wird diese vorgelegt, ist eine Antikörper-Bestimmung nicht mehr erforderlich.

Ist keine Immunität vorhanden, soll eine Varizellen-Schutzimpfung empfohlen werden. Die Impfung kann zu Lasten der GKV vorgenommen werden.

Zur Abrechnung der GOP 01833 siehe auch „Welche Facharztgruppen können die GOP 01833 (Varicella-Zoster-Virus-Antikörper-Nachweis bei ungeklärter Immunitätslage im Rahmen der Empfängnisregelung) abrechnen?


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Welche Facharztgruppen können die GOP 01833 (Varicella-Zoster-Virus-Antikörper-Nachweis bei ungeklärter Immunitätslage im Rahmen der Empfängnisregelung) abrechnen?Details
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe SP Gynäkologische Onkologie
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe SP Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe SP Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
  • Laboratoriumsmedizin
  • Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie
  • Mikrobiologie
  • Transfusionsmedizin
  • Experimentelle und diagnostische Mikrobiologie
  • Blutspende- und Transfusionsmedizin
  • Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie


Hierzu kann eine Genehmigung des Geschäftsbereichs Qualitätssicherung der KV Baden-Württemberg Voraussetzung sein.


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Ist eine bestimmte Qualifikation Voraussetzung zur Erbringung von Impfleistungen?Details

Nach der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Baden-Württemberg vom 15. März 2006 sind die für das Impfen notwendigen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten allgemeiner Inhalt der Weiterbildung, vgl. § 10 Satz 1 SI-RL (Schutzimpfungsrichtlinie).

Bereits in der Vergangenheit hatte der Vorstand der Landesärztekammer Baden-Württemberg entschieden, dass Ärzte über die jeweiligen Gebietsgrenzen hinaus impfen dürfen. Der Besuch eines anerkannten Kurses über richtiges Impfen wird empfohlen, ist jedoch nicht verpflichtend.


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Was ist bei der Auffrischimpfung Diphtherie zu beachten?Details

Die nächste fällige Auffrischimpfung gegen Tetanus/Diphtherie soll zusammen mit Pertussis- (GOP 89303 R) oder bei gegebener Indikation auch mit Polio-Impfkomponente (GOP 89400 R) erfolgen.


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Was ist bei der Impfung gegen Hepatitis A zu beachten?Details

Nach der Schutzimpfungsrichtlinie ist die Impfung gegen Hepatitis A zulasten der GKV nur als Indikationsimpfung möglich.
Indikationen gemäß Anlage 1 der Schutzimpfungsrichtlinie sind:

  • Personen mit einem Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung
  • Personen mit häufiger Übertragung von Blutbestandteilen, z. B. bei Hämophilie, oder mit Krankheiten der Leber/mit Leberbeteiligung
  • Bewohner in psychiatrischen Einrichtungen oder vergleichbaren Fürsorgeeinrichtungen für Zerebralgeschädigte oder Verhaltensgestörte
  • Berufliche Indikationen:
    • Hepatitis-A-gefährdetes Personal im Gesundheitsdienst (sofern nicht Arbeitgeberleistung!), z. B. Infektionsmedizin, in psychiatrischen bzw. Fürsorgeeinrichtungen und Asylbewerberheimen
    • durch Kontakt mit möglicherweise infektiösem Stuhl Gefährdete inkl. Auszubildende und Studenten
    • Tätigkeit (inkl. Küche und Reinigung) in Kindertagesstätten, Kinderheimen u. ä.


Die Grundimmunisierung und Auffrischimpfung wird nach Angaben des Herstellers durchgeführt. Obwohl es nach Herstellerangaben noch nicht völlig etabliert ist, ob immunkompetente Personen eine Hepatitis-A-Auffrischimpfung als Schutz benötigen, ist die Möglichkeit der Abrechnung der Auffrischimpfung gegeben (GOP 89105 R).

Wir empfehlen jedoch, die Indikation sehr streng zu stellen (siehe oben aufgeführte Indikationen) und nur in Einzelfällen eine Auffrischimpfung durchzuführen (siehe auch Fachinformation).


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Welche Abrechnungsziffern gelten für die Impfung gegen Hepatitis B?Details
NEU
 

Jeder Patient, der eine Arztpraxis in Baden-Württemberg aufsucht, kann gegen Hepatitis B grundimmunisiert werden. Dabei sind die unterschiedlichen Abrechnungsziffern zu beachten:

  • Kinder und Jugendliche (GOP 89106 A / B)
  • Indikationsimpfung nach Anlage 1 zur Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL), altersunabhängig (GOP 89107 A / B / R)
    • Patienten mit chronischer Nieren-/Leberkrankheit/Krankheit mit Leberbeteiligung, häufiger Übertragung von Blut(bestandteilen, z. B. bei Hämophilie), vor ausgedehnten chirurgischen Eingriffen (z. B. unter Verwendung der Herz-Lungen-Maschine), HIV-Positive
    • Kontakt mit HBsAg-Trägern in Familie/Wohngemeinschaft
    • Sexualkontakt zu HBsAg-Träger bzw. Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung
    • Drogenabhängigkeit, längerer Gefängnisaufenthalt
    • durch Kontakt mit HBsAg-Trägern in einer Gemeinschaft (Kindergärten, Kinderheime, Pflegestätten, Schulklassen, Spielgemeinschaften) gefährdete Personen
    • Patienten in psychiatrischen Einrichtungen oder Bewohner vergleichbarer Fürsorgeeinrichtungen für Zerebralgeschädigte oder Verhaltensgestörte sowie Personen in Behindertenwerkstätten
  • Dialysepatienten (GOP 89108 A / B / R)
  • Berufsbedingte Impfung bei Berufsgruppen, die sich Spalte 2 der Anlage 1 zur SI-RL zuordnen lassen, z. B. Polizisten, Sozialarbeiter (GOP 89107 A / B / R)
  • Berufsbedingte Impfung bei Berufsgruppen, die sich Spalte 3 der Anlage 1 zur SI-RL zuordnen lassen, z. B. Krankenschwester, Arzthelferin (Impfstoff auf Privatrezept und Impfleistung nach GOÄ), hier Vorrang des Arbeitgebers als Kostenträger!
  • Alle anderen Patienten, die sich keiner der o. g. Gruppen zuordnen lassen  (Hepatitis-B-Satzungsleistung GOP 89132, Verordnung auf Namen des Patienten)

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Impfziffern

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Hepatitis-A/B-Kombinationsimpfung (Twinrix®) - In welchen Fällen kann die Kombinationsimpfung durchgeführt werden? Details
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Ab Mai 2013 tritt die „alte“ Twinrix®-Regelung wieder in Kraft

Zwischen den Krankenkassen und der KVBW besteht Einigkeit, dass die Verordnung von Twinrix® als Impfkosten (Verordnung über SSB) erfolgen kann. Leistungsrechtlich bestehen keine Einschränkungen.

Grundimmunisierung mit Twinrix® in Baden-Württemberg möglich, Bezug über SSB, Abrechnung mit 89202 A für die erste und zweite Impfung, 89202 B für die dritte Impfung.

Auffrischimpfung: Gegenwärtig liegen Langzeitdaten über die Persistenz der Antikörper bis zu 15 Jahren nach der Impfung mit Twinrix® Erwachsene vor. Die nach einer Grundimmunisierung mit dem Kombinationsimpfstoff beobachteten Anti-HBs- und Anti-HAV-Antikörperwerte liegen jedoch in der gleichen Größenordnung wie nach der Impfung mit den jeweiligen monovalenten Impfstoffen. Auch die Kinetik in der Antikörperabnahme ist vergleichbar. Daher lassen sich die allgemeinen Richtlinien für die Auffrischimpfung aus den Erfahrungswerten mit den monovalenten Impfstoffen ableiten.

Das heißt in der Praxis für die Auffrischimpfung mit Twinrix®:
Eine Auffrischimpfung mit Twinrix ist als Satzungsleistung möglich, anzusetzen ist die Ziffer 89202 B.
Die KVBW empfiehlt jedoch, bei gesunden Personen, die eine erfolgreiche Grundimmunisierung erhalten haben, und bei denen nach Anlage 1 der SI-RL keine Indikation besteht, auf eine routinemäßige Auffrischimpfung zu verzichten.

Die Verordnung von Twinrix® erfolgt immer über SSB, unabhängig davon, ob es sich um eine Pflicht- oder Satzungsleistung handelt!


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Können Erwachsene gegen Masern geimpft werden?Details

Eine einmalige Masern-Impfung, vorzugsweise mit einem MMR-Impfstoff, ist GKV-Leistung für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, insbesondere wenn sie im Gesundheitsdienst, in der Betreuung von Immundefizienten oder in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten (Verordnung über SSB).

Bei weiteren beruflichen Indikationen ist entsprechend den in Spalte 3 von Anlage 1 der Schutzimpfungsrichtlinie aufgeführten Berufsgruppen der Arbeitgeber leistungspflichtig:

  • Einrichtungen zur medizinischen Untersuchung, Behandlung und Pflege von Kindern sowie zur vorschulischen Kinderbetreuung (regelmäßiger, direkter Kontakt zu Kindern)
  • Forschungseinrichtungen/Laboratorien (regelmäßige Tätigkeiten mit Kontaktmöglichkeit zu infizierten Proben oder Verdachtsproben bzw. zu erregerhaltigen oder kontaminierten Gegenständen oder Materialien).

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Masern-Mumps-Röteln-Varizellen (MMRV)Details
Impfung bei einer medizinischen Fachangestellten in der Kinderarztpraxis – Ist hier die GKV (über SSB) oder der Arbeitgeber (Kinderarzt!) in der Leistungspflicht?
 

Entsprechend Spalte 3 von Anlage 1 der Schutzimpfungsrichtlinie besteht für medizinisches Personal in der Pädiatrie kein Leistungsanspruch gegenüber der GKV, sondern gegenüber dem Arbeitgeber. Verordnung und Abrechnung sind privat vorzunehmen.

Was ist bei der Durchführung der Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen zu beachten?
Bei der ersten MMRV-Impfdosis sollte – bis zum Vorliegen weiterer Daten – die getrennte Gabe der MMR-Impfung einerseits und der Varizellen-Impfung andererseits bevorzugt werden (GOPs 89301 A, 89125 A). Die gleichzeitige, aber getrennte (an unterschiedlichen Impforten) Gabe von MMR- und V-Impfstoffen soll im Vergleich zum MMRV-Kombinationsimpfstoff mit einem günstigeren Nebenwirkungsprofil verbunden sein. Die zweite Impfung gegen MMRV kann dann mit einem MMRV-Kombinationsimpfstoff erfolgen (GOP 89401 B).
Weitere Informationen zu den aktuell geltenden Rabattverträgen sind der tabellarischen Übersicht über „rabattierte Impfstoffe“ zu entnehmen.


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Sollten auch Kinder, die älter als zwei Jahre sind, gegen Meningokokken-C geimpft werden?Details

Zum Erreichen eines individuellen Impfschutzes besteht bei entsprechender Nutzen-Risiko-Abwägung nach § 11 Abs. 2 der Schutzimpfungsrichtlinie die Möglichkeit, eine solche versäumte Impfung gegebenenfalls bis zum 18. Lebensjahr nachzuholen. Die Festsetzung eines verpflichtenden Impftermins für eine Meningokokken-Nachholimpfung ist im Sinne der Schutzimpfungsrichtlinie aber nicht vorgesehen.
Falls die Meningokokken-C-Impfung nachgeholt wird, ist die Impfziffer 89114 anzusetzen.


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Kann eine Meningokokken-Impfung vor Reisen in Länder mit Krankheitsausbrüchen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgen?Details

Für Reiseschutzimpfungen in epidemische/hyperendemische Länder, auch vor Pilgerreisen (z. B. Hadj), besteht kein Leistungsanspruch gegenüber der GKV. Der Impfstoff ist privat zu verordnen, die Impfleistung ist privat in Rechnung zu stellen.


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Erweiterung der beruflichen Indikationen für die Pertussis-ImpfungDetails

Die beruflichen Indikationen für eine Pertussis-Impfung zu Lasten der GKV wurden erweitert auf: Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen und Gemeinschaftseinrichtungen (Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorte, Schulen oder sonstige Ausbildungseinrichtungen, Heime, Ferienlager und ähnliche Einrichtungen).


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Pneumokokken: Was ist bei Grundimmunisierung und Auffrischimpfung zu beachten?Details

Eine Grundimmunisierung als Standardimpfung ist vorgesehen für folgende Personenkreise:

  • Kinder im Alter von 2, 3 und 4 Monaten sowie zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat (polyvalenter Konjugatimpfstoff)
  • Personen über 60 Jahre


Eine Indikationsimpfung ist vorgesehen bei Kindern (ab vollendetem 2. Lebensjahr), Jugendlichen und Erwachsenen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer der nachstehenden Grundkrankheiten:

  • Angeborene und erworbene Immundefekte mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion, wie z. B.:
    • Hypogammaglobulinämie, Komplement- und Properdindefekte
    • bei funktioneller oder anatomischer Asplenie
    • bei Sichelzellenanämie
    • bei Krankheiten der blutbildenden Organe
    • bei neoplastischen Krankheiten
    • bei HIV-Infektionen
    • nach Knochenmarktransplantation
    • vor Organtransplantation und vor Beginn einer immunsuppressiven Therapie.
  • Chronische Krankheiten z. B.:
    • Herz-Kreislauf-Krankheiten
    • Krankheiten der Atmungsorgane (inklusive Asthma und COPD)
    • Diabetes mellitus oder andere Stoffwechselkrankheiten
    • chronische Nierenkrankheiten/nephrotisches Syndrom
    • neurologische Krankheiten z. B. Zerebralparesen oder Anfallsleiden
    • Liquorfistel


Wiederholungsimpfungen nur noch bei angeborenen/erworbenen Immundefekten mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion sowie chronischen Nierenkrankheiten/nephrotischem Syndrom im Abstand von 5 Jahren (Erwachsene) bzw. mindestens 3 Jahren (Kinder unter 10 Jahren) (GOP 89120 R).


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Was gilt bei der Poliomyelitis-Auffrischimpfung?Details

Alle Personen ohne einmalige Auffrischimpfung (empfohlener Zeitraum: im Alter von 9 bis 17 Jahren) sollen eine einmalige Polio-Impfung erhalten, entweder monovalent (GOP 89121 R) oder als Kombinationsimpfstoff (GOP 89302 R oder 89400 R).


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Wie werden Schutzimpfungen gegen Rotaviren verordnet und abgerechnet?Details
NEU
 

Die Grundimmunisierung gegen Rotaviren kann seit dem 20. Dezember 2013 als GKV-Leistung für Kinder im Alter von zwei und drei (sowie ggf. vier) Monaten erbracht werden.

Die erste Impfung sollte möglichst frühzeitig erfolgen. Sie ist bereits ab dem Alter von sechs Wochen möglich. Je nach verwendetem Impfstoff sind zwei bzw. drei Impfdosen zur Grundimmunisierung erforderlich.

Hinsichtlich des Impfstoffs besteht keine Einschränkung. Der Mindestabstand zwischen den Impfdosen sollte vier Wochen betragen. Die Impfserie sollte je nach Impfstoff möglichst bis zum Alter von 16 bzw. 20 - 22 Wochen abgeschlossen sein, spätestens aber bis zum Alter von 24 bzw. 32 Wochen. Der Impfstoff wird über den Sprechstundenbedarf bezogen.

Die Abrechnung und Vergütung erfolgt mit der GOP 89127A (erste Dosen eines Impfzyklus, bzw. unvollständige Impfserie) und GOP 89127B (letzte Dosis eines Impfzyklus nach Fachinformation). Die Impfung wird wie die übrigen Einfachimpfungen vergütet.

Die bisher bestehenden regionalen Verträge mit der Barmer GEK, der BKK VAG Baden-Württemberg, der Deutschen BKK und der AOK Baden-Württemberg wurden zum 31. Dezember 2013 beendet. Die regionalen GOP 89134A und 89134B können dann nicht mehr abgerechnet werden.


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Was gilt für die Auffrischimpfung Tetanus?Details

Die nächste fällige Auffrischimpfung Tetanus/Diphtherie soll zusammen mit Pertussis- (GOP 89303 R) oder bei gegebener Indikation auch mit Polio-Impfkomponente (GOP 89400 R) erfolgen.


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Was ist bei der postexpositionellen Tetanus-Prophylaxe zu beachten?Details

Die Leistung kann bei alleiniger Tetanusimpfung nicht gesondert berechnet werden.
In der Regel erfolgt die Tetanus-Auffrischimpfung kombiniert mit Diphtherie und ggf. weiteren indizierten Antigenen (z. B. Pertussis).

In diesen Fällen kann die EBM-Nummer der Kombinationsimpfung (89201 R für Td-Impfstoff, 89303 R für Tdap-Impfstoff) angesetzt werden.

Entnahme des Impfstoffs aus dem SSB. Für Patienten, deren Krankenkasse der Schutzimpfungsvereinbarung nicht beigetreten ist, erfolgt die Verordnung des Impfstoffs auf Privatrezept, die Impfleistung wird nach GOÄ in Rechnung gestellt.

Die gegebenenfalls (selten!) notwendige Gabe des Passivimpfstoffs ist kurativ. Die Impfleistung kann nicht gesondert berechnet werden. Entnahme des Immunglobulins aus dem SSB (nicht bei Arbeitsunfällen).


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Was ist bei der postexpositionellen Tollwut-Prophylaxe zu beachten?Details

Achtung: Die postexpositionelle Tollwut-Prophylaxe ist Therapie und deshalb nicht in der Schutzimpfungsrichtlinie geregelt.

Sowohl der Aktiv- als auch der Passivimpfstoff müssen auf den Namen des Versicherten verordnet werden und sind nicht über Sprechstundenbedarf zu beziehen. Bitte achten Sie bei der Verordnung des Aktivimpfstoffes dennoch auf die Kennzeichnung mit der Ziffer „8“. Eine Impfziffer kann nicht abgerechnet werden.


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Wie ist bei einer präventiven Tollwutimpfung bei Freizeitaktivitäten (z. B. Hobby-Jäger) zu verfahren?Details

Die Impfung fällt in diesen Fällen in die Eigenverantwortung des Versicherten und ist somit privat zu verordnen.

Für Reiseimpfungen auf private Veranlassung besteht kein Leistungsanspruch. Für Impfungen aufgrund erhöhter beruflicher Gefährdung ist der Arbeitgeber in der Leistungspflicht. Präventive Tollwut-Impfungen sind privat zu verordnen und zu liquidieren.


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Varizellen - Was gilt für die Standardimpfung?Details

Standardimpfung mit zwei Dosen eines monovalenten Impfstoffs!
Kein Hinweis mehr auf bevorzugte Gabe des Kombinationsimpfstoffs MMRV bei bestehender Indikation einer Varizellen-Impfung.

Nachimpfung nur einmal geimpfter Kinder und Jugendlicher bis zum vollendeten 18. Lebensjahr mit einem monovalenten Impfstoff.


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Liegt eine Vertretung vor, wenn ein Arzt außerhalb seiner Sprechstunde seine Patienten für Notfallbehandlungen (zum Beispiel über die Mittagszeit oder mittwochnachmittags) an einen Kollegen verweist, mit dem er eine Absprache bezüglich Notfallbehandlungen getroffen hat?Details

Nein, es handelt sich um keine Vertretung, sondern um die Absicherung der Präsenzpflicht.


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Liegt eine Vertretung vor, wenn die Partner in einer Berusausübungsgemeinschaft (BAG) gegenseitig die Behandlung der Patienten eines abwesenden BAG-Partners übernehmen?Details

Nein, nur dann wenn in der BAG ein externer Arzt als Vertreter eines BAG-Partners eingesetzt wird, gelten die Vertretungsregelungen.


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Wo ist die Vertretung gesetzlich geregelt?Details

§ 32 Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV) (Vertragsärzte),
§ 32 a Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV) (Ermächtigte),
§ 1 Abs. 3 i.V.m. § 32 Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV) (Angestellte)

§ 4 Abs. 3, § 15 Abs. 1, § 17 Abs. 3 Bundesmantelvertrag (BMV-Ä),
§ 8 Abs. 5, § 13 Abs. 9, § 20 Bundesmantelvertrag Ärzte/Ersatzkassen (EKV)
§ 2 Abs. 15 Satzung der KV Baden-Württemberg

Vertreterrichtlinie der KV Baden Württemberg (siehe unten)


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Vertreterrichtlinie

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Kann ein genehmigter Weiterbildungsassistent den Vertragsarzt vertreten?Details
- wenn der Assistent in der Praxis des vertretenen Vertragsarztes beschäftigt ist
- wenn der Assistent in der Praxis eines anderen Vertragsarztes beschäftigt ist
 

Ja, der Vertragsarzt kann sich durch einen genehmigten Weiterbildungsassistenten bei Abwesenheit vertreten lassen, wenn sich dieser im letzten Weiterbildungsjahr befindet und es sich um eine unvorhergesehene/kurzfristige Vertretung handelt oder die Vertretung zur Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung erfolgt. Die Vertretungszeit ist dabei auf maximal 30 Arbeitstage (sechs Wochen) innerhalb von zwölf Monaten begrenzt. Der anstellende Arzt hat sich von der persönlichen fachlichen Eignung des Weiterbildungsassistenten zu überzeugen (§ 4 Abs. 2 Vertreterrichtlinie). Der Vertragsarzt haftet grundsätzlich für den Vertreter.

