Welche Sportart Sie sich bei einem Neustart in die Fitness aussuchen, ist eher zweitrangig. Wichtigstes Entscheidungskriterium: Sie sollte Ihnen wirklich Freude machen. Was immer Sie sich aussuchen: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, dann beginnen Sie langsam und steigern Sie die Belastung erst allmählich. Setzen Sie sich als Ziel, regelmäßig drei bis viermal in der Woche 30 Minuten zu trainieren. Goldene Regel: Lieber langsam und locker trainieren als überhastet und heftig. Denn wer Sport als Schinderei empfindet, wird nicht lange sein Programm durchhalten. Das Training soll Spaß machen! Deshalb ist es clever, sich von Anfang an in Vereinen, bei Lauftreffs oder Fitnessstudios Gleichgesinnte zu suchen, die einen in Phasen mitziehen, in denen die Motivation nachlässt. Auch eine qualifizierte Anleitung ist wichtig, damit sich Anfängerfehler nicht festsetzen: Wenden Sie sich mit Ihren Fragen immer rasch an die Trainer oder Berater.
Und geben Sie nicht auf, wenn Sie sich doch mal zu einem Trainingstermin nicht aufraffen konnten. Beim nächsten Mal klappt’s dann wieder! Denn schon nach kurzer Zeit werden Sie spüren, welche positiven Effekte regelmäßiger Sport auf Ihren Körper und Ihre Psyche hat – Sie fühlen sich rundum besser. Es lohnt sich also, den ersten Schritt zu machen. Die anderen kommen dann von selbst.
Artikel druckenArtikel weiterempfehlenEin überstandener Herzinfarkt ist eine ernste Warnung des Körpers: Höchste Zeit, krankmachende Lebensgewohnheiten umzustellen! Mehr Bewegung gehört als wesentliches Element zu diesem neuen Lebensstil. Doch viele Infarktpatienten scheuen nach der Operation die Belastung, weil sie fürchten, damit einen neuen Herzinfarkt auszulösen. Eine Angst, die weitgehend unbegründet ist.
Wer nach einem Herzinfarkt wieder sportlich aktiv werden will, sollte erst das Gespräch mit seinem Arzt suchen. Gemeinsam kann man besprechen, welches Maß an Sport richtig ist und wie man verlorene Kondition langsam und stetig wieder aufbauen kann. Der geschädigte Herzmuskel lässt sich so zwar nicht wieder ersetzen, aber ein dosiertes Training hilft ihm: Denn wenn die Muskeln trainiert sind, arbeiten sie ökonomischer und entlasten so das Herz. Ein besonders guter Weg zurück zur Fitness sind Herzsportgruppen, die von Ärzten und Physiotherapeuten betreut werden. Sie entwickeln einen individuellen Trainingsplan für jeden Teilnehmer und überwachen regelmäßig die Kreislaufbelastung der Aktiven. Eine Überbelastung ist in diesen Gruppen sehr unwahrscheinlich.
Dosiertes Ausdauertraining nutzt dem Herz-Kreislauf-System. Besonders Walking, Wandern, Skilanglauf, Schwimmen, Gymnastik und Rad fahren (aber nicht mit dem Mountainbike!) sind geeignete Sportarten für den ehemaligen Infarktpatienten. Guter Einstieg: Ein gezieltes Training auf dem Fahrrad-Ergometer zu Hause, am besten mit einem Pulsmesser, über den man die eigenen Werte kontrollieren kann. Wichtig ist auch die gründliche Umstellung der Ernährung: Sie sollte cholesterin-, fett- und salzarm, dafür aber sehr vitaminreich sein.
Artikel druckenArtikel weiterempfehlenSport ist gesund – sogar schon vor der Geburt. Es tut dem ungeborenen Baby gut, wenn die künftige Mutter auch während der Schwangerschaft ihren gewohnten Sport in Maßen weiter treibt. Die Kleinen fühlen sich wohl, wenn es so richtig schaukelt im Mutterleib. Das fördert die Entwicklung ihrer Sinnesorgane. Vitale Schwangere = vitale Babys: Diese Gleichung geht auf, so die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).
Für schwangere Frauen ist vor allem moderater Ausdauersport eine perfekte Vorbereitung für die körperlichen Höchstleistungen in der Endphase der Schwangerschaft und bei der Geburt. Sie haben eine bessere Körperhaltung und beugen den typischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Venenstau, Krampfadern, Wadenkrämpfen und Hämorrhoiden vor. Außerdem erhöhen sie die körperliche Leistungsfähigkeit für die kommenden Großleistungen und bauen Stress ab.
