So ein Immunsystem ist eine geniale Einrichtung. Liegt hungrig auf der Lauer und wartet, was von Draußen reinkommt. Und da kommt immer was, im Zweifel ein dickes fettes Virus. Dann schickt das Immunsystem besonders trainierte Körperzellen los, die den Krankheitserreger erkennen und ihn kurzerhand verspeisen. Mahlzeit.
Tolle Sache, funktioniert aber leider nicht immer. Die Erreger von Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Masern, Mumps, Hepatitis, Röteln, Wundstarrkrampf, Tollwut, Influenza, Pneumokokken, Tuberkulose oder Meningitis sind allesamt noch nicht besiegt, und der sorglose Umgang mit Schutzimpfungen führt dazu, dass solche Erkrankungen in letzter Zeit wieder zunehmen. Dabei können schwere Schädigungen wie Lähmung, Störung der Hirnfunktion, Blindheit oder Taubheit und nicht selten sogar der Tod die Folgen sein. Sprechen Sie Ihren Arzt deshalb beim nächsten Besuch auf Ihren Impfschutz an. Er weiß, welcher Ihnen noch fehlt, welche Impfung aufgefrischt werden muss oder womit Sie sich vor einer Reise ins Ausland unbedingt noch schützen sollten. Die baden-württembergischen Krankenkassen übernehmen in aller Regel die Kosten für die wichtigsten Schutzimpfungen. Ausnahme: Ausschließlich aus Anlass einer Auslandsreise nötige Impfungen müssen privat bezahlt werden.
Der Impfschutz für Säuglinge beginnt ab einem Alter von zwei Monaten. Dazu gehören Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten (Pertussis), Pneumokokken, Kinderlähmung (Poliomyelitis), bakterielle Hirnhautentzündung durch Hämophilus-Bakterien (Hib) und Hepatitis B. Ab dem elften Monat kommen Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (Varizellen) dazu, ab 12 Monaten auch die Impfung gegen Meningokokken. Ersparen Sie Ihrem Kind diese bösen „Kinderkrankheiten“. Denn sie können zu gefährlichen Komplikationen mit schweren gesundheitlichen Schäden führen.
In Baden-Württemberg werden bei Kindern zusätzlich Impfungen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Influenza empfohlen. Bei ungeimpften Kindern und Jugendlichen sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, welche Impfungen nachgeholt werden sollten. Bei Mädchen muss im Hinblick auf eine spätere Schwangerschaft unbedingt der Schutz gegen Röteln überprüft werden. Einen ersten Überblick, wogegen Kinder wann geimpft werden sollen, gibt der Impfkalender. Und sollte der erste Termin bereits verpasst sein – kein Problem. Dann eben jetzt. Besser als nie.
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Der Impfschutz für Säuglinge beginnt ab einem Alter von zwei Monaten. Dazu gehören Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten (Pertussis), Pneumokokken, Kinderlähmung (Poliomyelitis), bakterielle Hirnhautentzündung durch Hämophilus-Bakterien (Hib) und Hepatitis B. Ab dem elften Monat kommen Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (Varizellen) dazu, ab 12 Monaten auch die Impfung gegen Meningokokken. Ersparen Sie Ihrem Kind diese bösen „Kinderkrankheiten“. Denn sie können zu gefährlichen Komplikationen mit schweren gesundheitlichen Schäden führen.
In Baden-Württemberg werden bei Kindern zusätzlich Impfungen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Influenza empfohlen. Bei ungeimpften Kindern und Jugendlichen sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, welche Impfungen nachgeholt werden sollten. Bei Mädchen muss im Hinblick auf eine spätere Schwangerschaft unbedingt der Schutz gegen Röteln überprüft werden. Einen ersten Überblick, wogegen Kinder wann geimpft werden sollen, gibt der Impfkalender. Und sollte der erste Termin bereits verpasst sein – kein Problem. Dann eben jetzt. Besser als nie.
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Wer glaubt, dass Diphtherie, Masern oder Mumps nur Fälle für Kinder sind, ist ordentlich auf dem Holzweg. Mumps bei erwachsenen Männern kann Zeugungsunfähigkeit zur Folge haben. Röteln während der Schwangerschaft verursachen ein behindertes Kind. Eine frühere Grundimmunisierung gegen Diphtherie oder Tetanus verliert im Lauf der Zeit an Wirkung und muss aufgefrischt werden, sonst könnten Sie sich damit eines Tages ins Bett legen müssen. Und das fällt bei Erwachsenen oft deutlich heftiger aus als bei Kindern. Tun Sie sich das nicht an.
Im Spätsommer ist es wichtig, an die jährliche Grippe-Impfung zu denken. Ältere Personen oder chronisch Kranke sollten zudem die Pneumokokken-Impfung nicht versäumen, eventuell kommt auch eine FSME-Impfung in Betracht. Ihr Arzt kann Ihnen das sagen. Bestimmte Berufsgruppen oder Personen mit erhöhter Infektionsgefahr ohne Impfung gegen Hepatitis A und B sowie Tollwut – das grenzt an grobe Fahrlässigkeit. Dabei werden Auffrisch- und Nachholimpfungen sowie Impfungen für berufsbedingte Auslandsaufenthalte in der Regel von den Krankenkassen bezahlt. Und berufsbedingte Inlandsimpfungen muss Ihnen Ihr Arbeitgeber erstatten. Wo also ist das Problem für einen Rundum-Impfschutz?
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Reiseziel, Reisedauer, Reisestil und Ihr Impfstatus – diese Informationen benötigt Ihr Arzt, um Ihnen einen individuellen Impfplan für den nächsten Urlaub erstellen zu können. Die meisten Impfungen sind freiwillig. Hierzu zählen beispielsweise bei Auslandsreisen die FSME-Impfung, die Hepatitis A- und B-Impfungen, die Impfung gegen Kinderlähmung und Tollwut oder die Typhus-Impfung. Teilweise gibt es Empfehlungen der Einreiseländer, wie bei der Meningokokken-Impfung. Andere Impfungen, zum Beispiel gegen Cholera oder Gelbfieber, werden vom Einreise- oder Transitland vorgeschrieben.
Die Kosten für Reiseschutzimpfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Einige Kassen bieten eine Kostenübernahme als freiwillige Satzungsleistung an. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Kasse nach der Satzungsregelung. Scheuen Sie eventuelle Ausgaben bei den freiwilligen Impfungen nicht, Ihre Gesundheit sollte es Ihnen wert sein!
Gegen Malaria gibt es zurzeit noch keine absolut sichere Vorsorge. Auf Reisen in Malariagebiete sollten Sie daher versuchen, sich die Mücken vom Leibe zu halten. Tragen Sie möglichst lange Hosen und langärmlige Kleidung, vermeiden Sie bei Einbruch der Dämmerung Aufenthalte im Freien und benutzen Sie ein gegen Malaria-Mücken wirksames Insektenspray. Bei ärztlicher Empfehlung nehmen Sie nach Anweisung regelmäßig so genannte Anti-Malaria-Tabletten ein. Planen Sie Ihre Reisen stets frühzeitig. Aber auch bei Last-Minute-Reisen ist oftmals noch ein Schutz möglich. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.
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