Wird ein genehmigter Weiterbildungsassistent derselben Fachrichtung als Vertreter eingesetzt, der bei einem anderen Vertragsarzt beschäftigt ist, ist mit der Ärztekammer die Unterbrechung der Weiterbildungszeit abzuklären. Der Weiterbildungsassistent hat dem Vertretenen einen Nachweis des Ausbilders vorzulegen, aus dem hervor geht, dass er für die Vertretungstätigkeit geeignet ist.


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Ein Vertragsarzt verstirbt am 15. Mai eines Jahres. Wie lange wird ein Praxisverweser genehmigt?Details

Der Praxisverweser wird maximal für die zwei darauffolgenden Quartale, hier bis zum 31. Dezember des Jahres, genehmigt.


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Handelt es sich um eine zulässige Vertretung, wenn der Vertragsarzt operiert, im Belegkrankenhaus tätig ist oder Hausbesuche durchführt und der Vertreter der Praxis gleichzeitig die Sprechstunde hält? Details

Nein, weil der Vertreter und der Vertretene nicht gleichzeitig nebeneinander tätig werden können.


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Kann ein Internist durch einen Allgemeinmediziner vertreten werden?Details

Ja, wenn der Internist ausschließlich hausärztlich tätig wird.


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Wie lange kann ich mich genehmigungsfrei vertreten lassen?Details

Gemäß Zulassungsverordnung für Ärzte drei Monate innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten. Nach derzeitiger Auslegung der KVBW sind dies 65 Arbeitstage (Montag bis Freitag) innerhalb eines Zwölfmonatszeitraumes. Das heißt, dass regelhafte Vertretungen in Addition der wöchentlich vertretenen Tage bis zu 65 Arbeitstagen genehmigungsfrei, aber nicht anzeigefrei sind.


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Wann muss eine Vertretung angezeigt werden?Details

Wenn die Vertretung länger als eine Woche dauert, so ist sie der KVBW im Voraus anzuzeigen (§ 2 Vertreterrichtlinie). Hierzu steht Ihnen auf der Homepage ein entsprechendes Formular zur Verfügung (siehe unten).

Bei Abwesenheiten bzw. Vertretungen von weniger als acht Tagen, also unter einer Woche, muss diese nicht im Voraus angezeigt werden. Die Vertretungszeiten sind dann mit Namen des Vertreters in der Sammelerklärung, die mit der Abrechnung eingereicht wird, anzuzeigen.

Alle Abwesenheiten, auch längere, müssen mit Angabe der Vertretung auf der Sammelerklärung aufgeführt werden.


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Urlaubs-/Abwesenheitsmeldung

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Wie muss ich die Vertretungszeiten anzeigen beziehungsweise eine Genehmigung beantragen?Details

Grundsätzlich formfrei. Zur leichteren Handhabung stehen Formulare auf unserer Homepage zur Verfügung, welche Sie am PC ausfüllen können.


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Genehmigungsantrag Vertreter
Urlaubs-/Abwesenheitsmeldung

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In welchen Fällen kann ich mich vertreten lassen?Details

Nach der Zulassungsverordnung und der Vertreterrichtlinie ist eine Vertretung bei Krankheit, Urlaub, Teilnahme an einer ärztlichen Fortbildung oder Wehrübung für einen Zeitraum von drei Monaten innerhalb von zwölf Monaten ohne Genehmigung möglich.

Eine Vertragsärztin kann sich im unmittelbaren Zusammenhang mit einer Entbindung bis zu einer Dauer von zwölf Monaten ohne Genehmigung vertreten lassen.

Wenn die Vertretung länger dauert, so ist für die Beschäftigung eines Vertreters die vorherige Genehmigung der KV Baden-Württemberg einzuholen.

Diese kann erteilt werden,

  1. wenn dies im Rahmen der Aus- oder Weiterbildung oder aus Gründen der Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung erfolgt,
  2. während Zeiten der Erziehung von Kindern bis zu einer Dauer von 36 Monaten, wobei dieser Zeitraum nicht zusammenhängend genommen werden muss, und
  3. während der Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung bis zu einer Dauer von sechs Monaten.

Die Genehmigungen werden befristet erteilt. Die Genehmigung aus Sicherstellungsgründen erfolgt in der Regel längstens für die Dauer von zwei Jahren. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden Württemberg kann die in  Nummer 2 und 3 genannten Zeiträume verlängern. Für die Beschäftigung eines Vertreters ist die vorherige Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung erforderlich.


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Ist eine regelmäßige Vertretung (zum Beispiel stundenweise oder ein- bis zweimal wöchentlich) möglich?Details

Ja, sofern die Vertretungszeiten einschließlich der Urlaubs, Krankheits- und Fortbildungstage, die 65 Arbeitstage (Montag bis Freitag) innerhalb eines Zwölf-    Monatszeitraumes nicht überschreiten. Die regelmäßige Vertretung ist im Voraus anzuzeigen. Hierzu stehen Ihnen unsere Formulare auf der Homepage (siehe unten) zur Verfügung.

Stundenweise bezeihungsweise halbtageweise Vertretungen werden als  Ganztagsvertretungen gerechnet.


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Urlaubs-/Abwesenheitsmeldung

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Können sich Ärzte unterschiedlicher Fachgebietsbezeichnungen gegenseitig vertreten? Details

Es ist grundsätzlich erforderlich, dass die Ärzte, die sich gegenseitig vertreten, über dieselbe Fachgebietsbezeichnung verfügen.



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Kann ein Facharzt für Allgemeinmedizin einen hausärztlich tätigen Internisten vertreten? Details

Ja, da beide Ärzte an der hausärztlichen Versorgung teilnehmen und das entsprechende Leistungsspektrum anbieten.


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Kann ein hausärztlicher Internist innerhalb einer Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) einen fachärztlichen Internisten vertreten?Details

Nach dem BSG (Entscheidung B 6 KA 31/10 R) kann ein Vertragsarzt einen anderen Vertragsarzt nur im Rahmen seiner eigenen Zulassung vertreten. In einer versorgungsbereichsübergreifenden Berufsausübungsgemeinschaft, so das BSG, darf der Gesellschafter, der nur zur hausärztlichen Versorgung zugelassen  ist, auch im Vertretungsfall keine Leistungen abrechnen, deren Abrechnung dem fachärztlichen Versorgungsbereich vorbehalten ist.


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Kann der Vertragsarzt eine Vertretung ablehnen, wenn ein benachbarter Arzt anfragt, ob er während seiner Abwesenheit in Vertretung die Betreuung seiner Patienten übernimmt? Details

Ja. Allerdings ist die Berufsordnung zu beachten, nach der niedergelassene Ärzte grundsätzlich zur gegenseitigen Vertretung bereit sein sollen.


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Kann der Vertragsarzt sich trotz mehreren Kollegen am Ort durch einen Kollegen in einem benachbarten Ort vertreten lassen? Details

Der Vertragsarzt ist für die Versorgung seiner Patienten, auch bei Abwesenheit verantwortlich. Dies beinhaltet auch, dass sich der kollegiale Vertreter in zumutbarer Entfernung für die Patienten befindet.


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Ist die Abwesenheitsmeldung auf der Sammelerklärung zur Abrechnung als Meldung ausreichend?Details

Nein. Die Angabe auf der Sammelerklärung hat Bedeutung für die Leistungsabrechnung, während die Meldung an den Geschäftsbereich Zulassung/Sicherstellung im Interesse der sicherzustellenden Patientenversorgung erfolgt.


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Kann ein angestellter Arzt vertreten werden?Details

Die Vertretungsregelungen gelten über § 1 Abs. 3 Zulassungs-Verordnung auch für angestellte Ärzte.


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Müssen Psychotherapeuten bei Abwesenheit einen Vertreter benennen beziehungsweise melden?Details

Ist der Psychotherapeut zum Beispiel in Urlaub, hat er einen Ansprechpartner für seine Patienten zu benennen.


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Gibt es für die Meldung der Vertretungszeiten Formulare?Details

Die Formulare finden Sie in unserer Rubrik Homepage-Praxisalltag unter Vertretungen.


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Was ist eine kollegiale Vertretung?Details

Eine kollegiale Vertretung liegt vor, wenn der Vertreter die Vertretungsfälle in seiner eigenen Praxis behandelt. Die Abrechnung erfolgt über den Vertreterschein.


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Kann ein Vertragsarzt einen anderen Vertragsarzt in dessen Praxis vertreten?Details

Ja, in Ausnahmefällen, wenn dies zur Sicherstellung erforderlich ist und die eigene Präsenzpflicht nicht beeinträchtigt wird. Die Abrechnung erfolgt über den Arzt, der sich vertreten lässt.


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Ein ermächtigter Arzt möchte sich über den Dreimonatszeitraum vertreten lassen. Kann dies genehmigt werden? Details

Nein, da die Zulassungsverordnung keine längere Vertretung als den Dreimonatszeitraum zulässt. Insofern bleibt dem ermächtigten Arzt nur die Möglichkeit, seine Ermächtigung vorübergehend zu beenden. Gleiches gilt auch für ermächtigte Ärztinnen im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft.


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Wie und von wem kann sich ein substituierender Vertragsarzt in seiner Praxis vertreten lassen?Details

Für substituierende Ärzte sind spezielle Vertretungsvorschriften in § 5 Abs. 3 BtMVV zu beachten. Nach § 5 Abs. 3 BtMVV soll ein substituierender Arzt, der die Fachkunde Suchtmedizin innehat, sich grundsätzlich durch einen Arzt vertreten lassen, der dieselben Voraussetzungen erfüllt.

Gelingt es dem substituierenden Arzt nicht, einen entsprechenden Vertreter zu bestellen, so kann der Arzt durch einen Arzt, der die Mindestanforderungen an die suchttherapeutische Qualifikation nicht erfüllt, zur Sicherstellung der kontinuierlichen Betreuung der Patienten vertreten werden. Das ist für einen zusammenhängenden Zeitraum von bis zu vier Wochen und längstens insgesamt zwölf Wochen im Jahr möglich. Dabei hat sich der vertretende Arzt hinsichtlich der Substitutionsbehandlung vor Vertretungsbeginn mit dem vertretenen Arzt abzustimmen. Dies gilt auch, wenn im Rahmen der Vertretung eine unvorhergesehene Änderung der Substitutionstherapie erforderlich ist. Wenn eine entsprechende Abstimmung rechtzeitig nicht möglich ist, ist ein anderer Arzt mit der Fachkunde Suchtmedizin konsiliarisch einzubinden.

Wenn der Vertreter über einen Zeitraum von länger als vier Wochen eingesetzt werden soll, muss er auf jeden Fall die Fachkunde Substitution erworben haben. Auch ist bei einer Vertretung für länger als vier Wochen eine Ummeldung an das Substitutionsregister erforderlich

Die vom Vertreter in der Praxis des Vertretenen erbrachten Substitutionsleistungen werden über den Vertretenen abgerechnet und vergütet. Erfolgt die Vertretung nicht in eigener Praxis ist hierbei zu beachten, dass die Abrechnung auf einem so genannten Vertreterschein vorzunehmen ist. Bei Fragen können Sie sich gerne an Ihre bekannten Ansprechpartnerinnen Substitution wenden.


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Inwieweit können sich Psychologische Psychotherapeuten vertreten lassen?Details

Im Falle von Psychotherapeuten ist festzuhalten, dass eine Vertretung bei genehmigungspflichtigen Therapien und probatorischen Sitzungen nach den Bundesmantelverträgen grundsätzlich nicht zulässig ist.


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Muss ein ausschließlich ambulant tätiger Anästhesist, der nur Operationen betreut, Vertreter benennen?Details

Fachärzte für Anästhesie, die ausschließlich ambulant tätig sind, sind nicht von den Vertretungsregelungen ausgenommen. Die Urlaubszeiten sind der KV Baden-Württemberg zu melden und Vertreter gegebenenfalls in Absprache mit den Operateuren zu benennen.


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Ein Partner einer Berufsausübungsgemeinschaft ist an bestimmten Tagen allein in der Praxis tätig, weil dadurch zum Beispiel längere Sprechzeiten für die Patienten je Wochentag erzielt werden sollen oder um Zeit für andere Tätigkeiten zu haben. Muss in solchen Fällen die Vertretung angezeigt werden?Details

Nein, nach dem Bundessozialgericht sind die Vertretungsregelungen des § 32 Abs. 1 Ärzte-ZV nicht auf die in einer Berufsausübungsgemeinschaft tätigen Partner anwendbar. Die Behandlung durch einen anderen Arzt der Berufsausübungsgemeinschaft ist keine „Vertretung“ des Vertragsarztes. Dies gilt auch für fach- und versorgungsübergreifende Berufsausübungsgemeinschaften. Die Berufsausübungsgemeinschaft tritt der KV gegenüber wie ein Einzelarzt als einheitliche Rechtspersönlichkeit auf. Die für die Vertragsärzte geltenden Vertretungsregelungen gelten für die Praxis als Gesamtheit.


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Kann in einer fach- und versorgungsübergreifenden Berufsausübungsgemeinschaft die Versorgung der Patienten wechselseitig ohne Vertretermeldung erfolgen?Details

Ja, es gelten die Regelungen wie bei der fachgleichen Berufsausübungsgemeinschaft. Die Behandlung, die wechselseitig von den Partnern der Berufsausübungsgemeinschaft wahrgenommen werden kann, wird aber je nach Fachgebiet geringer sein.


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Was muss der Berufsausübungsgemeinschaftspartner bei einer praxisinternen „Vertretung“ seines Berufsausübungsgemeinschaftspartners berücksichtigen?Details

Es müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Leistungen, für die spezielle Qualifikationsnachweise erforderlich sind, können nur erbracht und abgerechnet werden, wenn die hierfür erforderlichen Qualifikationen auch beim BAG-Partner, der die Behandlungen übernimmt, vorhanden sind. (BSG-Urteil v. 14.12.11, B 6 KA 31/10 R).
  • Der BAG-Partner muss die gleiche Gebietsbezeichnung wie der „vertretene“ BAG-Partner führen und im selben Versorgungsbereich zugelassen sein       
  • Sofern in den Abrechnungsbestimmungen die Leistungserbringung (und deren Abrechnung) bestimmten Arztgruppen zugewiesen ist, ist auch der Vertreter hieran gebunden.

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Wo ist die Genehmigung zur Beschäftigung von Assistenten gesetzlich geregelt?Details

§ 98 Abs. 2 Nr. 13 SGB V
§ 32 Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV)
Assistenten-Richtlinie der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg
§ 2 Abs. 15 Satzung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg
§ 3 Abs. 1 Satzung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg
§ 8 Abs. 9 b Satzung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg
§ 15 Abs. 1 Bundesmantelvertrag -Ärzte- (BMV-Ä)
§ 14 Abs. 1 Bundesmantelvertrag -Ärzte/Ersatzkassen- (EKV)
§ 14 Abs. 2 Bundesmantelvertrag -Ärzte- (BMV-Ä)
§ 20 Abs. 2 Bundesmantelvertrag -Ärzte/Ersatzkassen- (EKV)


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Aus welchem Grund kann ein Assistent genehmigt werden?Details

Vertragsärzte, Vertragspsychotherapeuten oder in einer Vertragsarztpraxis bzw. Vertragspsychotherapeutenpraxis oder im MVZ angestellte Ärzte/Psychotherapeuten können Assistenten beschäftigen, wenn dies zum Zwecke der Weiterbildung, der Ausbildung zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung oder zum Erwerb der Approbation, der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder der Sicherstellung erfolgt.


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In welchen Fällen kann die Genehmigung zur Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten erteilt werden?Details

Die Genehmigung zur Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten kann zur Absolvierung der nach der jeweils geltenden Weiterbildungsordnung erforderlichen Mindestweiterbildungszeiten sowie nach Vorliegen der erforderlichen Mindestweiterbildungszeiten in der Übergangszeit bis zum Fachgespräch und der anschließend geplanten Anstellung bzw. Zulassung durch den Zulassungsausschuss für Ärzte erteilt werden.


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In welchen Fällen kann die Genehmigung zur Beschäftigung eines Sicherstellungsassistenten erteilt werden?Details

Die Genehmigung zur Beschäftigung eines Sicherstellungsassistenten kann erteilt werden, wenn es sich um einen zeitlich absehbaren und keinen Dauerbedarf handelt. Dies ist in der Regel der Fall bei Krankheit, Schwangerschaft und Mutterschutz, Kindererziehungszeiten, der Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung, bei berufspolitischer und/oder politischer Tätigkeit sowie für die Tätigkeit als Lehrbeauftragter, zum Kennenlernen potentieller Kooperationspartner bei geplanter Gründung einer Berufsausübungsgemeinschaft, Anstellung oder Einarbeitung in den Praxisablauf bei geplanter Praxisübergabe oder der bisherige Praxisinhaber den Antragsteller bei der Einarbeitung in den Praxisablauf unterstützt.


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Wo finde ich die Antragsformulare auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Assistenten?Details
 
Welche Unterlagen sind dem Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Assistenten beizufügen?Details

Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten

  •  Weiterbildungsbefugnis des Antragstellers
  • Approbationsurkunde, ggf. Facharztanerkennung des Assistenten

Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Assistenten zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung oder zum Erwerb der Approbation (ohne Kenntnisprüfung)

  •  Erlaubnis nach § 10 Bundesärzteordnung

Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Assistenten in der Weiterbildung zum ärztlichen Psychotherapeuten für die nach der jeweils geltenden Weiterbildungsordnung erforderlichen Langzeittherapien und die dazu notwendigen Stundenkontingente

  • Weiterbildungsbefugnis des Antragstellers
  • Approbationsurkunde des Assistenten
  • Bescheinigung der zuständigen Ärztekammer, dass die Langzeittherapien und die dazu notwendigen Stundenkontingente auf die Weiterbildung angerechnet werden

Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Ausbildungsassistenten zum Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

  • Bestätigung des anerkannten Ausbildungsinstituts, dass ein Ausbildungsverhältnis besteht und der Assistent die Voraussetzung erfüllt, selbständig Psychotherapien unter Supervision durchführen kann
  • Bestätigung, dass der Antragsteller als Supervisor anerkannt ist

Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Sicherstellungsassistenten
bei Ärztlichen Assistenten

  • Approbationsurkunde des Assistenten
  • Facharztanerkennung

bei Psychologischen Psychotherapeuten

  • Approbationsurkunde des Assistenten
  • Fachkundenachweis des Assistenten

aus gesundheitlichen Gründen

  • Aktuelles ärztliches Attest (keine Selbstauskunft)

bei Schwangerschaft und Mutterschutz

  • Ärztliche Bescheinigung über die bestehende Schwangerschaft und den voraussichtlichen Geburtstermin

aufgrund von Kindererziehung

  • Geburtsurkunde des Kindes

aufgrund der Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung

  • Bescheinigung der Pflegekasse über die bestehende Pflegestufe

im Rahmen berufspolitischer und/oder politischer Tätigkeit oder Tätigkeit als Lehrbeauftragter

  • Nachweis über die ausgeübten Tätigkeiten sowie detaillierte Angabe des zeitlichen Umfangs der Tätigkeit

zum Kennenlernen potenzieller Kooperationspartner bei geplanter Gründung einer Berufsausübungsgemeinschaft, Anstellung oder Einarbeitung in den Praxisablauf bei geplanter Praxisübergabe

  • Absichtserklärung über die geplante Kooperation

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Werden die Unterlagen im Original benötigt oder sind Kopien ausreichend?Details

Das vom Vertragsarzt, Vertragspsychotherapeuten oder vom Ärztlichen Leiter des MVZ sowie vom Assistenten unterzeichnete Antragsformular bitten wir im Original einzusenden. Die beizufügenden Nachweise sind in Kopie ausreichend.


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Wann ist der Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Assistenten zu stellen?Details

Der Antrag ist rechtzeitig vor dem geplanten Beschäftigungsbeginn zu stellen. Eine rückwirkende Genehmigung ist ausgeschlossen. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, empfehlen wir, den Antrag ca. sechs Wochen vor dem geplanten Beschäftigungsbeginn zu stellen.


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Welche Konsequenzen hat die Beschäftigung von ungenehmigten Assistenten?Details

Leistungen, welche von nicht genehmigten Assistenten erbracht werden, können von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg nicht anerkannt werden. Ausbezahlte Honorare werden daher vom jeweiligen Vertragsarzt/Vertragspsychotherapeuten zurückgefordert. Darüber hinaus kann die Beschäftigung von ungenehmigten Assistenten zur Einleitung eines Disziplinarverfahrens führen.