Der beliebteste Klassiker in Sachen sportlicher Geburtsvorbereitung ist Schwimmen – das sorgt vor allem in den letzten Schwangerschaftswochen für Entlastung und Entspannung des ganzen Körpers. Doch auch Training auf dem Stepper, Joggen, Gymnastik, Nordic Walking, Walken (schnelles Gehen), Rad fahren sowie auf dem Radergometer strampeln oder sogar Tanzen ist sehr empfehlenswert. Denn werdende Mütter, die regelmäßig über einen längeren Zeitraum trainieren, verbessern kontinuierlich ihre Kondition. Herz und Lunge pumpen pro Herzschlag mehr Blut in den Kreislauf, sodass Mutter und Kind optimal mit Sauerstoff versorgt werden.
Auf einige wenige Sportarten sollte die werdende Mutter aber im Sinne ihres Babys lieber verzichten: Alles, was mit abrupten Bewegungen zu tun hat oder eine Verletzungsgefahr birgt, könnte zu riskant sein. Zumal auch eine Folgebehandlung (Narkose, Operationen, Schmerzmittel) von Sportverletzungen nur begrenzt möglich ist, weil sie für das ungeborene Kind Gefahren birgt. Vermeiden sollte man also Sportarten wie Reiten, Squash, Tennis, Inline-Skaten, Basketball oder Volleyball und natürlich Risikosportarten wie Tiefseetauchen, Drachenfliegen oder Klettern. Auch wenn während eines Trainings Blutungen, Kopfschmerzen, Augenflimmern oder Schwindelgefühle auftreten, sollte jede Frau die Übung sofort abbrechen und den Arzt konsultieren.
Der Arztbesuch sollte ohnehin ganz oben auf der Agenda der sportlichen Schwangeren stehen. Er kann Ihnen genau sagen, welches Training für Sie und das Kind die besten Effekte hat – und welche Sie auf die Zeit nach der Geburt verschieben sollten.
Fünf Tipps für Sport während der Schwangerschaft
- Nie den Puls rasen lassen: Ideal ist es, wenn die Herzfrequenz während der Schwangerschaft 140 bis 150 Schläge pro Minute nicht übersteigt – und das für höchstens 20 Minuten beim Sport.
- Nie den Körper überhitzen: Bleiben Sie beim Training etwas unter Ihrer Belastungsgrenze, sonst können Sie dem Kind schaden. Wer sich beim Sport noch unterhalten kann, macht es richtig.
- Nie das Trinken vergessen.
- Nie die Pausen unterschätzen! Gönnen Sie sich nach jeder sportlichen Belastung einen Tag Ruhe, damit sich der Körper regenerieren kann.
- Nie der inneren Stimme misstrauen: Sie wissen selbst am besten, wie viel Bewegung Ihnen gut tut und an welchen Tagen Sie sich zu erschöpft für Sport fühlen. Überfordern Sie sich nicht aus falschem Stolz.
Artikel druckenArtikel weiterempfehlenDas Prinzip ist denkbar einfach: Wer mehr isst, als sein Körper verbraucht, setzt Fett an. Deshalb wird Übergewichtigen eine Diät alleine nicht dabei helfen, langfristig Gewicht zu reduzieren. Sport gehört zum gesunden Abnehmen dazu.
Ganz wichtig bei der natürlichen Gewichtsreduktion ist Training, bei dem man möglichst viele Kalorien verbraucht. Sehr empfehlenswert: Ausdauersportarten wie Schwimmen, Laufen, Nordic Walking, Rad fahren oder Walking (schnelles Gehen). Anfänger sollten immer mit moderatem Tempo starten und die Belastung erst mit fortgeschrittener Kondition steigern. Wer ernsthaft abnehmen will, sollte gut 1.500 Kalorien in der Woche zusätzlich verbrennen. Das bedeutet, etwa dreimal pro Woche 30 bis 45 Minuten zu trainieren. Besonders clever ist es, zusätzlich zu den Ausdauersportarten den Energieverbrauch durch gezieltes Muskelaufbautraining zu erhöhen. Denn wer Muskelmasse hat, verbrennt auch in Ruhe mehr Energie.
Regelmäßiger Sport ist der Schlüssel zum nachhaltigen Abnehmen. Doch fällt es vielen Übergewichtigen schwer damit anzufangen. Diesen Menschen bauen viele Sportvereine des Deutschen Sportbundes eine Brücke, indem sie spezielle Sportkurse für Übergewichtige anbieten. Dabei lernen die Teilnehmer obendrein etwas über gesunde Ernährung. Das eigene Essverhalten wird kritisch durchleuchtet und der sportliche Teil zielt stark darauf, Spaß an der Bewegung und mehr Selbstvertrauen zu bekommen. Auch wenn die ersten sichtbaren Erfolge meist hart erkämpft werden müssen: Sport zu treiben lohnt sich für Überwichtige auf jeden Fall. Die Gesundheit wird es ihnen danken.
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