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Wie werden die vom Assistenten erbrachten Leistungen abgerechnet?Details

Die Abrechnung der vom Assistenten erbrachten Leistungen erfolgt über den Genehmigungsinhaber. Hintergrund: Die vom Assistenten erbrachten Leistungen gelten als persönliche Leistung des Genehmigungsinhabers.


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Darf mit der Genehmigung eines Assistenten die Vertragsarztpraxis/Vertragspsychotherapeutenpraxis ausgeweitet werden bzw. erhält der Praxisinhaber ein größeres Regelleistungsvolumen?Details

Der Assistent darf nicht der Vergrößerung der Vertragsarztpraxis oder der Aufrechterhaltung eines übergroßen Praxisumfangs dienen.

Hintergrund: Sinn und Zweck der Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten bestehen darin, dass diesem praktische Erfahrung und zusätzliche Kenntnisse vermittelt werden, um auch in Zukunft eine möglichst hohe Versorgungsqualität zu gewährleisten.

Eine Genehmigung zur Beschäftigung eines Sicherstellungsassistenten wird erteilt, wenn der Vertragsarzt/Vertragspsycho-therapeut vorübergehend gehindert ist, seinen vertragsärztlichen/vertragspsychotherapeutischen Pflichten in vollem Umfang nachzukommen.


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Wie viele Assistenten können zeitgleich in der Vertragsarztpraxis/Vertragspsychotherapeutenpraxis genehmigt werden?Details

Der Antragsteller kann Assistenten im Umfang seines Versorgungsauftrages beschäftigen, d.h. grundsätzlich maximal einen ganztags oder zwei halbtags angestellte Assistenten. Dabei ist die gleichzeitige Beschäftigung von Weiterbildungs-/Ausbildungsassistenten neben Sicherstellungsassistenten grundsätzlich zulässig.


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Gibt es Musterarbeitsverträge für Assistenten?Details

Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg gibt keine Musterarbeitsverträge heraus. Entsprechende Musterarbeitsverträge gibt es im juristischen Fachbuchhandel.


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Im Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten verpflichtet sich der Antragsteller dem Assistenten eine angemessene Vergütung zu zahlen. Wie definiert man die angemessene Vergütung?Details

Gemäß § 34 Abs. 4 Heilberufe-Kammergesetz i. V. m. der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Baden-Württemberg muss die berufliche Tätigkeit im Rahmen der Weiterbildung angemessen vergütet werden. Als Orientierungswert für eine angemessene Vergütung kann der Durchschnittswert der Vergütung auf der Basis der branchenüblichen Tarifverträge entsprechend dem jeweiligen Stand der Weiterbildung zugrunde gelegt werden. Für weitere Informationen bitten wir Sie sich an Ihre zuständige Ärztekammer zu wenden.


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Kann ein Vertragsarzt mit vollem Versorgungsauftrag als Weiterbildungsassistent genehmigt werden?Details

Die Zulassung verpflichtet den Arzt nach § 19a Abs. 1 Ärzte-ZV die vertragsärztliche Tätigkeit vollzeitig auszuüben. Nach der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Baden-Württemberg in der geltenden Fassung hat die Weiterbildung mindestens in halbtags zu erfolgen.

Die Genehmigung eines Vertragsarztes mit vollem Versorgungsauftrag als Weiterbildungsassistent ist damit ausgeschlossen.

Der Vertragsarzt hat jedoch die Möglichkeit, sich für die Zeit der Weiterbildung einen Vertreter in seiner Vertragsarztpraxis genehmigen zu lassen oder das Ruhen der Zulassung beim Zulassungsausschuss für Ärzte zu beantragen. Für eine ausführliche Beratung stehen Ihnen unsere Niederlassungsberater im Hause zur Verfügung.


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Kann ein in der Vertragsarztpraxis angestellter Arzt einen Weiterbildungsassistenten genehmigt bekommen?Details

Auch weiterbildungsbefugten angestellten Ärzten in der Vertragsarztpraxis kann ein Weiterbildungsassistent genehmigt werden. Ist ausschließlich der angestellte Arzt in der Vertragsarztpraxis weiterbildungsbefugt, muss neben der Weiterbildungsbefugnis des angestellten Arztes auch die von der Ärztekammer erteilte Zulassung als Weiterbildungsstätte vorgelegt werden. Der Antrag ist in diesen Fällen vom Vertragsarzt und angestellten Arzt in der Vertragsarztpraxis zu stellen.


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Kann nach Abschluss der für die Anmeldung zum Fachgespräch erforderlichen Mindestweiterbildungszeiten eine weitere Genehmigung im Hinblick auf eine geplante Anstellung oder Zulassung erteilt werden?Details

In der Übergangszeit bis zum Fachgespräch und der anschließend geplanten Anstellung oder Zulassung kann eine weitere Genehmigung zur Beschäftigung als Weiterbildungsassistent für maximal ein Jahr erteilt werden.

In dieser Zeit sind das Fachgespräch erfolgreich abzulegen und die Genehmigung der Anstellung oder Zulassung durch den Zulassungsausschuss für Ärzte zu beantragen und erteilt zu bekommen. Es empfiehlt sich daher zeitnah nach Vorliegen sämtlicher Pflichtweiterbildungszeiten sich zum Fachgespräch anzumelden und nach erfolgreich abgelegtem Fachgespräch umgehend einen Antrag beim Zulassungsausschuss für Ärzte zu stellen.


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Was ist der Unterschied zwischen einem Sicherstellungsassistent und einem Vertreter?Details

Im Unterschied zum Vertreter wird der Sicherstellungsassistent neben dem Vertragsarzt/Vertragspsychotherapeuten während eines von vornherein genehmigten Zeitraums tätig.


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Kann einem angestellten Arzt in der Vertragsarztpraxis/Vertragspsycho-therapeutenpraxis ein Sicherstellungsassistent genehmigt werden?Details

Die Assistentenrichtlinie der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg gilt auch für die in Vertragsarztpraxen bzw. Vertragspsychotherapeutenpraxen angestellten Ärzte/Psychotherapeuten. Bei Erfüllung der sonstigen Voraussetzung kann daher auch einem angestellten Arzt in der Vertragsarztpraxis/Vertragspsychotherapeutenpraxis ein Sicherstellungsassistent genehmigt werden. Der Antrag ist in diesem Fall sowohl vom Vertragsarzt/Vertragspsychotherapeuten als auch vom angestellten Arzt/Psychotherapeuten zu stellen.


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Was ist der Unterschied zwischen einem Sicherstellungsassistent und einem durch den Zulassungsausschuss für Ärzte zu genehmigenden angestellten Arzt?Details

Ein Sicherstellungsassistent kann in den Fällen des § 3 Abs. 4 Assistenten-Richtlinie der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg genehmigt werden, wenn es sich um einen zeitlich absehbaren Bedarf handelt. Sollte es sich um einen dauerhaften Bedarf handeln, kann ein Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines angestellten Arztes beim Zulassungsausschuss für Ärzte gestellt werden.


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Kann ein zugelassener Vertragsarzt als Sicherstellungsassistent genehmigt werden?Details

Ein zugelassener Vertragsarzt kann im Rahmen einer Nebenbeschäftigung als Sicherstellungsassistent genehmigt werden, wenn der Arzt unter Berücksichtigung der Dauer und zeitlichen Lage der Nebentätigkeit den Versicherten in dem seinem Versorgungsauftrag entsprechenden Umfang persönlich zur Verfügung steht und insbesondere in der Lage ist, Sprechstunden zu den in der vertragsärztlichen Versorgung üblichen Zeiten anzubieten.


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Ist ein Sicherstellungsassistent verpflichtet, am Notfalldienst teilzunehmen?Details

Der Sicherstellungsassistent ist nicht verpflichtet, am Notfalldienst teilzunehmen, da er kein angestellter Arzt im Sinne der Notfalldienstordnung ist. Die Verpflichtung am Notfalldienst teilzunehmen verbleibt beim Vertragsarzt. Der Sicherstellungsassistent kann jedoch auf freiwilliger Basis am Notfalldienst teilnehmen.


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Benötigt der Sicherstellungsassistent eine abgeschlossene Facharztweiterbildung oder ist die Approbation ausreichend?Details

Der Sicherstellungsassistent benötigt grundsätzlich eine abgeschlossene Facharztweiterbildung bzw. die Berechtigung zum Führen der Bezeichnung Praktischer Arzt. Ferner ist grundsätzlich Fachgebietsidentität erforderlich.

Bei Psychologischen Psychotherapeuten ist das gleiche Richtlinienverfahren erforderlich.


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Kann ein psychotherapeutisch tätiger Arzt im Rahmen der Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung bei einem Vertragspsychotherapeuten genehmigt werden?Details

Die Beschäftigung eines psychotherapeutisch tätigen Arztes bei einem Vertragspsychotherapeuten ist ausgeschlossen. Nach § 2 Abs. 4 (Muster-) Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte (MBO-Ärzte) dürfen Ärzte keine Weisungen von Nichtärzten, hierzu gehören auch die Psychologischen Psychotherapeuten im Sinne der ärztlichen Berufsordnung, entgegennehmen.

Hingegen ist die Beschäftigung eines Psychologischen Psychotherapeuten in der Vertragsarztpraxis eines psychologisch tätigen Arztes zulässig.


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Kann einem ermächtigten Arzt ein Sicherstellungsassistent genehmigt werden?Details

Weder § 32 Ärzte-ZV noch die Assistenten-Richtlinie der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg gilt für ermächtigte Ärzte. Damit ist die Genehmigung eines Sicherstellungsassistenten bei einem ermächtigten Arzt ausgeschlossen.


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In welchem Umfang kann aufgrund berufspolitischer und/oder politischer Tätigkeit ein Sicherstellungsassistent genehmigt werden?Details

Ein Sicherstellungsassistent kann maximal im zeitlichen Umfang der berufspolitischen und/oder politischen Tätigkeit genehmigt werden.


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Ein Sicherstellungsassistent kann während Zeiten der Erziehung von Kindern bis zu einer Dauer von 36 Monaten, wobei dieser Zeitraum nicht zusammenhängend genommen werden muss, genehmigt werden. Wie wird der Sachverhalt von Verwaltungsseite genehmigt?Details

Ein Sicherstellungsassistent kann bis zum vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes genehmigt werden. Ein Anteil der Elternzeit von bis zu 12 Monaten kann auf die Zeit bis zur Vollendung des achten Lebensjahres des Kindes übertragen werden. In allen anderen Fällen erfolgt eine Einzelfallprüfung.


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Eine Vertragsarztpraxis/Vertragspsychotherapeutenpraxis wurde übernommen. Kann der bisherige Praxisinhaber als Sicherstellungsassistent in der Praxis beschäftigt werden?Details

Der bisherige Praxisinhaber kann den Praxisübernehmer bei der Einarbeitung in den Praxisablauf nach Genehmigung durch die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg maximal für die Dauer von sechs Monaten unterstützen.


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Geplant wird die Gründung einer Berufsausübungsgemeinschaft mit einem Facharzt, der bisher noch nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnimmt. Kann dieser Arzt als Sicherstellungsassistent genehmigt werden?Details

Zum Kennenlernen eines potentiellen Kooperationspartners kann eine Genehmigung zur Beschäftigung als Sicherstellungsassistent für maximal sechs Monate erteilt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der beantragte Sicherstellungsassistent über eine abgeschlossene Facharztweiterbildung verfügt.


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Was ist die Blankoformularbedruckung (BFB)? Details

Bei der Blankoformularbedruckung werden Formulare mit einem Laserdrucker auf Sicherheitspapier gedruckt. Die Praxisverwaltungssoftware erzeugt hierbei sowohl das vorgegebene Formularlayout als auch den variablen Formularinhalt (z. B. Versichertendaten). Die Teilnahme an der BFB ist freiwillig.


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Welche Teilnahmevoraussetzungen sind erforderlich?Details

Als Mitglied der KV Baden-Württemberg können Sie am BFB-Verfahren unter folgender Voraussetzung teilnehmen: 

 

Die eingesetzte Praxisverwaltungssoftware und die entsprechenden Muster wurden von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) für die Blankoformularbedruckung zertifiziert (BFB-Zertifizierung). Bitte beachten Sie, dass nicht jedes Praxisverwaltungssystem alle optional zulässigen Muster realisiert hat. Eventuell müssen Sie weiterhin bestimmte Formulare mit dem Nadeldrucker ausfüllen. Eine parallele Nutzung der beiden Verfahren ist aber problemlos möglich. 


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Wie beantrage ich die Blankoformularbedruckung?Details

Benutzen Sie hierzu das Antragsformular „Informationen an die KV“ (unten als Download verfügbar). Ihre „Information an die KVBW“ begründet die Bezugsberechtigung von BFB-Sicherheitspapier beim Kohlhammer-Verlag. 

 

Sobald Sie den Antrag (Information an die KVBW) zurück faxen, sind Sie bereits für BFB registriert. Sie erhalten keine weitere Rückmeldung von Ihrer KV. Da beim Kohlhammer-Verlag immer der Bestellschein Blankopapier (unten als Download verfügbar) verlangt wird, kopieren Sie diesen bitte vorab für Ihre nächsten Bestelllungen.

 

Gleichzeitig faxen Sie den Bestellschein Blankopapier und den ausgefüllten Antrag (Information an die KVBW) an den Kohlhammer-Verlag. Die Sachbearbeiter beim Kohlhammer-Verlag wissen dann, dass Sie die Blankoformularbedruckung bei Ihrer KV angemeldet haben und versenden Ihre Bestellung.


Downloadbare Dokumente
Anmeldeformular BFB
Bestellformular Sicherheitspapier

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Welche Vorteile hat die Blankoformularbedruckung?Details

In der Praxis können die geräuscharmen Laserdrucker für das Drucken der Formulare verwendet werden, und man kann auf die Nutzung der sehr lauten, technisch veralteten, teuren und kaum noch erhältlichen Nadeldrucker verzichten. 

 

Immer aktuelle Formularversionen kommen mit dem Quartalsupdate des Praxisverwaltungssystems in Ihre Praxis. Sie müssen keine Übergangsfristen bei der Gültigkeit von Mustern mehr beachten. 

 

Einige relevante Daten werden aus Sicherheitsgründen über einen zusätzlich aufgedruckten Barcode maschinenlesbar bereitgestellt. Bei der Datenerfassung kann es besonders bei Einsendepraxen so zu erheblichen Einsparungen kommen. 

 

Da es das Sicherheitspapier in DIN-A4- und DIN-A5-Größe gibt, entfällt die platzintensive Lagerung der zahlreichen herkömmlichen Muster. 


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Welche Formulare können mit der BFB erzeugt werden?Details

Alle bundesweit einheitlichen vertragsärztlichen Formulare und Psychotherapieformulare mit den Ausnahmen Muster 16 (Rezept) und BTM-Rezept (Betäubungsmittelrezept) können generell für das Verfahren der Blankoformularbedruckung von der KBV zertifiziert werden. Die Softwarehäuser erhalten die notwendigen Informationen und erforderlichen Unterlagen bei der KBV. 

 

Das Rezept (Muster 16) kann aus Sicherheitsgründen nicht im BFB-Verfahren erstellt werden. Der Originalvordruck kann aber problemlos mit dem Laserdrucker bedruckt werden. Das BTM-Rezept kann, u a. weil es ein Formular mit Durchschlägen ist, nicht mit einem Laserdrucker bedruckt werden. Zum Ausfüllen können Sie entweder einen herkömmlichen Nadeldrucker nutzen oder Sie können es manuell ausfüllen. Teilweise kann auch softwareseitig gesteuert werden, dass der Ausdruck von bestimmten Seiten eines Musters unterdrückt wird. Zum Beispiel ist der Ausdruck des Musters 01c (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – Ausfertigung zum Verbleib beim Arzt) nicht notwendig, wenn in dem Praxisverwaltungssystem zu dem Patienten dokumentiert wurde, dass eine AU ausgestellt wurde. 

 

Liste der bundesweit einheitlichen Formulare, die für die BFB freigegeben sind:

  • Muster 01 Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung 
  • Muster 02 Verordnung von Krankenhausbehandlung 
  • Muster 03 Bescheinigung über den mutmaßlichen Tag der Entbindung 
  • Muster 04 Verordnung einer Krankenbeförderung 
  • Muster 06 Überweisungs-/Abrechnungsschein 
  • Muster 07 Überweisungsschein Psychotherapie 
  • Muster 08 Sehhilfenverordnung 
  • Muster 08a Verordnung von vergrößernden Sehhilfen 
  • Muster 09 Ärztliche Bescheinigung für die Gewährung von Mutterschaftsgeld bei Frühgeburten 
  • Muster 10 Überweisungs-/Abrechnungsschein für Laboratoriumsuntersuchungen als Auftragsleistung 
  • Muster 10a Anforderungsschein für Laboratoriumsuntersuchungen bei Laborgemeinschaften 
  • Muster 11 Bericht für den medizinischen Dienst 
  • Muster 12 Verordnung häuslicher Krankenpflege 
  • Muster 13 Maßnahmen der Physikalischen Therapie 
  • Muster 14 Maßnahmen der Stimm-, Sprech-, und Sprachtherapie 
  • Muster 15 Ohrenärztliche Verordnung einer Hörhilfe 
  • Muster 17 Bescheinigung für die Krankengeldzahlung 
  • Muster 18 Maßnahmen der Ergotherapie 
  • Muster 19 Abrechnungsschein für ärztlichen Notfalldienst, Urlaubs- bzw. Krankheitsvertretung 
  • Muster 20 Wiedereingliederung in das Erwerbsleben 
  • Muster 21 Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes 
  • Muster 22 Konsiliarbericht vor Aufnahme einer Psychotherapie 
  • Muster 25 Anregung einer ambulanten Vorsorgeleistung in anerk. Kurorten 
  • Muster 26 Verordnung Soziotherapie gem. § 37a SGB V 
  • Muster 27 Soziotherapeutischer Betreuungsplan gem. § 37a SGB V 
  • Muster 28 Verordnung bei Überweisung zur Indikationsstellung für Soziotherapie 
  • Muster 30 Berichtsvordruck Gesundheitsuntersuchung 
  • Muster 39 Krebsfrüherkennung Frauen 
  • Muster 40 Krebsfrüherkennung Männer 
  • Muster 41 Arztanfrage 
  • Muster 50 Anfrage auf Zuständigkeit einer anderen Kasse 
  • Muster 51 Anfrage auf Zuständigkeit eines sonstigen Kostenträgers 
  • Muster 52 Anfrage auf Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit 
  • Muster 53 Anfrage zum Zusammenhang von Arbeitsunfähigkeit 
  • Muster 55 Bescheinigung zum Erreichen der Belastungsgrenze zur Feststellung einer schweren chronischen Krankheit im Sinne des §62 SGB V 
  • Muster 56 Antrag auf Kostenübernahme 
  • Muster 60 Einleitung von Leistungen zur Rehabilitation oder alternativen Angeboten 
  • Muster 61 Verordnung von medizinischer Rehabilitation 
  • Muster 63 Verordnung spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (SAPV) 
  • Muster 70 Behandlungsplan für Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung gem. § 27 a SGB V 
  • Muster 70a Folgebehandlungsplan für Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung gem. § 27 a SGB V 
  • Muster 71 Erstantrag besondere Arzneimitteltherapie 
  • Muster 71a Weiterverordnung/Folgeantrag besondere Arzneimitteltherapie 
  • Muster 80 Dokumentation des Behandlungsanspruchs von im Ausland Versicherten 
  • Muster 81 Erklärung des im EU- bzw. EWR-Ausland oder der Schweiz versicherten Patienten bei Inanspruchnahme von Sachleistungen 

Liste der psychotherapeutischen Formulare für die BFB. Psychotherapieformulare (ohne Barcode, kein Sicherheitspapier erforderlich): 

  • PTV 1 Antrag des Versicherten auf Psychotherapie 
  • PTV 2 Angaben des Therapeuten zum Antrag des Versicherten 
  • PT 3 (K) Bericht an den Gutachter (Psychotherapie) 

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Sind die Formulare fälschungssicher?Details

Das Fälschen der Formulare ist durch die Verwendung von Sicherheitspapier und durch den Aufdruck eines Barcodes nahezu unmöglich. Wenn Sie Blankoformulare drucken, verwenden Sie ein speziell entwickeltes Sicherheitspapier, erkennbar an der blassrosa Farbe und dem Wasserzeichen. Zudem wird auf diverse Formulare ein Barcode aufgedruckt, mit diesem stehen eine Reihe relevanter Daten maschinenlesbar zur Verfügung. Dies führt zu erheblichen Einsparungen bei der Datenerfassung. Der Barcode erfüllt außerdem die Funktion, manipulative Änderungen am bereits erstellten Vordruckmuster zu erschweren. Im Barcode sind nur Daten gespeichert, die auch auf dem Formular lesbar aufgedruckt sind.


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Muss man bestimmte Drucker/Toner verwenden?Details

Der Ausdruck der BFB-Formulare ist nur mit Laserdruckern mit schwarzem Toner zulässig, da nur diese dokumentenechte Ausdrucke erzeugen können und auf Dauer den Barcode in der notwendigen Qualität ausdrucken. Tintenstrahldrucker sind nicht zulässig, weil sie den Qualitätsanforderungen nicht genügen. Außerdem sind sie im Unterhalt erheblich teuerer (Patronen reichen in der Regel nur für ca. 300 Seiten).


Die Wahl des Laserdruckertyps ist abhängig von der Art der Praxisorganisation. Möchten Sie Formulare im DIN A4- und DIN A5-Format und zusätzlich den Rezeptvordruck bedrucken, benötigen Sie idealerweise einen Mehrschachtdrucker (evtl. mit einem abschließbaren Fach für Rezepte). Ein weiterer Schacht kann beispielsweise auch noch mit weißem Papier für Arztbriefe, Atteste, Bescheinigungen ect. gefüllt werden.

 

Generell sind aber auch Laserdrucker mit nur einem Schacht zulässig, dieser kann dann je nach Bedarf, abhängig von dem zu druckenden Dokument, mit der erforderlichen Papierart befüllt werden. Die Wahl des Druckers erfolgt am Besten in Absprache mit Ihrem Softwarehaus.


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Was muss man über das Sicherheitspapier wissen?Details

Nachdem Sie Ihren praxisspezifischen BFB-Antrag an die KV gesendet  haben, können Sie das Sicherheitspapier – wie die herkömmlichen Muster – über den Formularversand des Kohlhammer-Verlages in Stuttgart bestellen. Die Kosten für das Sicherheitspapier werden von den Krankenkassen getragen.

 

Das Sicherheitspapier darf nur im Rahmen der vertragsärztlichen Tätigkeit zum Einsatz kommen, das bedeutet, dass es nur für die Bedruckung der GKV-Formulare (vertragsärztlichen Formulare) verwendet werden kann. Es ist nicht zulässig, dass das Sicherheitspapier für Arztbriefe, Privatrezepte oder ähnliches genutzt wird. 

 

Das Sicherheitspapier gibt es in den Größen DIN A5 und DIN A4. Alle Formulare werden in diesen Formaten analog zu den Originalformularen abgebildet. Durchschläge oder Rückseiten werden als Zweit- oder Dritt- etc. -Ausdruck reproduziert.


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BFB Verwendung für Psychotherapeuten?Details

Die psychotherapeutischen Formulare PTV 1, PTV 2 und PT 3 (K) werden auf neutrales weißes Papier gedruckt. Wenn in einer psychotherapeutischen Praxis allerdings das Muster 07 (Überweisung – Vor Aufnahme einer Psychotherapie zur Abklärung somatischer Ursachen) mit einem Laserdrucker ausgestellt wird, so muss das Formular auf Sicherheitspapier im DIN A5-Format gedruckt werden.


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Gibt es Bedruckungsvorgaben?Details

Für die Bedruckung der BFB-Formulare darf ausschließlich schwarze Farbe verwendet werden. Außerdem muss auf jedes BFB-Formular automatisch die Anmerkung „Dieses Formular wurde mittels Laserdrucker in der Arztpraxis erzeugt" gedruckt werden. Jede zertifizierte Software hat auch eine so genannte KBV-Prüfnummer. Diese Prüfnummer muss am unteren rechten Formularrand aufgedruckt sein. Verschiedene Formulare werden mit einem Barcode versehen, der Barcode enthält nur die auf dem Formular lesbaren Daten.


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Was passiert, wenn sich bei den Formularen etwas ändert?Details

Mit den KBV-Quartalsupdates werden die Softwarehäuser rechtzeitig über Änderungen bezüglich Inhalt und Aussehen der Formulare informiert. Die Softwarehäuser sind verpflichtet, Ihnen rechtzeitig veröffentlichte Änderungen an den Formularen fristgerecht zur Verfügung zu stellen. Sie können also immer davon ausgehen, dass Sie die aktuell gültigen Formulare mit der Blankoformularbedruckungssoftware erzeugen können. 


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Entstehen Kosten?Details

Für Sie als Mitglied der KV Baden-Württemberg entstehen KV-seitig keine Kosten. Ob Ihnen von Ihrem Softwarehaus Kosten berechnet werden, ist abhängig von der individuellen Vertragssituation mit Ihrem Systemhaus.


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Worum geht es beim Mammographie-Screening?Details

Mit der Einladung zum Mammographie-Screening erhalten Sie dieses Merkblatt. Es dient dazu, Sie über Brustkrebs allgemein sowie über die Möglichkeiten zur Früherkennung von Brustkrebs zu informieren. Sie sollen sich mit Hilfe des Merkblatts selbst eine Meinung bilden, ob Sie die Einladung annehmen möchten. Die Teilnahme am Programm ist freiwillig.


Wenn Sie zwischen 50 und 69 Jahre alt sind, haben Sie alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammographie-Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs. Die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Sind Sie privat versichert, fragen Sie bitte Ihre Krankenversicherung zur Kostenübernahme.


Screening bedeutet, dass allen Menschen einer Altersgruppe eine bestimmte Untersuchung angeboten wird. Bei dem Mammographie-Screening wird die weibliche Brust geröntgt. Ziel der Untersuchung ist es, Brustkrebs möglichst früh zu entdecken, um ihn noch erfolgreich behandeln zu können. Eine Entstehung von Brustkrebs kann dadurch jedoch nicht verhindert werden.


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Was zeichnet das Programm aus? Details

In Deutschland wurde mit großem Aufwand ein Mammographie-Screening-Programm eingerichtet. Das Mammographie-Programm ist ein zusätzliches Angebot zu der jährlichen Krebsvorsorgeuntersuchung bei der Frauenärztin oder dem Frauenarzt.


Das Mammographie-Screening-Programm in Deutschland erfüllt die strengen Qualitätskriterien der „Europäischen Leitlinien“:

  • Die Mammographie wird von Fachkräften an streng kontrollierten, modernen Geräten durchgeführt.
  • Jede Mammographie-Aufnahme wird von mindestens zwei Ärztinnen oder Ärzten begutachtet, die Mammographien von mindestens 5.000 Frauen pro Jahr beurteilen.
  • Auffällige Befunde werden innerhalb des Früherkennungs-Programms von speziell fortgebildeten Ärztinnen und Ärzten abgeklärt.

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Was ist Brustkrebs?Details

Wenn sich eine Zelle des Brustgewebes unkontrolliert zu teilen beginnt, kann Krebs heranwachsen, in gesundes Gewebe eindringen und Absiedelungen, so genannte Metastasen, bilden. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 57.000 Frauen an Brustkrebs. Im Alter zwischen 50 und 69 Jahren ist es etwa eine von 20 Frauen. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 63 Jahren. Rund 17.500 Frauen sterben jährlich an Brustkrebs, im Alter zwischen 50 und 69 Jahren etwa eine von 80 Frauen.


Brustkrebs ist so vielfältig wie kaum eine andere Krebsart. Manche Brustkrebstypen entwickeln sich langsam und neigen kaum dazu, Metastasen zu bilden, andere sind dagegen sehr aggressiv.


Ein häufiger Tumortyp ist das so genannte Duktale Karzinoma in Situ (DCIS), das in der Mammographie besonders gut entdeckt wird, das sich jedoch nur in etwa einem von drei Fällen zu einem gefährlichen Tumor weiter entwickelt. Da sich nicht vorhersagen lässt, welcher sich weiter entwickelt, werden alle DCIS behandelt.


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Welche Risikofaktoren gibt es? Details

Mit dem Alter steigt das Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Ist Ihre Mutter, Tochter oder Schwester von Brustkrebs betroffen – verdoppelt sich Ihr Risiko. Sind zwei Verwandte betroffen, vervierfacht sich das Risiko. Für folgende weitere Faktoren ist gesichert, dass sie das Brustkrebsrisiko erhöhen oder senken: Zu einem etwas höheren Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, führen starker Alkoholkonsum, Röntgenstrahlen, Medikamente zur Hormontherapie in den Wechseljahren sowie Übergewicht nach den Wechseljahren. Stillen dagegen vermindert das Risiko. Keine Rolle spielen psychische Faktoren, wie die innere Einstellung, Lebensfreude oder Stress.


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Wie läuft das Screening ab? Details

Den Brief, der Sie zur Screening-Untersuchung einlädt, versendet die so genannte „Zentrale Stelle“. Diese erhält Ihr Geburtsdatum und Ihre Anschrift vom örtlichen Einwohnermelderegister.


Die Untersuchung findet an einem Standort der Screeningeinheit in Ihrer Region statt, manchmal auch in speziell dafür eingerichteten Fahrzeugen. Eine Screening-Einheit wird von besonders fortgebildeten und erfahrenen Ärztinnen und Ärzten geleitet.


Eine Mammographieaufnahme zu machen gehört – wie jede andere Röntgenuntersuchung – zu den Aufgaben von medizinischen Röntgen-Fachkräften. Um im Screening-Programm arbeiten zu können, müssen sie sich besonders qualifizieren. Falls Sie vor Ort eine medizinische Frage haben, die Ihre Röntgenassistentin nicht beantworten kann, haben Sie noch Gelegenheit zu einem ärztlichen Gespräch.


Bei der Untersuchung macht eine Röntgenassistentin von Ihren Brüsten je zwei Aufnahmen. Dabei wird Ihre Brust zwischen Platten gedrückt. Je flacher die Brust gedrückt wird, desto niedriger ist die Strahlendosis und desto aussagekräftiger ist die Aufnahme. Das kann unangenehm oder auch schmerzhaft sein. Krebs kann dadurch nicht ausgelöst werden.


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Was geschieht nach der Untersuchung?Details

Die Mammographie-Aufnahmen werden in den folgenden Tagen sorgfältig ausgewertet. Zwei Ärztinnen oder Ärzte analysieren unabhängig voneinander die Aufnahmen Millimeter für Millimeter. Sie sollen dabei möglichst keine Veränderung übersehen, aber auch keinen harmlosen Schatten als verdächtigen Befund werten. Auffällige Befunde werden mit einem weiteren Spezialisten oder einer weiteren Spezialistin beraten. Allen Verantwortlichen ist bewusst, dass die Zeit des Wartens für Sie belastend sein kann. Der Brief mit dem Ergebnis sollte Ihnen innerhalb von sieben Werktagen nach der Untersuchung vorliegen. Manchmal kann es aber zu unvorhergesehenen Verzögerungen kommen. In den meisten Fällen wird die Aufnahme keinen verdächtigen Befund ergeben. Dann bekommen Sie in zwei Jahren die nächste Einladung zur Mammographie. Aber bitte denken Sie daran: Trotz aller Sorgfalt kann ein bösartiger Tumor in der Mammographie nicht sichtbar sein, oder er wächst erst in den zwei Jahren bis zur nächsten Untersuchung heran. Selten kann auch ein Tumor von den beiden Ärztinnen und Ärzten unabhängig voneinander übersehen werden.


Sie sollten sich direkt an eine Ärztin oder einen Arzt wenden, wenn Ihnen in der Zeit bis zur nächsten Mammographie Veränderungen in Ihrer Brust auffallen, wie etwa:

  • tastbare Knoten, Dellen oder Verhärtungen der Haut,
  • sichtbare Verformungen, Hautveränderungen oder Einziehungen der Brustwarze,
  • Blutungen oder andere Absonderungen aus der Brustwarze.

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Wie geht es nach einem verdächtigen Befund weiter? Details

Wenn die Ärztinnen oder Ärzte einen verdächtigen oder unklaren Befund entdecken, werden Sie erneut eingeladen, damit der Befund abgeklärt werden kann. Dafür wird die Brust gezielt geröntgt oder mit Ultraschall untersucht. Lässt sich der Befund nicht eindeutig klären, wird die Entnahme einer Gewebeprobe empfohlen. Dabei wird unter lokaler Betäubung eine dünne Hohlnadel durch die Haut zu der auffälligen Stelle in der Brust gelegt. Durch diese Nadel werden dann mehrere kleine Gewebezylinder entnommen. Diese so genannte Stanzbiopsie ist ein kleiner und in den allermeisten Fällen komplikationsloser Eingriff. Das entnommene Gewebematerial wird anschließend von einer speziell geschulten Pathologin oder einem Pathologen unter dem Mikroskop begutachtet.


Früher glaubte man, dass sich die Krankheit noch verschlimmern würde, wenn durch die Nadel Tumorzellen gestreut werden. Dies hat sich ebenso wenig bestätigt wie die Befürchtung, dass der Tumor durch die zusätzliche Luftzufuhr einen Wachstumsschub bekommen könnte.

 

Insgesamt kann bei etwa fünf von sechs auffälligen Befunden Entwarnung gegeben werden. Dann gilt dasselbe wie nach einer unauffälligen Mammographie: Sie bekommen in zwei Jahren die nächste Einladung, sollten aber bis dahin Veränderungen ernst nehmen.
Falls sich der Verdacht auf Brustkrebs jedoch bestätigt, wird die Ärztin oder der Arzt der Screeningeinheit das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen. Selbstverständlich wird Sie auch Ihre Frauen- oder Hausärztin oder Ihr Frauen- oder Hausarzt hier weiterhin betreuen.


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Welche Vorteile und Nachteile gibt es? Details

Eine Screening-Mammographie hat – wie jede medizinische Maßnahme – Vor- und Nachteile. Um möglichst deutliche Vorteile und möglichst geringe Nachteile zu haben, wurde das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening-Programm eingeführt. Die Mehrzahl der Fachleute geht davon aus, dass dieses Programm für Frauen, die daran teilnehmen, mehr Vorteile als Nachteile bietet. Die Erfahrungen aus Ländern, die schon lange ein Screening-Programm anbieten, wie die Niederlande, Großbritannien und Schweden, bestätigen dies. Deshalb wurde auch in Deutschland so ein Programm eingeführt.


Ihre individuelle Bilanz aus Vor- und Nachteilen kann jedoch von der durchschnittlichen Bilanz abweichen. Der Grund: Für Frauen mit besonders vielen Risikofaktoren sind die Vorteile tendenziell deutlicher, für Frauen mit besonders wenigen Risikofaktoren tendenziell weniger deutlich.

Wichtig ist auch, wie Sie die Vor- und Nachteile ganz persönlich für sich bewerten, das heißt, ob Ihnen bestimmte Vor- oder Nachteile besonders am Herzen liegen.

 

Ein Nachteil ist,

  • wenn ein auffälliger Befund, der sich später als unbegründet herausstellt, beunruhigt, insbesondere wenn Gewebe entnommen wird, das sich nachträglich als gutartig herausstellt,
  • wenn ein bösartiger Tumor gefunden und behandelt wird, der nicht mehr heilbar ist und sich dadurch die Leidenszeit, aber nicht die Lebenszeit verlängert,
  • wenn ein Tumor gefunden und behandelt wird, der niemals Probleme bereitet hätte.

Ein Vorteil ist,

  • wenn durch das frühe Entdecken ein bösartiger Tumor schonender behandelt wird und zum Beispiel die Brust erhalten und auf eine Chemotherapie verzichtet werden kann,
  • wenn ein bösartiger Tumor in einem heilbaren Stadium gefunden wird, der ohne Untersuchung zum Tod geführt hätte.

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Was haben Sie konkret zu erwarten? Details

Folgende Zahlen, die auf Erfahrungen aus anderen Ländern und auf wissenschaftlichen Untersuchungen beruhen, sollen Ihnen eine konkrete Vorstellung davon geben, wie Vor- und Nachteile über das gesamte Programm in etwa statistisch verteilt sind:

 

  • Von 200 Frauen, die 20 Jahre lang jedes 2. Jahr am Mammographie-Screening-Programm teilnehmen, erhalten 140 Frauen in 20 Jahren keinen verdächtigen Befund. 60 Frauen bekommen einen Befund, dem nachgegangen werden sollte.
  • Von diesen 60 Frauen erhalten 40 bei der ergänzenden Untersuchung Entwarnung, 20 Frauen wird eine Gewebeentnahme empfohlen.
  • Von diesen 20 Frauen stellt sich bei 10 Frauen der Verdacht als unbegründet heraus. 10 Frauen erhalten die Diagnose Brustkrebs im Screening, von den übrigen 190 Frauen erhalten 3 Frauen in den 20 Jahren zwischen zwei Screeningrunden ebenfalls die Diagnose Brustkrebs.
  • Von diesen insgesamt 13 Frauen mit der Diagnose Brustkrebs sterben 3 Frauen an Brustkrebs, 10 Frauen sterben nicht an Brustkrebs.
  • Von diesen 10 Frauen hätte 1 Frau ohne Mammographie zu Lebzeiten nichts von ihrem Brustkrebs erfahren, 8 Frauen wären auch ohne Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm erfolgreich behandelt worden – ein Teil davon jedoch mit einer belastenderen Therapie. 1 von 200 Frauen wird dank ihrer regelmäßigen Teilnahme vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt.

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Was passiert mit Ihren Daten?Details

Alle am Screening Beteiligten sorgen dafür, dass Ihre Daten mit der größtmöglichen Vertraulichkeit und Sicherheit behandelt werden. Unbefugte Einrichtungen und Personen haben keine Möglichkeit, Ihre Daten einzusehen. Für die wissenschaftliche Auswertung des Programms werden Ihre Daten unkenntlich gemacht. In der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses ist geregelt, wie die Daten erhoben, verarbeitet, genutzt und wie lange diese aufbewahrt werden. Im Übrigen gelten die nach Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und Sozialgesetzbuch (SGB) festgelegten Rechte auf Auskunft (§§ 6, 19 und 34 BDSG bzw. § 83 SGB X) und auf Berichtigung, Löschung oder Sperrung (§§ 20 und 35 BDSG bzw. § 84 SGB X).


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Was geschieht bei überschrittenem RLV?Details

Natürlich kann das Regelleistungsvolumen überschritten werden. Allerdings werden diese Leistungen nur noch mit einem deutlich abgesenkten Punktwert vergütet, deren Höhe sich erst dann ermitteln lässt, wenn die Abrechnungen durch die KV für alle Ärzte abgeschlossen sind. 


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Wie berechnet sich das RLV - gibt es Besonderheiten für große Praxen?Details

Relevant sind nur die im Vorjahresquartal anerkannten Fälle. Große Praxen erhalten nicht alle Fälle mit dem fachgruppenspezifischen Fallwert im RLV ausgewiesen. Vielmehr wird bei allen Fällen des Vorjahresquartals, die über 150 Prozent der durchschnittlichen Fallzahl der Arztgruppe in Baden-Württemberg hinausgegangen sind, der Fallwert wie folgt abgestaffelt:

  • bis 150 Prozent: voller Fallwert
  • 150 bis 170 Prozent: nur noch 75 Prozent des Fallwerts
  • 170 bis 200 Prozent: nur noch 50 Prozent des Fallwerts
  • über 200 Prozent: nur noch 25 Prozent des Fallwerts

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Wie berechnet sich das RLV?Details

Das RLV errechnet sich aus einem Fallwert, den die KV für jede einzelne Arztgruppe berechnen muss, multipliziert mit den Fallzahlen jeder einzelnen Praxis. Das sind alle kurativen ambulanten Behandlungsfälle des entsprechenden Vorjahresquartals ohne Fälle im organisierten Notfalldienst und beispielsweise Überweisungen zu Probeuntersuchungen oder Langzeit-EKG.


Die Altersstruktur der Patienten einer Praxis nach den drei Altersklassen hingegen geht zusätzlich in die Berechnung mit ein. Praxen mit vielen Älteren (über 60-Jährigen) werden dadurch besser gestellt.


Wir bitten zu beachten: Nach der gültigen Bundesregelung wird das RLV Quartal für Quartal auf der Basis der Fallzahlen des Vorjahres neu berechnet.


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Wie erfährt der Arzt das individuelle RLV?Details

Vier Mal im Jahr teilt die KV rechtzeitig vor Quartalsbeginn das arzt- wie praxisindividuelle RLV mit.


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Wie werden die Fallwerte RLV/QZV berechnet und warum sind sie jedes Quartal unterschiedlich?Details

Sie werden z. B. für die Quartale 3 und 4/2011 ermittelt auf Basis der Brutto-Leistungsanforderung des 2. Halbjahres 2008. Die Gesamtpunktzahl der RLV-(QZV)-relevanten Leistungen einer Fachgruppe wird ins Verhältnis gesetzt zur RLV-(QZV)-Leistungsanforderung aller Ärzte in einem Versorgungsbereich.

 Der so errechnete Prozentanteil wird angewandt auf die zur Verfügung stehende Geldmenge für RLV-(QZV)-relevante Leistungen des Quartals 3/2011 bzw. 4/2011. Diese Berechnung wird versorgungsbereichsbezogen und für jede Fachgruppe durchgeführt. 

Die so ermittelte Geldmenge wird durch die RLV-relevanten Fälle der Fachgruppe aus dem Quartal 3/2010 bzw. 4/2010 dividiert. Hieraus ergibt sich der Fallwert der Fachgruppe. Da die Basiswerte wie Geldmenge und Fallzahl variieren, verändert sich auch der Fallwert jedes Quartal.


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Meine RLV-Zuweisung berücksichtigt die spezifische Praxissituation nicht, insbesondere die geänderte Konstellation. Wann werden korrekte Bescheide verschickt?Details

Sie erhalten die endgültige Zuweisung in jedem Fall zusammen mit ihren jeweils aktuellen Honorarabrechnungsunterlagen. Ein Widerspruch gegen die Zuweisung ist nicht erforderlich, sondern kann erfolgen, wenn Sie die jeweilige Schlussabrechnung in Händen halten.


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Welche Regelungen gelten beim Jobsharing und bei Praxen mit angestellten Ärzten mit Leistungsbegrenzung?Details

Die Bestimmungen zu den Regelleistungsvolumen gelten auch für Jobsharing- und Praxen mit angestellten Ärzten mit Leistungsbeschränkung. Ärzte, welche in der Bedarfsplanung unberücksichtigt bleiben, erhalten kein eigenes RLV. Deren Leistungen fließen in das RLV der Praxis.


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Welches RLV erhalten Berufausübungsgemeinschaften/Medizinische Versorgungszentren?Details

Das Regelleistungsvolumen einer Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) wird für jeden beteiligten Arzt separat berechnet, jedoch der BAG als eine Summe zugewiesen. Hier setzt sich also das Regelleistungsvolumen für die Praxis zusammen aus der Summe der Regelleistungsvolumina für jeden einzelnen Arzt. 

 

Berufsausübungsgemeinschaften, medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Praxen mit angestellten Ärzten  erhalten in der Regel ein höheres Regelleistungsvolumen. 
Zur Förderung der vertragsärztlichen Versorgung in Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) wird das praxisbezogene Regelleistungsvolumen
a)    bei nicht standortübergreifenden fach- und schwerpunktgleichen BAG und Praxen mit angestellten Ärzten der gleichen Arztgruppe um 10% erhöht,
b)    bei standortübergreifenden fach- und schwerpunktgleichen BAG und Praxen mit angestellten Ärzten der gleichen Arztgruppe um 10% erhöht, soweit ein Kooperationsgrad von mindestens 10% erreicht wird,
c)    in fach- und schwerpunktübergreifenden BAG, MVZ und Praxen mit angestellten Ärzten, in denen mehrere Ärzte unterschiedlicher Arztgruppen tätig sind, wird das RLV unter Berücksichtigung des Kooperationsgrades der Einrichtung oder Praxis um folgende  Anpassungsfaktoren erhöht:

Kooperationsgrad (KG) in ProzentAnpassungsfaktor in Prozent
0 bis unter 100
10 bis unter 1510
15 bis unter 2015
20 bis unter 2520
25 bis unter 3025
30 bis unter 3530
35 bis unter 4035
40 und größer40

                                     

 


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Wie wirkt sich die Teilnahme am HzV-Vertrag der AOK und sonstigen Selektivverträgen nach §§ 73b, c und 140d SGB V auf das RLV aus?Details

Aufgrund der Teilnahme an einem Selektivvertrag muss gemäß Beschluss des Bewertungsausschusses und darauf basierend der Vereinbarung zwischen der KVBW und den Kassenverbänden eine Bereinigung der Gesamtvergütung und in der Folge auch eine Bereinigung der Regelleistungsvolumen erfolgen.

Das Bereinigungsvolumen je Selektivvertrags-Arzt errechnet sich aus der Multiplikation der Anzahl der im Vorjahresquartal eingeschriebenen und behandelten Patienten mit einem Bereinigungsfallwert und kann der Honorarunterlage „RLV-Abrechnungsnachweis“ entnommen werden.


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Wird das Honorar auch im Einzelleistungsbereich zu Gunsten der anderen Praxen gekürzt, wenn ich hier mehr Leistungen erbracht habe?Details

Nein. Die derzeit mit den Kassen abgestimmte Regelung sieht keine Kürzung der Einzelleistungen (Leistungen außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung) vor.


Aber: Ein Honorarzuwachs im Einzelleistungsbereich wird mit einer ggf. erforderlichen Stützung von Leistungen der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) in Ihrer eigenen Praxis verrechnet. Sie stützen sich sozusagen bis zu einem gewissen Grad selbst.
Gleiches gilt für genehmigungspflichtige psychotherapeutische Leistungen.


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Die Altersgrenze (68 Jahre) im vertragsärztlichen Bereich wurde aufgehoben. Gibt es eine Sonderregelung für Ärzte und Psychotherapeuten, die vor dem 30. Juni 2009 die Altersgrenze erreicht haben, aber weiterhin an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen möchten?Details

Für alle Ärzte/Psychotherapeuten, die im Jahr 2008 das 68. Lebensjahr vollendet und ihre Praxis fortgeführt haben, wird der Zeitraum zum Nachweis der Erfüllung ihrer Fortbildungsverpflichtung bis zum 30. September 2011 verlängert. Die nachzuholende Fortbildung wird auf den Folgezeitraum nicht angerechnet; es erfolgt keine Honorarkürzung bis 30. September 2011. Der neue Fortbildungszeitraum beginnt am 01. April 2009 und endet am 31. März 2014.

Der Vorstand der KVBW hat diese Regelung auch auf diejenigen Ärzte übertragen, die in der Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2009 das 68. Lebensjahr vollendet haben.

Verzichtet ein Vertragsarzt oder ein Vertragspsychotherapeut auf seine Zulassung und beantragt diese zu einem späteren Zeitpunkt erneut, so wird der Fünfjahreszeitraum zum Nachweis der Erfüllung ihrer Fortbildungsverpflichtung für die Zeit der Nichtausübung der vertragsärztlichen Tätigkeit unterbrochen.


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Sind angestellte Ärzte oder Psychotherapeuten ebenfalls zum Nachweis der Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung verpflichtet?Details

Angestellte Ärzte und Psychotherapeuten sind zum Nachweis der Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung nach § 95d SGB V verpflichtet, sofern die Gesamtdauer der Anstellungen mindestens 5 Jahre beträgt (die Zeiten aus Niederlassung und Anstellung im Rahmen der vertragsärztlichen Tätigkeit werden addiert!). Der Nachweis der Fortbildung ist Voraussetzung für die Neuerteilung einer Genehmigung bei Anstellung in einer anderen Praxis. Übt der angestellte Arzt/Psychotherapeut länger als 3 Monate seine Tätigkeit nicht aus, verlängert die KV auf Antrag hin den 5-Jahres-Zeitraum um die Fehlzeit.

Die Zeiten aus Anstellung bei einem Vertragsarzt/Vertragspsychotherapeut oder MVZ und Niederlassung werden addiert.


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Können Punkte anerkannt werden aus einer Zeit, in der Arzt/Psychotherapeut arbeitslos oder Vertreter war?Details

Ja. Es können auch Punkte anerkannt werden, die außerhalb von Zeiten der vertragsärztlichen Tätigkeit erworben wurden. Es werden aber keine Punkte vor dem 01.01.2002 anerkannt und vor der Zeit der ersten Zulassung, Ermächtigung oder Anstellung.


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Die Kammern stellen das Fortbildungszertifikat zu einem bestimmten Datum aus. Beginnt dann mit diesem Datum ein neuer 5-Jahres-Zeitraum bei der KV?Details

Die vorzeitige Ausstellung eines Kammer-Zertifikats bewirkt keinen neuen 5-Jahres-Zeitraum bei der KVBW. Ein neuer 5-Jahres-Zeitraum beginnt erst nach Beendigung des vorhergehenden Zeitraumes. Die Fortbildungsverpflichtung nach § 95d SGB V ist erfüllt, wenn irgendwann innerhalb des gesetzlichen 5-Jahres-Zeitraums ein Kammerzertifikat vorgelegt wird.

 

Beispiel: Ausstellungsdatum des Kammer-Zertifikats 15.05.2009. Ende des ersten KV- Zeitraums zum 30.06.2009, Neuer 5-Jahres-Zeitraum der KV beginnt am 01.07.2009, endet am 30.06.2014, Neue 5-Jahres-Frist der Kammer beginnt am 16.05.2009, endet mit Ausstellungsdatum des neuen Zertifikates, spätestens am 15.05.2014.


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Wird das Fortbildungszertifikat grundsätzlich zum Datum des Eingangs der Unterlagen bei der Kammer erstellt?Details

Ja. Grundsätzlich gilt der Eingang der vollständigen Unterlagen bei der Kammer als Datum des Zertifikats.


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Können in Baden-Württemberg per Elektronischem Informationsverteiler (EIV) und Barcodes Fortbildungspunkte direkt auf dem Fortbildungskonto der LÄK gutgeschrieben werden?Details

Alle Ärzte in Baden-Württemberg haben Barcodes und Fortbildungsausweise mit dem entsprechenden Barcode erhalten. Der Barcode enthält die arztspezfische Einheitliche Fortbildungsnummer (EFN). Bei Fortbildungsanbietern, die sich am System des EIV beteiligen und die Teilnehmer mit ihrer „Einheitlichen Fortbildungsnummer (EFN)“ melden, werden die Fortbildungspunkte automatisch den Konten gutgeschrieben. Der manuelle Eintrag durch den Arzt und die notwendige Überprüfung entfällt.

 

Meldet der Anbieter der Fortbildung die Teilnehmer nicht, erfolgt also keine Buchung über das System, stellt die automatische Ergänzung der Daten bei der Eingabe des Arztes eine weitere wesentliche Hilfe dar. Der Arzt muss lediglich die Nummer der Fortbildung eingegeben, der Rest, nämlich Titel der Fortbildung, Datum und Punktzahl, werden dann vom System eingetragen. Diese automatische Ergänzung erfolgt jetzt nicht nur für Fortbildungen aus Baden-Württemberg, sondern aller bundesweit über den EIV registrierten Fortbildungen. Damit lässt sich die notwendige Auflistung der absolvierten Fortbildungen in Minutenschnelle erledigen. Auch die Einverständniserklärung für die Kammer, um eine automatische Übertragung der Daten von der Kammer an die KV zu ermöglichen, ist mittlerweile auf elektronischem Weg möglich, so dass das Fortbildungszertifikat nicht mehr in Kopie an die KV geschickt werden muss.

 

Die Psychotherapeutenkammer nimmt nicht an dem System des EIV teil!


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Können betriebswirtschaftliche Seminare auch anerkannt werden?Details

Entscheidendes Kriterium ist, welche Fortbildungen die Kammern nach ihren Fortbildungsordnungen anerkennen. Im Zweifel sollten Sie bei der für Sie zuständigen Kammer nachfragen.


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Wie viele Punkte müssen Ärzte mit einer Doppelzulassung als Arzt und Zahnarzt nachweisen?Details

Diese Ärzte müssen auch 250 Fortbildungspunkte nachweisen, allerdings werden hier auch die Punkte aus den zahnärztlichen Bereichen anerkannt.


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Sind Einrichtungen gem. § 119b (stationäre Pflegeeinrichtungen) auch zu Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung nach § 95d SGB V verpflichtet?Details

Ja, auch Einrichtungen gem. § 119 b müssen die Fortbildungsverpflichtung erfüllen; die Fortbildungsnachweise für die dort angestellten Ärzte sind von der Einrichtung zu führen.


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Muss die KV Einzelnachweise akzeptieren, obwohl grundsätzlich die LÄK/LPK die Fortbildungszertifikate ausstellen?Details

Gemäß § 3 Abs. 4 der KBV-Regelung kann in begründeten Ausnahmefällen die Prüfung des Fortbildungsnachweises durch die KV auf der Grundlage von Einzelnachweisen erfolgen. Aber auch hier müssen die Anforderungen der Musterregelungen der Bundesärztekammer/Bundespsychotherapeutenkammer Anwendung finden. Hier können die Kammern gutachterlich für die KV tätig werden. Jeweils im Anhang der Fortbildungsordnungen der LÄK und LPK sind die verschiedenen Arten von Fortbildungen und deren Bewertung tabellenartig aufgelistet.


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Müssen die Fortbildungszertifikate der Kammern von den Ärzten und Psychotherapeuten bei der KVBW eingereicht werden?Details
  • Erklärt sich der Arzt oder Psychotherapeut mit der Weitergabe seiner Daten unter Angabe der LANR einverstanden, übermittelt die Kammer das Ausstellen des Zertifikats elektronisch an die KV BW.
  • Fehlt diese Einverständniserklärung, muss der Arzt oder Psychotherapeut sein Zertifikat in Kopie an die KV senden.

Die Abgabe der Einverständniserklärung zur Datenweitergabe erfolgt über das Antragsformular der jeweiligen Kammer zur Ausstellung des Fortbildungszertifikats und ist auch bei der Online-Beantragung des Zertifikats über das Fortbildungskonto der LÄK möglich.


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Gilt für Vertragsärzte in Elternzeit ein analoges Verfahren wie bei Ruhen der Zulassung?Details

Ja, ein Ruhen der Zulassung unterbricht den Zeitraum.

  • Bei einer Vertretung von mehr als 3 Monaten kann der Arzt/Psychotherapeut einen Antrag auf Verlängerung des Fünfjahreszeitraums um die Fehlzeiten stellen.

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Gibt es für angestellte Ärzte in Elternzeit eine Unterbrechung der Fortbildungsverpflichtung?Details

Gem. § 95d SGB V Abs. 5 Satz 3 hat die KV auf Antrag den Fünfjahreszeitraum um die Fehlzeiten zu verlängern, wenn der Arzt länger als 3 Monate seine Beschäftigung nicht ausübt.


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Wann endet der erste 5-Jahres-Zeitraum?Details

Für Vertragsärzte/Vertragspsychotherapeuten, die vor dem 01.07.2004 zugelassen waren, beginnt der erstmalige Zeitraum zum Nachweis der erworbenen 250 Fortbildungspunkte frühestens am 01.07.2004 und endet am 30.06.2009. Es handelt sich hierbei um eine Sonderregelung für den ersten Zeitraum!


Für Vertragsärzte/Vertragspsychotherapeuten, die nach dem 01.07.2004 zugelassen wurden, beginnt der 5-Jahres-Zeitraum mit dem Zeitpunkt der Aufnahme der vertragärztlichen/vertragspsychotherapeutischen Tätigkeit.


Für diesen ersten Zeitraum bis zum 30.06.09 können jedoch auch Fortbildungen anerkannt werden, die vor dem 01.07.2004, jedoch nicht früher als vor dem 01.01.2002 begonnen worden.


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Wann ist der Eingang des Zertifikats noch fristgerecht?Details

Alle bis zum letzten Tag der Fortbildungspflicht bei der Landesärztekammer/Landespsychotherapeutenkammer eingegangenen Anträge auf Erteilung eines Fortbildungszertifikats werden als fristgerechte Nachweise anerkannt. Voraussetzung ist, dass gegenüber der LÄK/LPK mindestens 200 Punkte nachgewiesen werden.


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Sind angestellte Entlastungsassistenten/Sicherstellungsassistenten ebenfalls zum Nachweis der Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung verpflichtet?Details

Nicht nach § 95d SGB V. Die berufsrechtliche Fortbildungspflicht nach dem Fortbildungsrecht der LÄK Baden-Württemberg besteht trotzdem.


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Wird der Nachweiszeitraum bei Einsatz eines Vertreters wegen lang anhaltender Erkrankung unterbrochen?Details

Kann der Arzt oder Psychotherapeut seine Beschäftigung länger als 3 Monate wegen einer Arbeitsunfähigkeit durch eine Krankheit nicht ausüben, wird der Fünfjahreszeitraum auf Antrag um die Fehlzeiten verlängert.


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Sind ermächtige Ärzte oder Psychotherapeuten ebenfalls zum Nachweis der Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung verpflichtet?Details

Ermächtigte Ärzte und Psychotherapeuten sind zum Nachweis der Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung nach § 95d SGB V verpflichtet, sofern die Gesamtdauer der Ermächtigungen mindestens 5 Jahre beträgt. Der Nachweis der Fortbildung ist Voraussetzung für die Verlängerung einer befristeten Ermächtigung.


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Wann endet die Frist zum Nachweis der Fortbildungsverpflichtung?Details

Für alle Ärzte und Psychotherapeuten, die bereits am 01.07.2004 an der vertragsärztlichen Versorgung teilgenommen haben, endet der erste Zeitraum am 30.06.2009. Der nächste Nachweiszeitraum endet dann nach 5 Jahren am 30.06.2014.


Bei Ärzten und Psychotherapeuten, die nach dem 01.07.2004 ihre Tätigkeit aufgenommen haben, endet der Zeitraum individuell 5 Jahre nach Datum der Aufnahme.

Z.B.: Aufnahme am 01.10.2005, Ende am 30.09.2010


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Sind Job-Sharer ebenfalls zum Nachweis der Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung verpflichtet?Details
 
Sind Medizinische Versorgungszentren auch zu Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung nach § 95d SGB V verpflichtet?Details

Ja, auch Medizinische Versorgungszentren müssen die Fortbildungsverpflichtung erfüllen; der Fortbildungsnachweis für den angestellten Arzt/Psychotherapeut wird vom MVZ geführt. Erklärt sich der angestellte Arzt/Psychotherapeut aber mit der Datenübertragung der Kammer einverstanden, erhält die KV automatisch die Benachrichtigung über die Ausstellung eines Zertifikats. Das MVZ und der dort angestellte Ärzte/Psychotherapeut erhalten dann eine entsprechende Mitteilung über die Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung.


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Wie kann der Nachweis der 250 Fortbildungspunkte bei der KV erfolgen?Details

Der Nachweis erfolgt durch ein Fortbildungszertifikat der Landesärztekammer oder Landespsychotherapeutenkammer. Diese Zertifikate werden von der KVBW ohne weitere inhaltliche Prüfung als Nachweis der Fortbildungsverpflichtung nach § 95d SGB V anerkannt. Andere Fortbildungszertifikate müssen den Anforderungen der Musterregelungen der Bundesärztekammer/Bundespsychotherapeutenkammer entsprechen und werden von der zuständigen Kammer gutachterlich für die KV geprüft.


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Sind Ärzte, die privatärztlich tätig sind und am Notfalldienst der KV teilnehmen, ebenfalls zum Nachweis der Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung verpflichtet?Details

Nicht nach § 95d SGB V. Die berufsrechtliche Fortbildungspflicht nach dem Fortbildungsrecht der LÄK Baden-Württemberg besteht trotzdem.


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Werden Online-Fortbildungen anerkannt?Details

Online-Fortbildungen können anerkannt werden, wenn eine Teilnehmerbescheinigung bei Bestehen der Online-Lernerfolgskontrolle ausgedruckt wird. Es können alle Fortbildungspunkte über solche Online-Fortbildungen nachgewiesen werden; nur die Punkte aus dem Selbststudium sind auf insgesamt 50 Punkte im 5-Jahres-Zeitraum beschränkt.


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Ursprünglich hatte ich geplant, meine Praxis vor dem 30.06.2009 abzugeben. Ich kann nun aber keinen Nachfolger finden. Ich habe wegen der Praxisabgabe nicht mehr alle Bescheinigungen aufgehoben, jetzt fehlen mir Punkte. Kann ich diese nachreichen?Details

Ja. Der Vorstand der KVBW hat beschlossen, diese Ärzte/Psychotherapeuten denjenigen gleich zu stellen, die das 68. Lebensjahr vollendet haben. Voraussetzung ist allerdings, dass der Betreffende nachweisen muss, dass er sich um eine Praxisabgabe bemüht hat.

Als Nachweis gelten bis 31.03.2009 bei der KVBW gestellte Anträge auf Ausschreibung der Praxis oder Nachweise über entsprechende Anzeigen in der einschlägigen Presse, wenn der Planungsbereich/das Fachgebiet des Antragsstellers nicht von Zulassungsbeschränkungen betroffen ist.


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Wer prüft die Unterlagen und stellt ein Fortbildungszertifikat aus?Details

Vertragsärzte erhalten von der Landesärztekammer (LÄK) bzw. Vertragspsychotherapeuten von der Landespsychotherapeutenkammer (LPK) auf Antrag ein Fortbildungszertifikat gemäß der jeweiligen Fortbildungsordnung, wenn nachgewiesen wird, dass innerhalb eines Zeitraums von höchstens 5 Jahren (Sonderregelung bei vor dem 01.07.2004 Zugelassenen) mindestens 250 Fortbildungspunkte erworben wurden. Der Antrag ist an die jeweilige Kammer zu richten. Das Antragsformular kann

- von Vertragsärzten von der Homepage der LÄK

- von Vertragspsychotherapeuten von der Homepage der LPK

heruntergeladen werden.


Externe Links
LÄK - Antrag auf Fortbildungszertifikat
LPK - Antrag auf Fortbildungszertifikat

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Wie viele Fortbildungspunkte müssen innerhalb des 5-Jahres- Zeitraums nach § 95d SGB V nachgewiesen werden?Details

250 Fortbildungspunkte müssen nachgewiesen werden.


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Darf der Arzt oder Psychotherapeut pro Jahr nur eine bestimme Anzahl von Punkten erwerben, oder ist es denkbar, die Fortbildungspunkte innerhalb von 1 oder 2 Jahren zu erwerben?Details

Die Punkte sind innerhalb des gesetzlichen 5-Jahres-Zeitraums zu erwerben. Es besteht keine Verpflichtung, jährlich eine bestimmte Anzahl nachzuweisen.


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Können Fortbildungspunkte auf das nächste Zertifikat angerechnet werden?Details

Nein. Punktzahlen oberhalb von 250 Punkten können nicht auf ein Folgezertifikat übertragen werden. Es können jedoch im „alten“ KV-Zeitraum schon Punkte für den neuen KV-Zeitraum gesammelt werden, wenn ein Zertifikat vor Ende des KV-Zeitraums erstellt wurde.


Beispiel:
Zertifikat zum 11.04.2008
Ende des 5-Jahres-Zeitraums der KV: 30.06.2009

Punkte ab dem 12.04.2008 Anrechnungsfähig für den 5-Jahres-Zeitraum 01.07.2009 bis 30.06.2014


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Ist es möglich, sämtliche Fortbildungspunkte durch Teilnahme an Qualitätszirkel zu erwerben?Details

Alle Fortbildungspunkte können über nur eine Kategorie wie z.B. Qualitätszirkel oder Kongressbesuche erworben werden, nur die Punkte aus dem Selbststudium sind auf insgesamt 50 Punkte im 5-Jahres-Zeitraum beschränkt.


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Was passiert, wenn die Zulassung für einen bestimmten Zeitraum ruht?Details

Für die Zeit des Ruhens der Zulassung ist die 5-Jahres-Frist unterbrochen.


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Können die Punkte auch durch Selbststudium nachgewiesen werden?Details

Maximal 50 der insgesamt 250 Punkte werden durch Selbststudium durch Fachliteratur und Bücher sowie Lehrmittel ohne besonderen Nachweis anerkannt.


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Sind angestellte Sicherstellungsassistenten/Entlastungsassistenten ebenfalls zum Nachweis der Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung verpflichtet?Details

Nicht nach § 95d SGB V. Die berufsrechtliche Fortbildungspflicht nach dem Fortbildungsrecht der LÄK Baden-Württemberg besteht trotzdem.


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Welche Anzahl an Fortbildungspunkten müssen teilzeitbeschäftigte Ärzte/Psychotherapeuten nachweisen?Details

Auch diese Ärzte und Psychotherapeuten müssen 250 Fortbildungspunkte im 5-Jahres-Zeitraum nachweisen.


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Was passiert, wenn der Fortbildungsnachweis nicht oder nicht vollständig bei der KV erbracht wird?Details

Der Gesetzgeber hat hier folgende Regelung getroffen:

  • in den ersten 4 Quartalen, die auf den 5-Jahres-Zeitraum folgen, jeweils Kürzung des Honorars um 10%,
  • in den darauf folgenden 4 Quartale jeweils Kürzung des Honorars um 25%,
  • danach soll die KV beim Zulassungsausschuss einen Antrag auf Entzug der Zulassung stellen.

In Gemeinschaftspraxen bezieht sich die Honorarkürzung nur auf das Honorar des Vertragsarztes/Vertragspsychotherapeuten, der den Fortbildungsnachweis nicht erbracht hat. Dies gilt auch für Jobsharing. Gibt es keine anderen Anhaltspunkte, ist das Honorar der Gemeinschaftspraxis durch die Anzahl der Vertragsärzte zu teilen und der rechnerische Anteil des Vertragsarztes, der den Fortbildungsnachweis nicht erbracht hat, zu kürzen.

 

Vertragsärzte/Vertragspsychotherapeuten haben nach Ablauf des 5-Jahres-Zeitraums die Möglichkeit, eventuell fehlende Fortbildung binnen zwei Jahren nachzuholen, wobei die nachgeholte Fortbildung nicht auf den neuen, also den folgenden 5-Jahres-Zeitraum angerechnet wird. Dieser beginnt direkt im Anschluss an den Ablauf des ersten 5-Jahres-Zeitraums. Die Honorarkürzung endet erst nach Ablauf des Quartals, in dem der vollständige Fortbildungsnachweis erbracht wird.


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Sind Vertreter ebenfalls zum Nachweis der Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung verpflichtetDetails

Die Regelungen über die Fortbildungsverpflichtung sind auf einen Vertreter des Arztes nicht anwendbar, da zum einen diese Personengruppe im Gesetz und in der KBV Regelung nicht erwähnt ist und zum anderen eine dauerhafte Tätigkeit nicht gegeben ist – eine dauerhafte Tätigkeit bildet aber die Grundlage der Regelung in § 95d SGB V.


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Bei Verzicht auf Zulassung oder Wechsel in einen anderen KV-Bereich haben Vertragsärzte bereits vor Ablauf des Nachweiszeitraums einen Anspruch auf schriftliche Anerkennung abgeleisteter Fortbildungspunkte. Gibt es weitere Fälle?Details

Auskunft darüber geben die Landesärztekammern oder Landespsychotherapeutenkammern. Denkbare Fälle wären z. B. das Ruhen einer Zulassung oder der Wechsel aus dem ambulanten in den stationären Bereich bzw. umgekehrt.


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Sind angestellte Weiterbildungsassistenten ebenfalls zum Nachweis der Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung verpflichtet?Details

Nicht nach § 95d SGB V. Die berufsrechtliche Fortbildungspflicht nach dem Fortbildungsrecht der LÄK Baden-Württemberg besteht trotzdem.


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Muss ich mein Zertifikat im Original an die KV schicken?Details
  • Sollten Sie der Kammer eine Einwilligung zur Datenweitergabe erteilt haben, wird Ihr Zertifikat auf elektronischem Weg weitegeleitet.
  • Ist diese Einwilligung nicht erfolgt, müssen Sie Ihr Zertifikat an die KV BW senden. Es genügt eine Kopie, die Sie entweder an die für Sie zuständige Bezirksdirektion/Geschäftsbereich Qualitätssicherung schicken oder faxen.

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Was sind qualifikationsgebundene Zusatzvolumen (QZV)? Details

Die qualifikationsgebundenen Zusatzvolumen (QZV) werden nur für Leistungsbereiche, die einen besonderen Qualifikationsnachweis (Genehmigung) erfordern eingerichtet, wenn es sich dabei nicht um Standardleistungen der Fachgruppe handelt. Bei Vorliegen der entsprechenden Genehmigung der KV bzw. der zutreffenden Gebiets- oder Schwerpunktbezeichnung erfolgt die Zuweisung automatisch. Die Berechnung wird analog der RLV-Berechnung durchgeführt: QZV-Fallwert x RLV-relevante Fallzahl des Vorjahresquartals. Die QZV sind vollständig gegenseitig und mit dem RLV verrechenbar.


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Muss eine Leistung hinsichtlich der Anerkennung für ein QZV auch im jeweiligen Vorjahresquartal abgerechnet worden sein?Details

Nein, es genügt das Vorliegen einer Genehmigung der KV für die Leistung.


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Wo liegen die wesentlichen Unterschiede in der Zuteilung von RLV zu QZV?Details

Im Unterschied zu RLV gibt es beim QZV keinen Altersklassenanpassungsfaktor, keine fallzahlabhängige Abstaffelung und keinen BAG-Aufschlag.


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Kann das Regelleistungsvolumen / QZV für eine BAG von den einzelnen Mitgliedern nur zu den Anteilen angefordert werden wie es die jeweilige Zuweisung vorsieht?Details

Nein, das Regelleistungsvolumen / QZV wird der Praxis insgesamt zugewiesen und mit der gesamthaften Leistungsanforderung der BAG/ MVZ/ Praxis mit angestelltem Arzt verrechnet.


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Wonach richtet sich die Fallzählung in einer fachübergreifenden BAG - Sind in der BAG für die Berechnung des RLV die Arztfälle oder die Behandlungsfälle relevant?Details

Die Basis für die RLV-relevante Fallzahl einer fachübergreifenden BAG im aktuellen Quartal ist immer die Behandlungsfallzahl der BAG im Vorjahresquartal. Die Behandlungsfallzahl des Vorjahresquartals wird entsprechend den prozentualen Anteilen der Arztfallzahlen der beteiligten Fachgruppen, aufgeteilt.


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Wird bei der RLV-Berechnung auch die Altersstruktur der Praxis berücksichtigt?Details

Auf dem Zuweisungsbescheid für das RLV ist unter 3. ein Anpassungsfaktor nach Altersklassen aufgeführt.

Dieser Anpassungsfaktor wird berechnet, indem die praxisindividuellen Fallzahlen aus dem Vorjahresquartal und die Fallzahlen der Fachgruppe ins Verhältnis gesetzt werden.

Dabei wird eine Unterteilung in drei Altersklassen vorgenommen und die jeweilige Leistungsanforderung innerhalb dieser Altersklassen berücksichtigt.

Liegen die praxisindividuellen Bezugswerte in einer oder mehreren Altersklassen höher als bei der Fachgruppe, führt dies zu einem Anpassungsfaktor über 1,0.


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Erhält jeder Arzt in einer Praxis einen Zuweisungsbescheid?Details

Vertragsärzte haben in gesperrten Planungsbereichen die Möglichkeit Jobsharing-Berufsausübungsgemeinschaften zu gründen oder Ärzte in ihrer Praxis anzustellen. Dies kann jedoch nur im Rahmen einer Zulassung mit Leistungsbegrenzung erfolgen. Jobsharing-Juniorpartner und angestellte Ärzte aus einer solchen Praxis mit Leistungsbegrenzung, erhalten deshalb kein eigenes Regelleistungsvolumen und daher keinen eigenen Zuweisungsbescheid.

Entsprechendes gilt für Weiterbildungsassistenten.


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Gibt es Ausnahmen bzgl. der Basis (Vorjahresquartal) für die RLV-relevante Fallzahl und müssen diesbezüglich Anträge gestellt werden?Details

Für neu niedergelassene Ärzte wird vier Quartale lang die tatsächliche Fallzahl im Abrechnungsquartal zur Berechnung des RLV herangezogen. Dies erfolgt maschinell und es ist keine Antragstellung erforderlich. Hierbei ist zu beachten, dass sich das RLV bei der Zuweisung zunächst aus der Multiplikation des RLV-Fallwertes und der Durchschnittsfallzahl der Arztgruppe ergibt. Erst bei der Honorarabrechnung können dann die tatsächlich abgerechneten Fallzahlen berücksichtigt werden.

Darüber hinaus kann nach den ersten vier Quartalen auf Antrag ein weiterer Entwicklungszeitraum von höchstens 8 Quartalen, als sogenannte Jungpraxis, gewährt werden.

Auch bei längerer Krankheit oder Abwesenheit im Vorjahresquartal, bzw. bei Schließung einer Praxis in der Nachbarschaft ohne Nachfolger, können auf Antrag Ausnahmen gewährt werden.


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Kommt ein neu niedergelassener Arzt in eine BAG dazu, wird für die Berechnung des Regelleistungsvolumens die RLV-relevante Fallzahl aus dem aktuellen Quartal herangezogen. Gilt dies für alle Teilnehmer der BAG? Details

Ja, das für die Gesamtpraxis geltende RLV wird auf Arztebene für jeden Teilnehmer, auf der Basis der tatsächlich abgerechneten RLV-relevanten Fallzahl ermittelt. Auf diese Weise wird der gesamten Praxis für insgesamt höchstens 12 Quartale ein weiteres Wachstum ermöglicht.


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Was ist, wenn die aktuelle Fallzahl während des Jungpraxis-Status in einem Quartal geringer ist als im Vorjahresquartal?Details

Es gilt in diesen Fällen immer die aktuelle Fallzahl.

Die Antragstellung und Entscheidung für die Anwendung der aktuellen Quartalsfallzahl kann sich im Einzelfall auch nachteilig auswirken, wenn in der eigentlich zu erwartenden Wachstumsphase die Fallzahl der Praxis im Abrechnungsquartal wider Erwarten rückläufig ist, im Vergleich zum Vorjahresquartal.


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Wurde bei Hausärzten die HZV-Bereinigung bereits bei der vorläufigen RLV-Zuweisung berücksichtigt?Details

Nein, die vorläufige RLV-Zuweisung erfolgt auf der Basis sämtlicher Behandlungsfälle des Vorjahresquartals. Erst im Zusammenhang mit der Honorarabrechnung erfolgt der Abgleich welche der Patienten des Vorjahresquartals zwischenzeitlich in den HzV eingeschrieben sind.

 

Außerdem steht auch die endgültige Höhe des Fallwertes für die Hausärzte aufgrund der Vorgaben des Bereinigungsvertrages erst zum Zeitpunkt der Durchführung der Quartalsabrechnung fest.


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Was ist der Unterschied zwischen Einzelleistungen und Freien Leistungen?Details

Die Einzelleistungen (z.B. Prävention) werden außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung von Seiten der Krankenkassen vergütet. Hier erfolgt immer eine vollständige Vergütung.

 

Die Freien Leistungen sind Leistungen außerhalb RLV und QZV, jedoch innerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV). Die Vergütung erfolgt über eine definierte Geldmenge im Fachgruppentopf. Reicht die definierte Geldmenge für eine Vergütung der Honoraranforderung mit den Preisen der Euro-Gebührenordnung nicht aus, erfolgt für diese Leistungen eine verminderte (quotierte) Vergütung.


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Können Praxisbesonderheiten für die RLV-Berechnung berücksichtigt werden?Details

Ja, auf Antrag kann für Leistungsbereiche innerhalb des RLV oder QZV eine Praxisbesonderheit und damit Erhöhung des RLV gewährt werden, wenn ein besonderer Versorgungsauftrag vorliegt und ein zur Fachgruppe deutlich abweichender Behandlungsbedarf dokumentiert ist.


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Ist die Angst vor Impfkomplikationen berechtigt?Details

Alle Statistiken belegen, dass bei Kindern neben den üblichen leichten Nebenwirkungen nur sehr selten ernste Komplikationen auftreten. Das Risiko von allergischen Reaktionen ist nur noch gering, da die meisten Impfstoffe heute ohne den Grundstoff Hühnereiweiß auskommen, auf den manche Menschen allergisch reagieren.


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Ist Impfen nicht überflüssig, da man die meisten Krankheiten doch mit Antibiotika behandeln kann? Details

Antibiotika sind Medikamente, die nur gegen Bakterien wirken und nicht gegen Viren, die aber die Auslöser vieler gefährlicher Infektionskrankheiten sind. Und selbst, wenn es sich um eine bakteriell verursachte Erkrankung handelt, können Antibiotika schwere Komplikationen manchmal nur verhindern, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt und behandelt wird.


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Sind Impfungen für die Zunahme von Allergien verantwortlich?Details

Die häufig geäußerte Befürchtung, vorbeugendes, flächendeckendes Impfen könne mitverantwortlich für die Zunahme von Allergien sein, wird von den Experten als widerlegt angesehen. Im Osten Deutschlands sind bei wesentlich höheren Durchimpfungsraten Allergien bis heute seltener als im Westen. Dafür spricht auch, dass seit der Wiedervereinigung die Impfrate in den neuen Bundesländern rückläufig ist und seitdem auch dort die Allergien zunehmen.


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Ist die Masern-Mumps-Röteln-Impfung bei Erwachsenen nicht überflüssig, da es sich hier doch um Kinderkrankheiten handelt? Details

Das ist ein fataler Irrtum, denn viele so genannte Kinderkrankheiten haben ihre schlimmsten Verläufe, wenn man sie erst im Erwachsenenalter bekommt. Es gibt keine Altersgrenze für diese Impfungen – jeder Nichtgeimpfte kann sich anstecken und die Krankheit weiter tragen.


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Dürfen Kinder mit Allergien geimpft werden?Details

Jedes Kind braucht idealerweise einen Impfschutz gegen die wichtigsten Infektionskrankheiten wie Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Keuchhusten, Hib, Hepatitis B, Masern, Mumps und Röteln. Das allergiekranke Kind ist auf diesen Impfschutz besonders angewiesen, weil die Infektionskrankheit bei ihm schwerer verlaufen kann als bei einem nichtallergischen Kind. So ist der Keuchhusten für ein Kind, das an Asthma leidet, eine komplikationsreiche bis lebensbedrohliche Erkrankung. Andererseits weiß man, dass Keuchhusten die Entstehung von Asthma begünstigen kann. Ergo ist eine Impfung auch in diesem Fall absolut ratsam. Auch ein Kind mit einer schweren, stationär behandlungspflichtigen Neurodermitis sollte z. B. gegen Windpocken geimpft werden, weil die Impfung im Vergleich zu einer Erkrankung wesentlich harmloser ist. In all diesen Fällen gilt generell: Ein Kind mit Allergien sollte gemäß Impfkalender großzügig geimpft werden, solange es sich nicht um Allergien gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffes handelt.


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Gibt es für Kinder eine Alternative zur Impfung?Details

Nein, obwohl es manche Eltern aus Angst vor Komplikationen ablehnen, ihr Kind gegen bestimmte Infektionserkrankungen impfen zu lassen. Sie suchen statt dessen nach Alternativen, um ihr Kind vor gefährlichen Erregern zu schützen. In vielen Naturheilkundepraxen und bei Heilpraktikern werden homöopathische bzw. natürliche Heilmittel als alternative Schutzmaßnahme angeboten. Zwar können diese Maßnahmen das Immunsystem teilweise stärken, doch sie bieten keinerlei Schutz vor gefährlichen Infektionskrankheiten und stellen somit keine Alternative zur Impfung dar.


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Ist es nicht besser für das Training des Immunsystems, wenn man Kinderkrankheiten durchmacht?Details

Ein generell positiver Effekt infolge einer durchgestandenen Infektionskrankheit ist nicht sicher. So konnte z.B. bei Masern bisher keine Verbesserung der Immunitätslage nachgewiesen werden. Eine Impfung dagegen aktiviert und trainiert das Immunsystem, ohne dass dafür eine schwere Erkrankung mit erheblichen Risiken durchgemacht werden muss. Und im Nebeneffekt zeigt der Geimpfte ein vorbildliches Sozialverhalten, denn von ihm wird zeitlebens keine Ansteckungsgefahr für andere mehr ausgehen.


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Warum müssen auch Jungen gegen Röteln geimpft werden?Details

Röteln können bei einer nicht geimpften Schwangeren schwere Behinderungen des entstehenden Kindes auslösen, wenn sie durch einen erkrankten Partner angesteckt wird. Die grundsätzliche Gefahr einer Ansteckung für Schwangere und damit für das ungeborene Kind kann nur durch eine rechtzeitige und konsequente Impfung aller Beteiligten vermieden werden.


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Benötigt man zur Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung eine Überweisung des Hausarztes?Details

Nein, es ist nicht erforderlich, eine hausärztliche Überweisung zur Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung in einer Facharztpraxis vorzulegen.


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Welcher Arzt kann zum Thema Darmkrebs-Vorsorge informieren?Details

Ansprechpartner für gesundheitliche Fragen ist der Hausarzt. Er kann zum Thema Darmkrebs-Vorsorge informieren. Besonders häufig informieren aber auch Urologen und Gynäkologen neben den gastroenterologisch tätigen Fachärzten zu diesem Thema.


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Wer kann die Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung (Vorsorge-Koloskopie) in Anspruch nehmen?Details

Alle gesetzlich Krankenversicherten ab einem Alter von 55 Jahren können eine Vorsorge-Koloskopie kostenlos in Anspruch nehmen und diese nach zehn Jahren wiederholen lassen.


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Welche Arztpraxen führen die Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung durch?Details

Anders als im Krankenhaus dürfen im ambulanten Bereich nur spezialisierte Fachärzte Darmspiegelungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung durchführen. Bei der Suche nach entsprechenden Ärzten helfen Ihnen die Arztsuche und die Patienteninformationsstelle MedCall der KVBW.

 


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Was wird bei einer Darmspiegelung gemacht?Details

Die Darmspiegelung wird mit einem so genannten Koloskop vorgenommen. Es handelt sich um einen dünnen und biegsamen Schlauch, der vom Arzt behutsam in den After eingeführt und langsam in den Darm geschoben wird. Am Ende des Koloskopes befindet sich ein winziges Objektiv, mit dem der Arzt Veränderungen an der Darmwand erkennen kann. Mit einem Koloskop lassen sich auch Gewebeproben entnehmen, die dann im Labor untersucht werden. 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen entstehen aus speziellen Polypen (Adenome). Sieben Prozent dieser Adenome entarten im Laufe der Zeit zu bösartigen Tumoren. Während einer Koloskopie lassen sich diese Krebsvorstufen mit einer Schlinge, die über das Endoskop eingeführt wird, komplikationsarm entfernen. Die Darmspiegelung ist zurzeit die aussagekräftigste und effektivste Untersuchung zur Darmkrebs-Vorsorge. Durch die modernen Koloskope und die Erfahrung der Fachärzte, die Darmspiegelungen oft durchführen, ist dies auch eine
schonende Untersuchung für Patienten. Auf Wunsch können Patienten eine Sedierung (Schlafspritze)
bekommen, so dass sie von der Untersuchung kaum etwas spüren. Die Darmspiegelung selbst dauert in der Regel nur 20 bis 30 Minuten. Danach können sich die Patienten eine Ruhephase gönnen und schließlich die Praxis wieder verlassen.


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Wie funktioniert der Test auf verborgenes Blut im Stuhl?Details

Eine etwa erbsengroße Menge Stuhl wird auf ein kleines Testfeld gegeben. Wenn der Stuhl Blut enthält, färbt sich das Feld blau an. Der Patient sollte allerdings vorher nicht große Mengen Vitamin C zu sich genommen oder viel Blutwurst gegessen haben. Wenn der Test anschlägt, bedeutet das aber nicht, dass der Patient in jedem Fall an einer Tumorerkrankung leidet – es können auch zum Beispiel Hämorrhoiden sein, welche die Blutung verursachen.


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Wer ist besonders gefährdet an Darmkrebs zu erkranken?Details

Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass man den Dickdarmkrebs besonders häufig bei Diabetikern findet. Darum sollten Diabetiker, insbesondere unter Insulin-Therapie, die Möglichkeiten der Vorsorge wahrnehmen.


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Warum wird gerade ab dem 50. Lebensjahr großer Wert auf Darmkrebs-Vorsorge gelegt?Details

Es ist erwiesen, dass sich in der Phase zwischen dem 50. und dem 80. Lebensjahr das Darmkrebs-Risiko verfünffacht.


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Gibt es beim Darmkrebs ein familiäres Risiko?Details

Ja, wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass das Risiko, ebenfalls an Darmkrebs zu erkranken, zwei- bis dreimal höher ist, wenn ein Familienmitglied ersten Grades (Eltern, Geschwister, Kinder) bereits an Darmkrebs erkrankt ist. Das Risiko erhöht sich weiter, wenn die Erkrankung vor dem 45. Lebensjahr oder bei zwei oder mehreren Verwandten ersten Grades aufgetreten ist.


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Gibt es bei Darmkrebs Unterschiede zwischen Frauen und Männern?Details

Frauen und Männer sind in ähnlichem Maße betroffen. Allerdings zeigen Studien, dass bei Männern fortgeschrittenere Stadien des Darmkrebses diagnostiziert werden. Darum sollten Männer frühzeitig zur Darmkrebs-Vorsorge gehen.


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Was kann ich selbst zur Senkung meines Darmkrebsrisikos tun?Details

Viel Obst und Gemüse (5 Portionen am Tag), weniger rotes Fleisch bzw. verarbeitete Fleischprodukte (zwei fleischfreie Tage in der Woche oder Fisch bzw. Geflügel), ein moderater Alkoholkonsum, Nichtrauchen sowie ein normales Körpergewicht bzw. ein normaler BMI senken nachweislich das Risiko an einem Darmkrebs zu erkranken.


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Warum bietet eine Stuhluntersuchung (Stuhltest) nur eine relativ begrenzte Sicherheit bei der Darmkrebserkennung?Details

Der schon seit vielen Jahren eingesetzte und wissenschaftlich gut untersuchte FOBT (Fäkaler okkulter Bluttest) – zum Beispiel Hämoccult – ist technisch störanfällig. Viel Vitamin C oder tierisches Blut in der Nahrung können zu falschen positiven Ergebnissen führen. Zudem gibt es andere Erkrankungen, die zu Blut im Stuhl führen - Hämorrhoiden, Entzündungen, etc. Leider bluten kleine Polypen (Adenome) gar nicht, größere selten und selbst ein Darmkrebs muss nicht regelmäßig bluten, was zu falschen negativen Ergebnissen und einem falschen Gefühl der Sicherheit führt. Selbst der spezifische Nachweis von menschlichem Blut durch immunologische und darum auch teuere Testverfahren erbringt damit keine deutlich besseren Resultate. Wenn ein Darmkrebs zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht blutet, wird man ihn auch nicht mit einem hochspezifischen Test nachweisen können. Darum senken derartige Verfahren die Darmkrebssterblichkeit auch nur um 20 bis 30 Prozent, im Gegensatz zur Darmspiegelung mit 75 bis 90 Prozent. Auf der anderen Seite ist der FOBT billig, kann zu Hause erfolgen, mit der Post verschickt und darum bei vielen Menschen gleichzeitig durchgeführt werden. Darum ist ein FOBT besser als gar keine Vorsorgemaßnahmen.Aber bitte daran denken: Schon ein, wenn auch schwacher, positiver Test ist ein positiver Test und muss abgeklärt werden! Nur so machen diese unspezifischen und weniger empfindlichen Testverfahren Sinn. Auf Grund der aktuellen wissenschaftlichen Daten können andere Verfahren (z. B. M2-PK-Test) gegenwärtig nicht zur Vorsorge empfohlen werden.


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Gibt es andere Verfahren zur Früherkennung von Polypen oder Darmkrebs?Details

Das klassische Röntgen des Dickdarms (Kolonkontrastmitteleinlauf) kann nicht empfohlen und sollte auch bei anderen diagnostischen Fragestellungen in der Regel nicht mehr eingesetzt werden. Auf Grund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse kommen spezielle Computertomographie-Verfahren (CT) oder Magnetresonanztomographie-Verfahren (MRT) in Frage. Stichwort Virtuelle Koloskopie: Sie ist zurzeit sehr teuer und im Hinblick auf das CT auch mit einer Röntgenstrahlenbelastung verbunden. Bisher liegen nur von ausgewählten bzw. ausgewiesenen Zentren Untersuchungsergebnisse vor. Beide Verfahren müssen noch weiter wissenschaftlich untersucht werden und vor allem in der täglichen Praxis flächendeckend ihre Qualität beweisen. Sie können eine mögliche Alternative werden. Auch hier muss der Darm vorher gereinigt werden und sie sind auch nicht „berührungslos“ - während der Untersuchung muss ein Gas bzw. eine Flüssigkeit in den Darm gegeben werden. Daneben gibt es erste Untersuchungen zur so genannten „Kapselendoskopie“ des Dickdarmes und zu automatischen bzw. „intelligenten“ Endoskopen, die sich selbst ihren Weg im Dickdarm suchen bzw. den Untersuchungsablauf weiter erleichtern.


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Was sind Tumormarker?Details

Tumormarker sind Stoffe, die der Tumor produziert. Sie zirkulieren in der Blutbahn und lassen sich im Labor aus einer Blutprobe nachweisen. Es wäre nun bequem, zur Vorsorge einfach regelmäßig das Blut auf solche Marker zu untersuchen. Leider gibt es jedoch viele Tumore, die keine Marker produzieren. Außerdem finden sie sich zum Teil auch bei Gesunden. Für die Diagnosestellung eignen sich die Marker daher nicht. Wenn ein Patient jedoch einen Tumor hat, der die Marker produziert, können die Ärzte deren Konzentration im Blut bestimmen und darauf auf den Verlauf der Krankheit schließen. Bei einer Chemotherapie, die anschlägt, werden die Marker weniger. Wenn die Marker steigen, ist das ein Hinweis, dass die Erkrankung wieder aufflackert.


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Wer führt das Screening durch?Details

Das Hautkrebs-Screening wird von niedergelassenen Ärzten angeboten, die dafür einen speziellen Qualifikationsnachweis (Zertifizierung) vorweisen müssen. Es kann sich dabei um einen Hautarzt (Dermatologen) oder einen Hausarzt handeln (Praktischer Arzt, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Innere Medizin, Arzt ohne Gebietsbezeichnung). Die zum Hautkrebs-Screening zugelassenen Ärzte Ihres Wohnortes können Sie beim Patiententelefon der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) erfragen (Telefon 01805/6332255).


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Welche Patienten können die Früherkennung in Anspruch nehmen?Details

Gesetzlich Krankenversicherte ab dem Alter von 35 Jahren können alle zwei Jahre ihre Haut beim Hautkrebs-Screening untersuchen lassen. Die Kosten für diese Krebsfrüherkennungsuntersuchung trägt Ihre Krankenversicherung.


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Wie läuft die Untersuchung ab?Details

Das Hautkrebs-Screening ist eine qualifizierte Sichtkontrolle der Haut, ergänzt um eine systematische Abfrage bestehender Vorerkrankungen und besonderer Risikofaktoren. Für die Untersuchung müssen Sie sich komplett entkleiden. Der Arzt überprüft Ihre Haut von Kopf bis Fuß, da Hautkrebs an allen Stellen des Körpers auftreten kann. Hierbei werden Auffälligkeiten von Hautflecken unter hellem Licht bewertet. Der Arzt achtet insbesondere auf Beschaffenheit, Größe, Farbe und Form der Hautflecken. Übrigens: Die Zuhilfenahme eines Auflichtmikroskops wäre eine Sonderleistung, die vom Patienten als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) selbst bezahlt werden müsste.


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Was geschieht bei Auffälligkeiten?Details

Stellt Ihr Hausarzt bei der Untersuchung eine Auffälligkeit an Ihrer Haut fest, überweist er Sie zur weiteren Abklärung an einen Hautarzt (Dermatologen), der ebenfalls für das Hautkrebs-Screening zertifiziert ist. Der Hautarzt führt zur Abklärung nochmals eine Sichtkontrolle an Ihnen durch. Im Verdachtsfall entnimmt der Hautarzt eine Probe der betreffenden Hautstelle. Die feingewebliche Untersuchung dieser Probe im Labor gibt Aufschluss über den Befund.


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Wie finde ich einen zertifizierten Arzt?Details

Bei der Suche nach wohnortnahen Hausärzten und Dermatologen, die für das Hautkrebs-Screening zertifiziert sind, hilft Ihnen die Patienteninformationsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW):


MedCall – Ihr Infoservice rund um die Gesundheit

Telefon 0 18 05 / 6 33 22 55 (14 Cent/Minute; Mobil höchstens 42 Cent/Minute)
Sprechzeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr


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Für welche Patienten kann Sprechstundenbedarf (SSB) bezogen werden?Details

Für Patienten der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), der
Ersatzkrankenkassen, der Landwirtschaftlichen Krankenkasse einschließlich der Krankenkasse für den Gartenbau und der Knappschaft sowie der beigetretenen Betriebs- und Innungskrankenkassen


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Wie kann ich in Erfahrung bringen, welche Kassen der Sprechstundenbedarfsvereinbarung nicht beigetreten sind?Details

Die Kassen werden über die Homepage Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung, über das Rundschreiben Ergo, das offizielle Mitteilungsblatt der KV Baden-Württemberg sowie auf Nachfrage bei den Fachberater(innen) für Sprechstundenbedarf veröffentlicht.


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Wie beziehe ich den SSB für Patienten, deren Krankenkassen der Sprechstundenbedarfsvereinbarung nicht beigetreten sind?Details

Um eine Notfallversorgung auch für diese Patienten zu ermöglichen, müssen Sie die in Frage kommenden Arzneimittel in der Praxis vorrätig haben. Um Mittel nach der Applikation in die Praxis zurück zu führen, müssen die Mittel nachträglich auf Namen des Patienten verordnet werden, jedoch mit der Eintragung „ad manum medici“. Hierdurch wird das Mittel nicht dem Patienten ausgehändigt, sondern zu Ihren Händen.

Dabei können nach § 31 SGB V nur folgende Mittel auf  Namen des Patienten verordnet werden
•    verschreibungspflichtige Arzneimittel,
•    Verbandmittel,
•    Harnteststreifen (für pH-Wert, Glucose und Eiweiß)
•    arzneimittelähnliche Medizinprodukte nach Anlage 12 der Arzneimittelrichtlinien
•    nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel für Kinder bis zum 12. Lebensjahr bzw. Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis zum 18. Lebensjahr
•    Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel gem. OTC-Ausnahmeliste (Arzneimittelrichtlinie) für Patienten ab dem 12. bzw. 18. Lebensjahr

Eine Eintragung der Ziffer 9 für SSB auf dem Verordnungsblatt erfolgt trotzdem (vgl. Frage 11)!

Die übrigen Mittel (Medizinprodukte, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel), die Sie nicht auf Namen des Patienten ausstellen dürfen, aber lt. Anlage der Sprechstundenbedarfsvereinbarung für die beigetretenen Krankenkassen über SSB hätten beziehen können, sind auf Privatrezept zu verordnen oder dem Patienten direkt in Rechnung zu stellen (Kostenrückerstattung durch die jeweilige Krankenkasse).


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Spielt es eine Rolle, wo die Patienten in Deutschland wohnhaft sind?Details

Nein. Ausschlaggebend für die Relevanz der Sprechstundenbedarfsvereinbarung ist der Sitz Ihrer Praxis (Hauptbetriebsstätte in Baden-Württemberg) und die Kassenzugehörigkeit der Patienten.


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Wie ist Erstbeschaffung zu verstehen?Details

Die Erstbeschaffung (Grundausstattung) bei Beginn der vertragsärztlichen Tätigkeit (auch bei Praxisübernahme und bei Eintritt/Bildung einer Gemeinschaftspraxis) erfolgt auf eigene Kosten.
Ausnahmen:
Kontrastmittel, Seren und Impfstoffe
lt. Schutzimpfungsvereinbarung.


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Ab wann darf ich SSB auf Kosten der Krankenkassen beziehen?Details

Ab dem ersten Kalendervierteljahr nach Ihrer Erstbeschaffung.


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Wie oft darf ich SSB beziehen?Details

Der SSB sollte für ein Quartal bezogen werden. Wichtig ist vor allem ein Bezug in wirtschaftlichen Mengen.


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Gelten auch für SSB das Wirtschaftlichkeitsgebot und die Festbetragsregelung?Details

Ja, auch bei dem Bezug über SSB ist das Wirtschaftlichkeitsgebot zu beachten. Bei Verdacht auf Unwirtschaftlichkeit können die Vertragspartner einen Antrag auf Wirtschaftlichkeitsprüfung stellen. Unterliegt ein Wirkstoff der Festbetragsregelung, wird nur der Festbetrag erstattet. Liegt der Verkaufspreis über dem Festbetrag, ist die Differenz zwischen Festbetrag und Verkaufspreis vom Arzt selbst zu tragen.


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Gibt es Vorschriften über die Bezugswege von SSB?Details

Ja, auch im SSB gilt, dass apothekenpflichtige Mittel über die Apotheke zu beziehen sind. Für alle anderen Mittel sollte der günstigste Bezugsweg gewählt werden.

Informationsstelle über günstige Hersteller für nicht apothekenpflichtige Mittel:
Servicestelle Arzneimittelabrechnung bei der AOK
Kontaktdaten:
Telefax 07151/139-106

Auch bei apothekenpflichtigen Arzneimitteln können sich die Preise je nach Apotheke unterscheiden.


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Kann ich meinen SSB auch über eine Versandapotheke beziehen?Details

Ja. Bei ausländischen Apotheken sollte jedoch erst nachgefragt werden, wie mit der Krankenkasse abgerechnet werden kann.


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Darf ich als ermächtigter Arzt SSB beziehen?Details

Ja, jedoch nur im Rahmen Ihrer Ermächtigung. Wie die niedergelassenen Ärzte müssen auch Sie als ermächtigter Arzt die Erstbeschaffung auf eigene Kosten beziehen.


Auch beim Bezug über die Krankenhausapotheke muss auf Muster 16 verordnet werden.


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Darf ich als Privatarzt im Rahmen des organisierten Bereitschaftsdienstes SSB beziehen?Details

Ja, jedoch nur im Rahmen des organisierten Bereitschaftsdienstes und nur für GKV-Patienten, sonst nicht.


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Sind meine Verordnungen über SSB richtgrößenrelevant?Details

Nein. Nichtsdestotrotz ist auch hier das Wirtschaftlichkeitsprinzip zu beachten. Beim Verdacht der Unwirtschaftlichkeit können die Vertragspartner einen Antrag auf Wirtschaftlichkeitsprüfung stellen.

Wichtig ist, dass Sie die Ziffer 9 für SSB in das hierfür vorgesehene Kästchen auf dem Verordnungsrezept eintragen – nur so kann sichergestellt werden, dass SSB-Verordnungen nicht in Ihr Ausgabenvolumen einfließen.


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Gelten einzeln getroffene Sondervereinbarungen aus der Vergangenheit weiter?Details

Nein, durch die neue Sprechstundenbedarfsvereinbarung ist eine neue Rechtsgrundlage gebildet worden, die ab Bekanntgabe und Inkrafttreten ihre Gültigkeit besitzt.


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Wie ist die Wirkstoffliste zu verstehen?Details

Die Wirkstoffliste ist als Positivliste zu verstehen. Sie ist abschließend. Demzufolge können nur diejenigen Wirkstoffe in den hier aufgeführten Indikationsbereichen über SSB bezogen werden.


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Wie ist die Wirkstoffliste aufgebaut?Details

Die Wirkstoffliste ist alphabetisch nach Indikationsgruppen aufgebaut. Die einzelnen Wirkstoffe innerhalb der Indikationsgruppen sind auch alphabetisch
gelistet. Die einzeln gesetzten Kreuzchen geben an, in welcher Darreichungsformen der einzelne Wirkstoff als SSB bezogen werden kann.


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Wie sind die Darreichungsformen zu verstehen?Details

Parenteral: Unter Umgehung des Verdauungstraktes; z. B. intravenöse, intramuskuläre, intraarterielle, subkutane, intraperitoneale Gabe.
Oral: Durch den Mund; z.B. Tabletten, Kapseln, Dragees, Säfte.
Rektal: Das Rektum betreffend z.B. Suppositorium (Zäpfchen)
Vaginal: Die Scheide (Vagina) betreffend z.B. Ovula, Vaginaltabletten, Suppositorium (Zäpfchen).
Inhalativ: Über die Atemwege
Externa: Zur äußeren Anwendung z.B. Salben, Creme.


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Können Wirkstoffe, die ohne Kreuzchen gelistet sind, unabhängig von der Darreichungsform über SSB bezogen werden?Details

Ja, jedoch nur für die in der Wirkstoffliste genannten Indikationen.


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Wie ist erkennbar, ob ein Wirkstoff für unterschiedliche Indikationsbereiche über SSB verordnungsfähig ist?Details

Durch Querverweise in der Spalte „Anmerkungen“.


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Wie ist die Wirkstoffliste entstanden?Details

Der Auswahl zugrunde lagen tatsächlich erfolgte Verordnungen über SSB, unabhängig davon, ob sie nach der derzeit gültigen Sprechstundenbedarfsvereinbarung als sprechstundenbedarfkonform oder nicht galten. 


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Soll die Verordnung nur unter Angabe des Wirkstoffs erfolgen?Details

Grundsätzlich ja, Sie können aber weiterhin auch den Namen des Fertigarzneimittels auf dem Rezept angeben, vorausgesetzt der enthaltende Wirkstoff ist in der Wirkstoffliste vorhanden. Das Wirtschaftlichkeitsgebot ist zu beachten.


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Können Medizinprodukte über SSB bezogen werden?Details

Ja, vorausgesetzt, die Mittel sind sowohl  in der Positivliste als auch in Anlage 5 der Arzneimittelrichtlinien enthalten. Das Wirtschaftlichkeitsprinzip ist zu beachten.


Externe Links
G-BA Arzneimittel-Richtlinie

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Können nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel und verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Behandlung von sog. Bagatellerkrankungen nach § 34 SGB V über SSB bezogen werden?Details

Auch für den Bezug über SSB gelten die Arzneimittelrichtlinien. Prinzipiell dürfen also keine nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel oder verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Behandlung von sog. Bagatellerkrankungen nach § 34 SGB V bezogen werden. Ausgenommen, deren Wirkstoffe sind in der Wirkstoffliste enthalten.


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Wie sind die Mengenbegrenzungen der Corticoide zu verstehen?Details

Insgesamt können bis zu 50 Ampullen pro Arzt und Quartal über SSB bezogen

werden. Darüber hinaus können jeweils eine N3-Packung Corticoide in oraler und Darreichungsform verordnet werden. Dabei spielt die Trennung zwischen Corticoiden mit oder ohne Depotwirkung keine Rolle mehr.

 

Orthopäden, Chirurgen, Neurochirurgen und Rheumatologen und Anästhesisten können statt 50 Ampullen, 100 Ampullen pro Arzt und Quartal beziehen. Es dürfen keine Stechampullen verordnet werden.


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Wie ist die Mengenbegrenzung bei Fluspirilen zu verstehen?Details

Insgesamt können bis zu 10 Ampullen à 1,5 mg pro Arzt und Quartal über SSB bezogen werden.

Es dürfen keine Stechampullen verordnet werden.


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Wie sind die unterschiedlichen Prozentangaben wie z.B. bei den Desinfektionsmitteln zu verstehen?Details

Nur die in der Wirkstoffliste prozentual angegebenen Wirkstärken dürfen über SSB bezogen werden, keine weiteren.


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Dürfen Desinfektionsmittel zur Händedesinfektion des Arztes und des Praxispersonals über SSB bezogen werden?Details

Nein. Über SSB bezogene Desinfektionsmittel dürfen nur zur Anwendung am Patienten und ausschließlich zur Desinfektion der Haut, Schleimhaut und Wunden verwendet werden. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie auf Produkte zurückgreifen, deren Anwendung laut Produktbeschreibung nur für die Desinfektion von Haut, Schleimhaut und von Wunden vorgesehen ist.


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Darf Glucose zur Feststellung von Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) über SSB bezogen werden?Details
 
Können Arzneimittel, die in der Indikationsgruppe Homöopathika genannt sind, über SSB bezogen werden?Details

Es können nur die in Deutschland im Handel befindlichen Arzneimittel (in Form von Globuli) über SSB bezogen werden. Importe werden von den Kostenträgern des Sprechstundenbedarfs nicht übernommen.

Siehe hierzu auch Verordnungsforum Nr. 14 (Seite 17).


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Sind Arzneimittelkombinationen über SSB generell verordnungsfähig?Details

Nein. Arzneimittelkombinationen müssen in der Anlage 1 der Sprechstundenbedarfsvereinbarung ausdrücklich als Kombination (mit +) genannt sein.

Einzeln gelistete Wirkstoffe können nicht als Kombinationspräparat verordnet werden.

Siehe hierzu auch Verordnungsforum Nr. 14 (Seite 17).


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Können Adrenalin-Autoinjektoren (wie Anapen®, Fastjekt® oder Jext®) über Sprechstundenbedarf bezogen werden?Details

Nein, auch nicht mit Mengenbegrenzung. Von den Kostenträgern wird dies mit folgenden Argumenten begründet:

  • deutlich höhere Kosten als bei Adrenalin-Ampullen
  • relativ kurze Haltbarkeit der Autoinjektoren (20-24 Monate)
  • die zusätzliche Zeit für das Öffnen einer Glasampulle und das Aufziehen der Spritze sei nicht ausschlaggebend, da der Wirkeintritt nach i.v.-Applikation rascher ist
  • auf dem Markt befindet sich eine Ampulle, die laut Fachinformation auch unverdünnt intramuskulär verabreicht werden darf.

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Wie können Adrenalin-Autoinjektoren dennoch für einen möglichen Notfall in der Praxis vorgehalten werden?Details

Wenn ein Autoinjektor im Notfall eingesetzt werden muss, kann dieser nachträglich auf Namen des Patienten verordnet werden. Nicht genutzte Autoinjektoren bleiben also Sache des Arztes.


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Wie habe ich den Begriff Gaze zu verstehen?Details

Gaze sind grobmaschige Gewebe aus Cellulose oder Kunstfasern, die mit hydrophoben Fettsalben imprägniert sein können.


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Welche Verbandstoffe können zu der feuchten Wundbehandlung über SSB bezogen werden?Details

Nur Hydrokolloidverbände und zwar nur zur Behandlung im Akutfall. Alle weiteren Verbandstoffe zur feuchten Wundbehandlung und zur Therapie bei chronischen Wunden sind auf den Namen des Patienten zu verordnen.


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Was ist unter Hydrokolloidverband zu verstehen?Details

Wundauflagen auf Basis  von Cellulose-Derivaten, Gelatine, Calciumalginaten und/oder Pektinen, z.B. Suprasorb H®, Algoplaque®, Urgotül®, Varihesive E®, Hydrocoll® (nicht abschließend!) Keine Schaumstoffwundauflagen!


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Wie ist die Anmerkung zu verstehen, dass nur dauerelastische Binden, die nicht teurer sind als normale Idealbinden über SSB verordnet werden dürfen?Details

Dauerelastische Binden sind eigentlich auf den Namen des Patienten zu verordnen. Produkte gibt, die sich im Preis nicht von den normalen Idealbinden unterscheiden.


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Dürfen Stacksche Fingerschienen über SSB verordnet werden, obwohl sie auf der Negativliste Hilfsmittel (Hilfsmittel mit geringem therapeutischem Nutzen oder geringem Abgabepreis in der gesetzlichen Krankenversicherung) aufgeführt sind? Details

Ja, weil sie in der Anlage 1 - Verbandstoffe aufgeführt sind.


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Warum dürfen wir nicht mehr Verbandzellstoff über SSB beziehen?Details

Wegen der Feststellung, dass Verbandzellstoff leider sehr häufig zweckentfremdet verwendet wurde.


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Sind auch Verbandstoffe mit Aktivkohle über SSB verordnungsfähig?Details

Nein. Es können keine Verbandstoffe mit Aktivkohle über SSB verordnet werden.


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Dürfen auch Multifly-Kanülen über SSB bezogen werden?Details

Nein, weil sie laut Hersteller nur zur Blutentnahme bestimmt sind und somit mit der Leistung abgegolten sind.


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Ist ein OP-Zentrum eine Nebenbetriebsstätte, wenn die Praxis dort ambulant operiert?Details

Nein, sofern es sich um ausgelagerte Praxisräume handelt. Ja, wenn es als Nebenbetriebsstätte gemeldet und anerkannt wurde.


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Bekommt man eine neue Honorarabrechnungsnummer (HNR), wenn sich an der Praxiskonstellation etwas geändert hat?Details

Ja, eine neue HNR wird ausgewiesen und ein separater Honorarbescheid erstellt. Die Abrechnungsunterlagen erfolgen jedoch nach der BSNR, die sich nicht ändert.


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Muss die Honorarabrechnungsnummer (HNR) der Praxis in den Stammdaten des Praxisprogrammes erfasst werden?Details

Nein, die Honorarabrechnungsnummer (HNR) wird intern für die Differenzierung des Honorarbescheides verwendet.


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Ein Arzt hat eine Zulassung für Urologie und Unfallchirurgie. Er besitzt eine urologische Arztnummer. Bekommt er in diesem Fall zwei lebenslange Arztnummern (LANR)?Details
 
Sind Laborärzte auch von der Kennzeichnung mittels BSNR und LANR betroffen? Wenn z.B. ein Blutbild bestimmt wird, sind ggf. mehrere Ärzte beteiligt. Welchem Arzt werden dann diese Leistungen zugeordnet?Details

Ja, eine Leistung muss dann der LANR eines Teilnehmers zugeordnet werden.


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Ein Arzt hat eine Nebenbetriebsstättennummer erhalten – gilt diese nur für die Belegabteilung oder auch für die ambulanten OP-Leistungen, die er am Krankenhaus erbringt?Details

Die Betriebsstättennummer gilt ausschließlich für die Belegabteilung. Ambulante OP-Leistungen, die am Krankenhaus erbracht würden, würden ausgelagerte Praxisräume i. S. v. § 24 Abs. 5 Ärzte-ZV, darstellen, für die keine BSNR erteilt wird. In diesem Fall ist die BSNR der Praxis zu verwenden.


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Gibt es bei Doppelzulassungen mehrere lebenslange Arztnummern?Details

Es wird nur eine LANR vergeben.


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Gibt es eine Bezugsmöglichkeit der bundesweit geltenden lebenslangen Arztnummern und der Betriebsstättennummern?Details

Ja, die bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung erhältlichen Stammdaten umfassen die für das gesamte Bundesgebiet geltenden lebenslangen Arztnummern (LANR) und Betriebsstättennummern (BSNR).
Die Datei selbst ist als KBV-Regel-Update von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung via Internet zu beziehen und sollte von den Softwarehäusern für Abrechnungssysteme den Anwendern bereitgestellt werden. Die Einbindung der Daten ist ggf. über Ihr Systemhaus anzufordern.


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Müssen auf der Überweisung die lebenslange Arztnummer und die Unterschrift übereinstimmen?Details

Ja in der Einzelpraxis. In versorgungs- und fachgleichen Berufsausübungsgemeinschaften kann jeder Partner die Formulare unabhängig von der angegebenen LANR unterschreiben. Der Überweisungsnehmer übernimmt die lebenslange Arztnummer des Überweisenden.


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Kann eine überweisungsannehmende Praxis die fehlende oder falsch angegebene LANR des Überweisers telefonisch erfragen und auf dem Überweisungsschein nachtragen?Details

Ja, auf dem Überweisungsschein sollte der Vermerk, dass das Telefonat geführt wurde, angebracht werden.


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Muss auf dem Stempelaufdruck sowohl die BSNR als auch die LANR angegeben werden?Details

Nein, nur die BSNR.


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Welche lebenslange Arztnummer (LANR) ist zu verwenden, wenn ein Patient ein Rezept in einer BAG holt?Details

Es wird grundsätzlich die LANR des verordnenden Arztes verwendet.


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Welche Nummern müssen bei Vertretung auf das Rezept?Details
  • Insofern die Vertretung in der Praxis des Vertreters stattfindet, sind die Nummern (BSNR, LANR) des Vertreters auf dem Verordnungsblatt anzugeben.
  • Insofern die Vertretung in der Praxis des Vertretenen stattfindet, sind die Nummern (BSNR, LANR) des Vertretenen auf dem Verordnungsblatt anzugeben.

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Wie erfolgt die Verordnung in einer Nebenbetriebsstätte?Details

Damit der Ort der Verordnung identifizierbar ist, muss in das Personalienfeld auf
dem Rezept die Nebenbetriebsstätte eingetragen werden. Die Bedruckung mit der LANR erfolgt wie in der Hauptbetriebsstätte.


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Darf man die Rezepte des Praxispartners auch unterschreiben?Details

Ja, aber nur bei Ausnahmen. Hier greift eine Protokollnotiz zum Bundesmantelvertrag – Deutsches Ärzteblatt Nr. 24. Sie gilt nur für fachgleiche Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) und besagt, dass alle Ärzte in einer BAG unterschriftsberechtigt sind, egal welche LANR auf dem Rezept steht.

Im Alltag erleichtert diese Regelung das Ausstellen von Folgerezepten, v.a. wenn Patienten einem Arzt „zugeordnet sind“ (falls dies so gehandhabt wird), dieser das Rezept aber nicht unterschreiben kann – z.B. aufgrund von Notdienst oder da er verhindert ist.
Generell ist die Kennzeichnung jedoch vorrangig, d.h. die Arztnummer des verordnenden und unterzeichnenden Arztes muss auf das Verordnungsblatt.


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Wird die Praxis im Prüfungsfall immer noch als Gesamtheit gesehen, oder wird der einzelne Arzt betrachtet?Details

Die Einordnung in Richtgrößengruppen und die Prüfung durch die Prüfstelle erfolgen weiterhin in Bezug auf die Betriebsstätte. Eine Praxis wird somit nach wie vor als Ganzes betrachtet. Es erfolgt derzeit keine Prüfung auf den Arzt. Falls es hierzu Änderungen geben wird, erfolgt rechtzeitig im Vorfeld eine Information an Sie.


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Muss ich als PC-Abrechner in einer Berufsausübungsgemeinschaft tatsächlich zwei Datensätze anlegen, wenn beide Praxisteilnehmer einen Arzt-Patienten-Kontakt haben?Details
 
Können beide Partner einer fachgleichen Berufsausübungsgemeinschaft die Versichertenpauschale abrechnen, wenn die Vertretung im Urlaub erfolgt?Details

Nein, die Versichertenpauschale (VP) kann bei fachgleichen Berufsausübungs-gemeinschaften lediglich einmal abgerechnet werden. Die Kennzeichnung der VP erfolgt durch den erstbehandelnden Arzt.


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Wird die Versichertenpauschale in den Honorarunterlagen der Praxis oder dem einzelnen Arzt zugeordnet?Details

Die Zuordnung der VP erfolgt in der Honorarzusammenstellung zu dem abrechnenden einzelnen Arzt.


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Warum wurde die Arztnummernsystematik für alle Praxen beschlossen und nicht nur für Praxen mit Nebenbetriebsstätten? Wer ist da der Ansprechpartner?Details

Es handelt sich um eine bundesweite Änderung auf der Basis des Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes und des Bundesmantelvertrages.
Die KV Baden-Württemberg hatte die Delegierten beauftragt, in der Vertreterversammlung der KBV nochmals gegen diese Einführung zu intervenieren. Leider hatte die KBV die Verhandlungen hierzu bereits weitgehend abgeschlossen.


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Über welche lebenslange Arztnummer werden die Laborleistungen abgerechnet, wenn der Patient bei beiden Ärzten innerhalb der BAG in Behandlung ist?Details

Über die lebenslange Arztnummer des veranlassenden Arztes.


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Welcher Arzt rechnet die Chronikerziffer ab, wenn es sich um eine BAG handelt?Details

Nicht festgelegt, grundsätzlich von einem der Teilnehmer abrechenbar.


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Welchem Arzt werden Leistungen zugeordnet, wenn beide Ärzte den Patienten in derselben Sitzung sehen?Details

Die Zuordnung erfolgt je nach Leistungserbringer. Die Versichertenpauschale wird immer vom ersten Arzt abgerechnet.


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Welchem Arzt einer BAG werden Leistungen wie Porto, Kopien, GOP 01430 zugeordnet?Details

Es gibt keine Festlegung. Die Zuordnung erfolgt zu einem Praxisteilnehmer.


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Die GOP 01430 und 01435 werden auf den Arztfall begrenzt. Kann die GOP 01430 oder GOP 01435 abgerechnet werden, wenn die VP vom Praxispartner berechnet wird?Details

Ja, da die Ziffern auf den Arztfall greifen.


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Sind die Laborausnahmeindikationen (Kennziffern Nrn. 32005 bis 32023 ) einer LANR zuzuordnen?Details
 
Wie werden die Honorare aufgeschlüsselt? Werden die Honorare pro LANR ausgewiesen?Details

Sämtliche Abrechnungsunterlagen mit Ausnahme des Honorarbescheides werden je Betriebsstätte erstellt. Das sich aus der von Ihnen eingerechten Abrechnung ergebende Honorar entnehmen Sie dabei der Honorarzusammenstellung. Dort werden die Honorare je Haupt- und Nebenbetriebsstätte sowie je Arzt ausgewiesen.


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Bekommt ein Weiterbildungsassistent eine lebenslange Arztnummer?Details
 
Bekommt ein Sicherstellungsassistent (Entlastungsassistent) eine lebenslange Arztnummer (LANR)?Details

Nein. Ein "Sicherstellungsassistent" (Entlastungsassistent) wird nach § 32 Abs.2 Satz 2 der Ärzte-Zulassungsverordnung i.V. mit § 2 Nr.4 der Assistenten-Richtlinien von der KVBW aus Sicherstellungsgründen genehmigt. Diese Genehmigung wird regelmäßig befristet. Die von Sicherstellungsassistenten erbrachten Leistungen werden mit der LANR des ihn anstellenden bzw. des zugeordneten Arztes gekennzeichnet und zur Abrechnung gebracht.


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Unter welcher lebenslangen Arztnummer wird die Vertretungstätigkeit abgerechnet, wenn die Vertretung beispielsweise von einem Krankenhausarzt übernommen wird?Details

Ein nicht genehmigungspflichtiger Vertreter rechnet unter der LANR des vertretenen Arztes ab.


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Bekommen Job-Sharing-Partner eine LANR und brauchen diese für Sono eine Genehmigung?Details
 
Bekommen Notfallärzte auch eine eigene LANR und eine BSNR?Details
 
Wie rechnet der Weiterbildungsassistent seine Leistungen ab, er hat keine LANR?Details

Unter der LANR des Weiterbildungsbefugten.


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Eine BAG möchte einen Arzt anstellen, der nur den Notfalldienst am Wochenende im Sinne eines nicht genehmigungspflichtigen Vertreters übernimmt. Wie erfolgt die Leistungskennzeichnung? Bekommt dieser vertretende Arzt gesonderte Nummern?Details

Nein, er rechnet unter der LANR und der BSNR des jeweils zum Dienst eingeteilten Vertragsarztes ab.


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Erhalten Ausbildungsassistenten in Ambulanzen an Ausbildungsstätten nach § 6 des Psychotherapeutengesetzes (Psychologische Ausbildungsinstitute) auch eine LANR?Details
 
Wie erfolgt die Kennzeichnung im Zusammenhang mit der Abrechnung von Vertretungen in anderer Praxis, z.B. im Notfalldienst?Details

Bei Vertretung in den eigenen Praxisräumen wird die eigene lebenslange Arztnummer und Betriebsstättennummer verwendet.
Bei Vertretung in anderer Praxis erfolgt die Abrechnung unter der lebenslangen Arztnummer und ebenso unter der Betriebsstättennummer der vertretenen Praxis. Damit muss die Vergütung zwischen Vertreter und vertretenem Arzt im Innenverhältnis erfolgen.


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Gibt es eine gesetzliche Verpflichtung für die Praxen zur Einführung von QM (Qualitätsmanagement)?Details

Ja!

Mit Einführung des GMG (Gesundheitsmodernisierungsgesetz) zum 1.1.2004 wurde in § 135a  SGB V die Verspflichtung zum QM auch für den niedergelassenen Bereich festgeschrieben. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat diese Verpflichtung durch die QM-Richtlinie konkretisiert, welche am 1.1.2006 in Kraft getreten ist und aufzeigt, welche Anforderungen zu erfüllen sind.


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Muss man QM-Fortbildungen besuchen?Details

Nein, es steht jedem frei!

Die Teilnahme an Fortbildungskursen zum Qualitätsmanagement wird vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) jedoch ausdrücklich empfohlen. Wir als Ihre KV sehen dies als Serviceangebot, Sie bei der Umsetzung dieser Verpflichtung zu unterstützen und bieten ein abgestuftes Fortbildungsprogramm für Ihre Bedürfnisse an.


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Muss ich mich zertifizieren lassen?Details

Nein!

Eine Zertifizierung wird vom Gesetzgeber derzeit nicht gefordert. Möchten Sie sich freiwillig zertifizieren lassen, steht Ihnen unser QM-Team in allen Fragen zum Qualitätsmanagement gerne beratend zur Verfügung.


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Welches QM-System muss ich nutzen?Details

Die QM-Richtlinie gibt nur inhaltliche Grundelemente vor, die ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement einer Praxis aufweisen muss. Ebenso nennt sie QM-Instrumente, welche etabliert und genutzt werden sollen. Ein bestimmtes QM-System wird nicht gefordert. Die Praxis kann sich für ein QM-System entscheiden, dass diese Anforderungen erfüllt oder eine eigene Systematk erstellen.


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Welche zeitlichen Fristen sind für die Einführung von QM zu beachten?Details

Konkret sind folgende Phasen für eine schrittweise Einführung von Qualitätsmanagement zu beachten:
a) spätestens nach 2 Jahren ist die Planungsphase abzuschließen
b) spätestens nach weiteren 2 Jahren ist die Umsetzungsphase abzuschließen
c) spätestens nach einem weiteren Jahr hat eine erneute Selbstbewertung/Überprüfung aller zu a) und b) umgesetzten Maßnahmen durch die Praxis zu erfolgen.
Die Zeiträume beginnen mit Inkrafttreten der QM-Richtlinie zum 1.1.2006 bzw. mit dem Zeitpunkt der Niederlassung.


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Welche Nummer ist auf dem Überweisungsschein im Feld „Vertragsarztstempel/Unterschrift des überw. Arztes“ einzutragen?Details

Der bisherige Arztstempel kann weiterverwendet werden.
Sofern das Feld EDV-technisch bedruckt wird, soll die Betriebsstättennummer angegeben werden.


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Wann ist es sinnvoll, einen Antrag auf Anhebung des RLV zu stellen?Details

Wie in der Vergangenheit auch werden sicherlich von den Berufsverbänden vorgefertigte Anträge auf Veränderung des individuellen RLV zur Verfügung gestellt werden.

 

Wir bitten um Beachtung: Alle Ihnen jetzt mitgeteilten RLV stehen unter dem Vorbehalt der Nachberechnung, können sich also noch verändern.

In Baden-Württemberg gab es trotz aller Bemühungen, diese zeitgerecht mitzuteilen, erheblich mehr Probleme zu bewältigen als anderswo: Im Jahr 2007 hatten die KVBW noch unterschiedliche, nach Bezirksdirektionen getrennte Honorarverteilungsverträge mit ganz unterschiedlichen Auswirkungen. Zudem erfolgte die Abrechnung über unterschiedliche EDV-Systeme. Diese mussten in kürzester Zeit zusammengeführt werden. Um das RLV gerade noch rechtzeitig mitteilen zu können, mussten umfassende Probeläufe mit den sonst üblichen Plausibilitätskontrollen drastisch gekürzt werden.

 

Die KVBW sollte über die individuelle Situation dann in Kenntnis gesetzt werden, wenn die Fallzahl des Vorjahresquartals im Laufe des Jahres 2008 aus folgenden Gründen deutlich überschritten wird:

  • Wenn eine „Anfängerpraxis“ übernommen wurde, deren Fallzahl kontinuierlich ausgebaut werden konnte
  • Wenn sich die Fallzahl aus nicht von der Praxis zu vertretenden Gründen vermehrt (z.B. Praxis in der nächsten Umgebung konnte nicht nachbesetzt werden oder die eigene Praxis hatte aus Gründen von Krankheit, Urlaub o.ä. im Vergleichszeitraum deutlich weniger Fälle) 

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Letzte Aktualisierung: 30.07.2014